Laurin Braun dreht auf!

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Aktuell sorgte der jüngere Bruder von Eisbären-Verteidiger Constantin Braun in der European-Trophy für Furore. Beispielsweise als ihm im Spiel gegen Valerenga Oslo ein Hattrick gelang. Hockeyweb-Redakteur Oliver Koch sprach mit Laurin Braun über eben jenem Erfolg, seinem Weg nach Berlin und wer nicht mit in sein Bett darf.

Wie fühlen Sie sich nach dem ersten großen Erfolg mit dem Gewinn der European-Trophy?

Der Erfolg war natürlich großartig. Aber im Endeffekt müssen wir jetzt erst einmal auf die Saison schauen. Wir können zwar stolz auf unseren Sieg sein, haken ihn aber jetzt ab und müssen uns auf das Spiel gegen Hannover heute konzentrieren.

Mit vier Toren hatten Sie bei der European-Trophy überzeugt. Glauben Sie, dass sie den Durchbruch ins Eisbären-Team geschafft haben? In der letzten Saison waren Sie doch meist als Förderlizenzspieler bei den Dresdner Eislöwen aktiv.

Ich glaube nicht. Es wird sicher Höhen und Tiefen geben. Natürlich hängt es auch davon ab, wie die Verletzten wieder fit werden. Dann werde ich auch sicher wieder in der vierten Reihe spielen. Aber das ist egal. Hauptsache ich kann immer weitermachen!

Momentan haben sie ja mit Denis Pederson einen erfahrenen Spieler in der Angriffsreihe an ihrer Seite. Gibt das einem die Sicherheit, welche sich letztendlich in Leistung widerspiegelt?

Ja klar. Man geht viel lockerer in das Spiel wenn man weiß, da zwei sind die dir helfen und noch sehr gut sind. Da weißt du, dass wenn man einen Fehler macht, die beiden einem schon helfen. Und natürlich dreht man auch selber etwas mehr auf, weil man denen ja auch etwas auflegen will.

Wird es für Sie in der aktuellen Spielzeit ein Pendeln zwischen Crimmitschau und Berlin geben?

Momentan bin ich erst einmal in Berlin. Wie gesagt, ich muss erst einmal schauen was ist, wenn das Team wieder komplett ist. Oder wenn ich mich verletze und mich wieder aufbauen muss, dann gehe ich nach Crimmitschau. Es gibt also mehrere Optionen.

Gependelt sind Sie auch im Jugendbereich zwischen Mannheim und Berlin.

Ja, ich kam von den Jungadlern und spielte dann in Berlin bei den Schülern. Auch deswegen, weil mein Bruder Constantin gerade zu den Eisbären gewechselt war. Hier habe ich dann die Schule besucht, weil diese auch ins Eishockey integriert wurde. Danach bin ich wieder nach Mannheim, weil die Ausbildung dort doch super ist. Danach bekam ich von den Eisbären das Angebot, in der Deutschen Nachwuchsliga und der Oberliga zu spielen. Vor allem die Oberliga reizte mich, da dies wieder eine Klasse höher war. Seitdem bin ich hier und habe die weiteren Stufen 2.Bundesliga und DEL genommen.

Und wie schaut es mit den weiteren Zielen aus? Thema NHL?

Ja klar. Ich glaube, in die NHL will jeder!

Gab es denn schon Kontakte in diese Richtung?

Es gab noch keine Kontakte. Ich lass auch alles auf mich zukommen.

Kommen wir noch einmal kurz auf die European-Trophy zu sprechen: Überall, sei es noch in Salzburg aber auch am Berliner Flughafen hat man Sie nach dem Gewinn mit dem Pokal gesehen.

Ja, wir hatten nach dem Finale in der Hotel-Lobby noch etwas gefeiert und plötzlich stand er so ganz alleine da. Da habe ich ihn natürlich mit auf mein Zimmer genommen.

Wie schläft es sich denn mit so einem Pokal?

Eigentlich ganz normal.

Mal ehrlich, war der Pokal auch mit im Bett?

Nein, er stand daneben! Im Bett wäre es sicher etwas unbequem geworden.