Lions beenden Siegesserie der Scorpions

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die letzte Auswärtsniederlage hatten die Hannover Scorpions in Frankfurt kassiert, ehe sie inzwischen sechs Mal in Folge auf fremdem Eis gewannen. „Das liegt auch an der effektiven Überzahl. Wir müssen diszipliniert spielen und uns keine dummen Fouls erlauben“, sagte Lions Manager Norris im Vorfeld der Partie. Die Hessen erwischten einen guten Start und nutzten gleich die erste numerische Überlegenheit zur Führung, als Jeff Ulmer aus kurzer Distanz einschieben konnte. Hannover kam die ersten fünf Minuten kaum aus dem eigenen Drittel. Ab Minuten sechs waren es dann aber die Scorpions, die mehr für das Spiel investierten. Kurzfristig musste Hannover auf Verteidiger Sascha Goc verzichten, der wegen Magen Darm Grippe heute aussetzen musste. Aber auch ohne Goc bestätigte Hannover die Meinung von Norris, dass Hannover stark in Überzahl ist. Gleich ihr erstes Powerplay nutzten sie durch Dzieduszycki zum Ausgleich. Umso ärgerlich für die Hessen, dass dem Powerplay ein unnötiges Foul von Young vorausging.

Hannover nun die bessere Mannschaft. Daher war der Führungstreffer von Dolak auch die logische Konsequenz der Überlegenheit der Gäste. Vor und nach diesem Tor verhinderte Gordon im Tor der Lions mehrmals einen weiteren Treffer der Gäste. Das Schussverhältnis von 19 zu 9 spiegelte die Überlegenheit von Hannover wieder. Im zweiten Drittel sahen die 5.600 Zuschauer typisches Hans Zach Hockey. Kompakt in der Defensive und auf Konter lauernd machten sie den Lions das Leben äußerst schwer. Die Hessen nun zwar feldüberlegen und mit mehr Puckbesitz, eine nennenswerte Chance konnten sie sich aber nicht erspielen. Auf der anderen Seite hatte Hannover während einer längeren fünf gegen drei Überzahl die Chance das Ergebnis deutlicher gestalten, eine gute Defensive der Lions verhinderte aber einen weiteren Treffer. Eine Schlüsselsituation im Spiel. Den Lions gab das Überstehen dieser kritischen Phase Selbstvertrauen, welches sie im letzten Drittel auch in zählbares verwerteten.

Mit einem Sonntagsschuss glich zunächst Kapitän Schneider zum 2:2 aus, ehe Young drei Minuten später das Spiel drehte. Hannover jetzt im Hintertreffen auch von der Spieleranzahl auf dem Eis. 90 Sekunden lang spielten die Lions fünf gegen drei, hatten zwei 100%ige Torchancen, konnten diese aber nicht nutzen. Davon profitierte wiederum das Selbstvertrauen der Scorpions, die acht Minuten vor Schluss durch den zweiten Treffer von Dzieduszycki wieder ausgleichen konnten. Bei diesem insgesamt leistungsgerechten 3:3 blieb es nach 60 Minuten. In der Verlängerung trickste sich Ulmer nach einer Minute an allen vier Hannoveranern vorbei, scheiterte dann aber freistehend an Scott. Es blieb die einzige Chance in der Verlängerung, obwohl die Hessen noch zwei Minuten in Überzahl spielen durften.

So musste die Entscheidung um den Extrapunkt im Penaltyschiessen fallen. Die erste Runde verlief dabei ohne einzigen Treffer. Lions Stürmer Tenute war der nächste Schütze und Tenute verwandelte. Der Druck lastete nun auf Herperger und der Hannoveraner scheiterte an Gordon. So ging der Extrapunkt an die Frankfurt Lions.

Zum Mainova Spieler des Tages wählten die Fans Jeff Ulmer

Tore:

1:0 (02:13) Ulmer 5-4PP; 1:1 (12:15) Dzieduszycki 5-4PP; 1:2 (14:21) Dolak; 2:2 (43:06) Schneider; 3:2 (46:20) Young;  3:3 (51:32) Dzieduszycki;  4:3 Tenute

Strafzeiten:

Frankfurt: 10 Minuten; Hannover: 10 Minuten

Schiedsrichter: Aumüller

Zuschauer: 5.600

(Frank Gantert - Foto by City-Press)


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