Leistung und ZukunftSaisonaus für die Straubing Tigers

Alex Dotzler war der stabilste Verteidiger der Straubing Tigers in dieser Saison. (Foto: dpa/picture alliance)Alex Dotzler war der stabilste Verteidiger der Straubing Tigers in dieser Saison. (Foto: dpa/picture alliance)
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Jason Dunham

Wie gestern schon erwähnt, stand Dunham diese Saison zum Teil heftig in der Kritik, doch nach dem Fehlgriff mit Bill Stewart, gelang ihm mit Tom Pokel mehr als ein Glücksgriff. Pokel bewies, dass der Kader deutlich besser ist, als es die Abschlusstabelle sagt. Der Vertrag mit Jason Dunham wurde um drei Jahre verlängert.

Tom Pokel

In den Gesprächen mit ihm wurde immer wieder klar, dieser Mann lebt Eishockey. Riesengroße Leidenschaft, taktisch ein Fuchs, der immer einen Plan hat. Eine klare Linie, ehrlich, aber – wenn es sein muss – knallhart. Und dabei lässt er sich von niemand auf der Nase tanzen. Er passt von seinem Wesen und seinen Fähigkeiten sehr gut zu den Niederbayern. In seinen früheren Stationen hat er bewiesen, dass er mit kleinem Geld umgehen kann, wenn man ihn lässt. Tom Pokel von Saisonbeginn und mit Mitsprache bei der Kaderzusammenstellung, könnte eine sehr spannende Sache werden. Für einen neuen Vertrag hat sich aber auf jeden Fall empfohlen.

Rob Leask

Das war seine dritte Saison bei den Tigers. Der einzige Grund warum keine vierte folgen sollte, wäre ein besseres Angebot von einem anderen Club. Zwischenzeitlich hat er betont, dass er sich für einen Cheftrainerposten bereit fühlt. Allerdings fehlten bisher die Gerüchte, dass er von irgendwo umworben wird. Daher wird Leask wohl auch in der nächsten Saison Co-Trainer in Straubing sein.

Manuel Litterbach

Was man von dem 24-jährigen Torwarttrainer halten soll, ist nicht so ganz klar. Auf der einen Seite natürlich gut, dass Straubing wieder einen Torwarttrainer hat, doch ob er NHL- und DEL-erfahrene Goalies wirklich weiter bringt, sei dahingestellt. Die Frage, wer hier von wem lernt, ist sicher nicht unberechtigt.

Sebastian Vogl

War einer der viel zu oft alleine gelassenen Goalies und hatte in der schlimmsten Phase auch jedes Spiel einen Bock geschossen. Doch gegen Ende der Spielzeit konnte er zeigen, warum man sich für ihn entschieden hat. Sollte das Gerücht stimmen, dass er bei seiner Verpflichtung einen nicht kommunizierten Drei-Jahres-Vertrag unterzeichnet hat, ist sein Verbleib klar. Wenn nicht, spricht aber auch wenig gegen eine Vertragsverlängerung.

James Bettauer

Kein Vergleich zur Vorsaison und größtes Plus sein deutscher Pass. Das Passspiel war nicht sein Freund und die Fehlerquote doch eher hoch. Gegen Ende der Saison half er im Sturm aus, doch für Bettauer dürften die Karten eher schlecht stehen.

Alex Dotzler

Ein Spieler ohne jede Fragezeichen, der insgesamt die stabilste Saison von allen Tigers-Verteidigern spielte. Von ihm weiß man, was man bekommt, daher dürfte man ihn wohl auch nächste Saison in Straubing sehen.

Maury Edwards

Diese Saison geht als ziemlich dunkles Kapitel in seine Vita ein. Er war kaum wiederzuerkennen. Bei ihm läuft es, wenn das Team läuft. Läuft es nicht, will er von Verantwortung nichts wissen. Hat sich diese Saison zu oft versteckt und kämpfte das ganze Jahr mit sich selbst. Insgesamt war er für einen Importspieler deutlich zu schwach. Eine neuerliche Verpflichtung wäre eine große Überraschung.

Colton Jobke

Der einstige Lieblingsschüler von Larry Mitchell hat erstaunlicher Weise statistisch seine beste DEL-Saison gespielt. Das gleicht aber einem Zaubertrick, denn die Zahlen kann man mit dem, was man auf dem Eis gesehen hat, nicht wirklich verbinden. Sein Faustpfand ist der deutsche Pass. Dazu ist er erst 25 Jahre alt und daher scheint eine Weiterverpflichtung nicht völlig abwegig.

Sam Klassen

Nach seiner Auszeit zeigte er in Straubing, dass er ein sehr brauchbarer Stay-at-Home-Verteidiger ist. Klassen kennt keine Freunde, wenn es drauf ankommt. Anfangs hatte er Mühe, sich auf dem Eis zurechtzufinden, doch vor allem unter Pokel ging es klar bergauf. Sam Klassen wäre eigentlich eine Weiterverpflichtung wert, doch man munkelt, dass er seine Laufbahn beendet und er zurück auf die ziemlich große Farm seines Vaters geht.

Max Renner

Der Rosenheimer war als Verteidiger eingeplant, doch zwischenzeitlich wurde er aus Personalmangel zum Stürmer umfunktioniert. Das spielte er auch früher im Nachwuchs und machte das auch jetzt ganz passabel. Damit stellte er seine Allrounder-Fähigkeiten unter Beweis. Vorne wie hinten kein Überspieler, aber eben flexibel einsetzbar. Wenn er nicht, wie gerüchteweise zu vernehmen war, bereits einen neuen Vertrag hat, kommt er auf jeden Fall für einen neuen in Frage.

Dyan Yeo

Nach vier Jahren würde ihm ein Wechsel vielleicht gut tun, denn nach dieser Saison wäre das für beide Seiten wohl das Beste. Yeo machte viele Passfehler und beging viele unnötige Fouls. Zudem war er immer wieder am Motzen gegen Schiedsrichterentscheidungen und hatte bei diesen so keinen leichten Stand. Er soll vom ERC Ingolstadt umworben sein, daher deutet viel auf seinen Abschied hin.

Thomas Brandl

Tommy Brandl fand praktisch nie seine Form und spielte seine punkteschlechteste DEL-Saison. Seine Position kann man aus zwei Perspektiven sehen. Zum einen eben die unterirdische Saison, die gegen einen Vertragsverlängerung spricht, zum anderen sind deutsche Center nicht nur im Nationalteam Mangelware, was ihn irgendwo auch wertvoll macht. Dass er kann, hat er schon gezeigt und erste Gespräche verliefen wohl nicht schlecht. Zwischen den Zeilen hörte man Signale, die auf eine Verlängerung hinauslaufen.

Mike Connolly

Ihn ziehen zu lassen, wäre grob Fahrlässig. Der Sturmwusler und Playmaker machte als einer der wenigen konstant seine Punkte und brachte Leistung, die man auch als solche bezeichnen konnte. Bereits in der neutralen Zone ist er ein wertvoller Abfangjäger. Auf ihn hatten sicher auch andere Clubs ein Auge geworfen, doch zu spät, denn er bleibt sicher in Straubing.

Mike Hedden

Für Hedden war es eine Saison zu vergessen. Probleme mit der Puckverarbeitung und mit dem Abschluss zeichneten seinen Weg. Das war zu wenig, sodass der 33-jährige sich wohl auf Jobsuche begeben muss.

Levko Koper

Er war eine Verpflichtung auf den letzten Drücker vor Saisonbeginn. Er war der Spieler, der den Druck unter den Imports aufrechterhalten sollte, wurde durch Ausfälle aber zur Stammkraft. Koper ist kein Torjäger und sonderlich viele Vorlagen hat er auch nicht beigesteuert, aber durch sein Lauf- und Stellungsspiel schafft der27-jährige wichtige Räume. Trotzdem dürfte es wohl eng für ihn werden.

Stefan Loibl

Nur gut, dass Loibl noch einen Vertrag für Straubing hat, denn er dürfte neben dem Mannheimer Phil Hungerecker der meistgejagte junge Deutsche der Liga sein oder demnächst werden. Doch es wird er Tag kommen, an dem er nicht mehr zu halten ist und er bei einem Topteam wie München oder Berlin wieder auftaucht und seinen nächsten Schritt macht.

Kyle MacKinnon

Hat unglaublich stark begonnen und war zu Saisonbeginn bester Tiger, aber hat noch unglaublicher abgebaut und wurde zum Mitläufer. Wann wo und wieso er seine guten Qualitäten verloren hat, ist unklar. Wahrscheinlich aber irgendwo im nicht umsetzbaren System von Stewart. Einzig geblieben ist das starke Laufspiel, das manchmal sogar etwas verschwenderisch ist. Zudem hält Tom Pokel große Stücke auf ihn, daher die Prognose: bleibt Pokel, bleibt auch MacKinnon.

Adam Mitchell

Mitchell übernahm nach der Krankheit von Sandro Schönberger das Kapitänsamt. Doch der sehr sympathische Deutsch-Kanadier ist inzwischen 35 Jahre alt und muss sich langsam aber sicher Gedanken über eine andere Liga machen. Da sich die Tigers auch verjüngen wollen, dürfte der Abschied aus Straubing nahe sein.

Alex Oblinger

Er hat das Potenzial in die Fußstapfen von einigen Fanlieblingen wie Sebastian Osterloh oder René Röthke zu treten, denn „Obi“ ist das lebende Sinnbild der Tigers-Philosophie. Ein harter Arbeiter der keinen Puck und keinen Zentimeter Eis freiwillig abgibt. In der tiefsten Krise war es Oblinger, der die Tore machte und die Straubinger so halbwegs am Leben hielt. Wenn es um Einsatz, Kampf und Leidenschaft geht, ist Oblinger weit vorne dabei. Dieser Oblinger muss gehalten werden.

Sandro Schönberger

Der Kapitän kam diese Saison nur auf 25 Spiele, ansonsten war er erkrankt und musste gegen Saisonende sogar operiert werden. Schönberger hat bei den Tigers einen Vertrag bis 2020 und wird kommende Saison wieder zu einem wichtigen Baustein.

Jeremy Williams

„Willy“ ist kein Anführer, diesen Job müssen andere machen. Doch er ist für Tore gut. Im Sommer stellte er seine Ernährung um und kam vielleicht auch dadurch komplett aus dem Tritt. Seit Weihnachten hat er das wieder zurückgestellt und plötzlich lief es wieder. Der Mann mit den ausgezeichneten Händen kam gegen Saisonende immer besser in Schwung und wurde wohl auch deshalb mit einem neuen Vertrag ausgestattet. Zur Belohnung darf er die Saison in Schweden beenden.

Steven Zalewski

Die Vorsaison war nach eigener Aussage die schlechteste seiner Laufbahn. Mit zwei zugedrückten Augen und die Hoffnung auf Besserung hatte er einen neuen Vertrag bekommen, doch es änderte sich nichts. Auch wenn er lange verletzt war, konnte er kaum Argumente für eine weitere Verlängerung sammeln.

Mike Zalewski

Der kleine Bruder von Steven hat das eine oder andere Mal sein Potenzial aufblitzen lassen und konnte als einer von wenigen überzeugen. Zwischendurch überraschte er auch mit trickreichen und unvorhersehbaren Aktionen. Er ist auf alle Fälle jemand, den man behalten sollte.


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