Leon Niederberger: „Der nächste Schritt für meine Entwicklung“Wechsel von Düsseldorf nach Krefeld

Von Düsseldorf nach Krefeld: Leon Niederberger will durchstarten.  (Foto: dpa/picture alliance/Fotostand)Von Düsseldorf nach Krefeld: Leon Niederberger will durchstarten. (Foto: dpa/picture alliance/Fotostand)
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Lange wurde spekuliert, ob der 25-Jährige in der kommenden Saison weiter für die Düsseldorfer EG auflaufen wird. Nun besteht Gewissheit: Der Allrounder wechselt die Rheinseite und streift sich ab der kommenden Saison das Jersey des Lokalrivalen aus Krefeld über. Für Hockeyweb-Reporter Felix Plewinski nahm sich der Stürmer Zeit und beantwortete einige Fragen.

Hockeyweb: Hallo Herr Niederberger, wie geht es Ihnen? Am vergangenen Freitag haben Sie Ihre nächste Single „Seventeen“ veröffentlicht. Wie entwickeln sich die Stream-Zahlen aktuell?

Leon Niederberger: Mir geht es gut soweit, danke. Ja die Stream-Zahlen laufen sehr gut bis jetzt. Im Vergleich sogar am besten von allen Liedern.

Hockeyweb: Vor einer Woche wurde ihr Wechsel zu den Krefeld Pinguinen bekanntgegeben. Wie läuft ein Vereinswechsel in Zeiten von Corona mit einem selbst auferlegten Transferstopp ab?

Leon Niederberger: Durch den Transferstopp war ich bereits vertragslos. Natürlich unterhält man sich und ist in Kontakt, aber wir haben uns alle komplett an die Regeln gehalten. Man muss sich aber auch in dieser Zeit über seine Zukunft Gedanken machen.

Hockeyweb: Sie sind ein Spieler, der eine sehr große Fangemeinde hat. Wie haben sie auf Ihren Wechsel zum Lokalrivalen reagiert?

Leon Niederberger: Meine enge Fanbase hat gesagt, sie unterstützen mich, egal wo ich hingehe. Viele konnten mich auch verstehen, dass ich mal einen Tapetenwechsel brauche, um den nächsten Schritt zu machen.

Hockeyweb: Die Krefeld Pinguine sind momentan in einer Phase des Umbruchs. Wie wichtig war es für Sie, in eine Mannschaft zu wechseln, die sich gerade neu orientiert?

Leon Niederberger: Das war mir sehr wichtig, es war der Hauptgrund! Ich wollte etwas Neues erleben und in Krefeld passiert etwas Neues. Ein Teil von einem neuen Projekt zu sein, ist immer spannend und die Gespräche haben mich sehr überzeugt. Da geht einiges in die richtige Richtung.

Hockeyweb: Wie wichtig war es für Sie, in Ihrer Heimat zu bleiben und nur die Seite des Rheins zu wechseln?

Leon Niederberger: Ich habe neben dem Eishockey noch weitere Projekte und deswegen war es für mich natürlich sehr wichtig, hier zu bleiben und diese von hier zu leiten.

Hockeyweb: Bei der Düsseldorfer EG waren Sie fester Bestandteil in Unterzahl und hatten zumeist ihren Platz in der dritten oder vierten Reihe. Was erhoffen Sie sich selber von dem Wechsel nach Krefeld.

Leon Niederberger: Vor meiner großen Verletzung in Düsseldorf habe ich bereits in den ersten zwei Reihen gespielt. Da möchte ich wieder hin. Ich möchte eine offensiver Rolle spielen, dass mir dies liegt, konnte ich in Düsseldorf schon zeigen und da möchte ich auch wieder hin.

Hockeyweb: Sie sind von dem Gehaltsverzicht direkt betroffen. Wie stehen Sie dazu?

Leon Niederberger: Priorität ist gerade, einfach zu überleben. Das ist wichtiger, als in die Playoffs zu kommen. Ich finde es sehr gut, dass alle zusammenhalten und in einem Boot sitzen. Die Eishockey-Familie hält gerade extrem gut zusammen. Es ist gerade einfach keine einfache Situation.

Hockeyweb: Auf Social-Media-Plattformen konnte man ihr Sommertraining beobachten und ihre Entwicklung verfolgen. Wie sehen sie selber ihren aktuellen Fitnessstand?

Leon Niederberger: Ich habe mit meinen Personaltrainern Özi und Alex sehr viel und intensiv trainiert und bin jetzt sehr gut in Form. Ich vermisse das Eistraining jedoch sehr und freue mich, bald endlich wieder aufs Eis zu gehen.

Hockeyweb: Ist Ihnen schon bekannt, wann es wieder aufs geht und in welcher Form dann trainiert wird?

Leon Niederberger: Das ist bisher noch gar nicht abschätzbar. Da müssen wir uns noch ein wenig gedulden.