Lions besiegen Tabellenführer Hannover

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Frankfurt Lions sind Tabellenführer Hannover bis auf einen Punkt auf die Pelle gerückt. In einem hartumkämpften Topspiel behielten die Hessen am Ende mit 6:4 (1:1, 2:1, 3:2) in eigener Halle die Oberhand.

Die Lions erwischten den besseren Start und erspielten sich in den ersten Minuten gleich ein leichtes Übergewicht und hatten durch Ward die erste gute Chance, doch sein Schuss aus Mittelstürmerposition fischte Hannovers Torwart Pätzold mit der Fanghand aus dem Winkel. Wenig später musste Ward auf die Strafbank und kurz darauf gesellte sich mit Armstrong ein weiterer Frankfurter hinzu. Lange wehrten sich die Lions gegen einen Gegentreffer, doch just in dem Moment als Ward zurück auf das Eis kehrte nutze Dolak den Freiraum und schoss zum 1:0 für die Scorpions ein. Nach dem Schock des Gegentreffers mussten die Lions eine weitere bittere Pille schlucken. Ein hoher Stock von Kapitän Young erwischte einen Gästespieler, der anschließend behandelte werden musste. Hauptschiedsrichter Looker verhängte gegen den Kapitän der Lions daraufhin eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Hannover agierte in den folgenden fünf Minuten Überzahl nicht konsequent genug und beging zusätzlich ein Foul, sodass die Lions diese kritische Phase ohne ein weiteres Gegentor überstanden. Etwas überraschend fiel kurz vor Drittelende der Ausgleich für die Gastgeber. Beim Treffer von Ward traf Hannovers Torwart Pätzold keine Schuld, da ihm komplett die Sicht genommen war.

Waren die Scorpions in den ersten 20 Minuten die leicht bessere Mannschaft, änderten sich die Kräfteverhältnisse im Mitteldrittel. Die Lions nahmen nun die Zweikämpfe mehr an und spielten aggressiver. So brachte man die Gäste in Schwierigkeiten und kam selbst zu mehr Torchancen. Für Hannover kam erschwerend hinzu, dass Pätzold im Tor nicht seinen besten Tag erwischte. Beim Führungstreffer der Lions ließ sich Pätzold im kurzen Eck vom Torschützen Kavanagh überraschen, beim 3:1 für die Hessen hatte er freie Sicht und ließ dennoch den Schuss von Lions Neuzugang Kunce ins Tor rutschen. Der erst am Donnerstag aus Duisburg verpflichtete Kunce absolvierte ein starkes erstes Spiel im Trikot der Lions. Sicher in der Defensive wusste Kunce auch in seinen Offensivaktionen zu überzeugen. Nach dem dritten Tor waren die Lions mehrmals nahe dran den Vorsprung auszubauen. Pech hatte Heerema, der am Pfosten scheiterte. Der Treffer fiel aber für Hannover. Mitchell leitete spielintelligent einen schnellen Konter ein, den Boos zum Anschlusstreffer verwertete.

Zu Beginn des Schlussdrittels wurde das zweitbeste Powerplay der Liga kalt erwischt. Lions Stürmer Hahn eilte auf und davon und überwand Pätzold zum 4:2. So einfach ließen sich die Scorpions aber nicht abhängen. Zwei Minuten später bringen die Lions den Puck nicht tief genug ins Drittel der Gäste und Schneider nutzt den Konter zum 4:3 Treffer. Die Entscheidung in dem engen Spiel fiel sechs Minuten vor Schluss. Während Hannover ein Powerplay nicht nutzen konnte, verwerteten die Hessen ihr Überzahl zum 5:3 durch Biron. Die Scorpions gaben nach dem neuerlichen zwei Tore Rückstand nicht auf und verkürzten noch einmal auf ein Tor durch Reiß. Ein Powerplaytor von Hahn eine Minute vor dem Ende beseitigte aber die letzten Zweifel am Sieg der Lions.

Zum Mainova Spieler des Tages wählten die Fans Derek Hahn

0:1 (06:00) Dolak 5-4PP; 1:1 (17:27) Ward; 2:1 (22:33) Kavanagh; 3:1 (27:10) Kunce 5-4PP; 3:2 (38:26) Boos; 4:2 (41:14) Hahn 4-5SH; 4:3 (43:43) Schneider; 5:3 (54:44) Biron 5-4PP; 5:4 (56:32) Reiß 5-4PP; 6:4 (58:57) Hahn 5-3PP

Strafminuten:

Frankfurt: 23 Minuten + Spieldauer für Jason Young

Hannover: 22 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Sascha Goc

Zuschauer: 5.900

Schiedsrichter: Rick Looker

(Frank Meinhardt – Foto by City-Press)

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