Lions besiegen Nürnberg, verlieren aber Hackert mit Knöchelbruch

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Lance Nethery, Manager der Frankfurt Lions, war ungewohnt locker vor dem

Spiel, da er sich sehr freute auf die Begegnung gegen die Nürnberg Ice

Tigers. „Ich erwarte ein Topspiel. Es ist ein guter Maßstab, wie stark wir sind“, sagte Nethery kurz vorm Anpfiff. Und er sollte Recht behalten. Die 7.000 Zuschauer in der erneut ausverkauften Eissporthalle am Ratsweg erlebten einen Vorgeschmack auf die in 14 Tagen beginnende Play-off Runde.

Nach einem ausgeglichenem ersten Drittel, welches von vielen kleinen

Nicklichkeiten und Strafzeiten auf beiden Seiten geprägt war, stand es 1:1. Pat Lebeau brachte die Lions in Führung, nachdem zuvor Norris und Young an Svoboda gescheitert waren. Quasi im Gegenzug sorgte der ständig gefährliche Yan Stastny bereits für den Ausgleich.

Das Mitteldrittel blieb genauso ausgeglichen, wie die 20 Minuten zuvor. Beide Teams kämpften um jeden Meter Eis und boten weiter Top-Eishockey. Wiederum veränderten die Lions die Toranzeige zuerst. Sean Pronger fälschte in der 32.Spielminute einen Schuss von Francois Bouchard unhaltbar für Svoboda zum 2:1 ab. Doch wieder schlugen die Ice Tigers eiskalt zurück. Nach einem Traumpass von Pascal Trepanier konnte Brad Tapper alleine auf Lions Goalie Ian Gordon zulaufen und ihn souverän überwinden. Schrecksekunde für die Lions in der 35. Spielminute. Nach einem fairen Zweikampf landete Michael Hackert mit seinem rechten Fuß so unglücklich auf dem Eis, dass er sich dabei den Knöchel brach. Hackert wusste wohl selbst sofort was los ist, und verließ mit Tränen in den Augen das Eis. Damit ist die Saison für den sympathischen Deutschen

vorzeitig beendet. Ein bitterer Verlust für die Frankfurt Lions so kurz vor

den Play-offs. Von dieser Stelle die besten WÜnsche für Michael Hackert.

In den letzten 20 Minuten gingen die Lions zum dritten Mal an diesem Abend

in Führung. Bei eigener Überzahl überraschte NHL Star Doug Weight den Torwart der Nürnberg Ice Tigers und es stand 3:2 für den Deutschen Meister. Und wieder glichen die nie aufgebenden Gäste aus. Spielerisch schön anzusehen wurde Yan Stastny per Doppelpass frei gespielt und Stastny erzielte seinen zweiten Treffer am heutigen Abend. Es folgten die wohl emotionalsten sechs Minuten in dieser Saison. Es wurde noch intensiver gekämpft und Hauptschiedsrichter Chvatal hatte seine liebe Mühe das Spiel zu Ende zu bringen. Es wurden nun eindeutig Duftmarken für die Play-offs verteilt. Beim Strafmaß kamen die Lions in der Schlussphase etwas glimpflicher davon. So fiel der entscheidende Treffer für die Lions, als Lasse Kopitz auf Nürnberger Seite auf der Strafbank saß.

Lions Kapitän Jason Young bediente mit einem klugen Querpass Doug Weight,

und Weight traf zum vielumjubelten 4:3. Nürnbergs Trainer Greg Poss nahm eine Minute vor Schluss noch eine Auszeit und seinen Torwart Svoboda zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Nutzte aber nichts, denn 15 Sekunden vor Schluss traf Jason Young ins leere Nürnberger Tor zum 5:3 Endstand. (Frank Meinhardt - Foto: City-Press)

Zum „Mainova Spieler des Tages“ wählten die Fans Michael Bresagk.

Tore:

1:0 (16:00) Lebeau (Young, Norris) 5-3 PP

1:1 (18:57) Stastny (Tomik, Sekeras)

2:1 (31:50) Pronger (Bouchard, Weight)

2:2 (32:56) Tapper (Trepanier)

3:2 (47:24) Weight (Robidas, Lebeau) 5-4 PP

3:3 (53:49) Stastny (Tomik)

4:3 (55:31) Weight (Young, Norris) 5-4 PP

5:3 (59:44) Young (Norris)


Strafminuten: Lions 20 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Francois Bouchard und David Sulkovsky - Nürnberg 28 Minuten

Schiedsrichter: Petr Chvatal

Zuschauer: 7.000 ausverkauft

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