Linz gewinnt in StraubingDEL gegen EBEL

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Nächstes Wochenende startet die Erste Bank Eishockey Liga (EBEL), somit war davon auszugehen, dass die Gäste aus Österreich schon im Wettkampfmodus anreisen würden. Ihnen fehlten aber Danny Irmen, Rob Hisey, Daniel Mitterdorfer und Martin Grabher Meier. Bei den Niederbayern pausierten Sebastian Osterloh, Andy Canzanello und Laurent Meunier. „Wäre es ein Ligaspiel gewesen, wären alle aufgelaufen“, kommentierte Straubings Trainer Dan Ratushny nach dem Spiel.

Zudem testete Servus TV bei der Partie eine komplette Live-Übertragung in Straubing. Der Sender setzte alle Kameras, Interviewer, Reporter und alles, mit dem man die Spiele spannend präsentieren möchte, ein – inklusive Cable Guys und Powerbreaks (also Werbeunterbrechung). Straubings Berny Keil: „Ich mag es nicht so. Mit einer Pause ist es schwierig, fokussiert zu bleiben. Ich würde lieber ohne Powerbreak spielen.“

Der Rest der Tigers-Truppe, oder zumindest die Reihe um Blaine Down, kam recht gut aus dem Break zurück. Die Hausherren nahmen kurzfristig das Heft in die Hand und gingen durch Down in Führung. Tormann Alex Westlund machte eine eher unglückliche Figur, denn die Scheibe rutschte zwischen seinen Schonern ins Netz. Doch auch die „Linza“ kamen nun besser in Schwung und forderten Jason Bacashihua jetzt deutlich mehr. Ex-DEL-Spieler Andy Hedlund besorgte im ersten Überzahlspiel der Gäste den verdienten Ausgleich.

Der aktuelle EBEL-Meister nutzte auch seine zweite Überzahl. Diesmal war es Gregor Baumgartner, der die Scheibe ins Tor beförderte. Coach Dan Ratushny: „Beim ersten Gegentor spielten wir zu umständlich. Wir hätten es uns von Linz abschauen sollen, die haben zehn oder zwölf Schüsse geblockt. Das zweite Tor muss ich mir noch mal auf dem Video ansehen. Aber ich denke, wir hatten die Chance, die Scheibe zu klären. Wir dürfen es einfach nicht zu kompliziert spielen, aber das sind nur kleine Details.“

Kurz nach der Führung der Österreicher hatte Straubing in Überzahl den Ausgleich geschossen. Doch der Pechvogel des Abends war Berny Keil, denn seine Position vor dem Tor wurde als Torraumabseits erkannt und somit zählte der Treffer nicht. „Ja, das war Pech. Ich würde zwar sagen, das Tor war in Ordnung, aber der Schiedsrichter hat es anders gesehen“,  so der 20-Jährige, und weiter: „Für mich war es heute ohnehin schwierig. Ich bin nicht so gut ins Spiel gekommen, habe auch noch zwei Strafen genommen. Wir haben diese Woche auch hart trainiert und die Beine waren etwas schwer.“ Über den Gegner meint er: „Linz hat super gespielt, wir haben dagegen gehalten. Ich denke, es war ein ausgeglichenes Spiel und am Sonntag sind wieder alle Chancen da.“

Am Sonntag trifft man sich, sozusagen zum Rückspiel, um 18 Uhr in Linz wieder.

Tore:
1:0 13:27 Blaine Down (Carsen Germny)
1:1 18:46 Andy Hedlund (Pat Leahey, 
Mike Ouellette) PP1
1:2 29:03 Gregor Baumgartner (Pat Leahey, Mike Ouellette) PP1

Strafen: Straubing 14; Linz 14
SR: Daniel Piechaczek, Ulpi Sicorschi; LR: Markku Büse, Stefan Velokoski

Zuschauer 3.426