Landesderby am NeujahrstagMannheim – Schwenningen 5:2 (1:0, 1:1, 3:1)

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Unterschiedlicher konnte die Ausgangslage nicht sein: Mannheim als unangefochtener Tabellenführer gegen den 13. der Tabelle, Schwenningen. Ein möglicher Sieg der Auswärtsmannschaft wurde genährt von dem Credo „Derby Siege haben einen eigenen Charakter“ sowie der Niederlage der Adler in Schwenningen.

Und obwohl die Schwenninger im ersten Drittel auch vom Schiedsrichter Duo Aicher/Brill tatkräftig unterstützt wurden – die beiden hatten einen Powerplay-Treffer der Adler in der 10. Minute wegen Torraum-Abseits nach Video-Studium unberechtigterweise nicht anerkannt – gelang Schwenningen keine weitere Überraschung.

Mannheim drückte (18:7 Schüsse), Schwenningen verteidigte kämpferisch mit Mann und Maus. In der 17. Minute fiel es dann, das längst fällige Führungstor für die Adler. Eine Traumkombination von Frank Mauer und Jochen Hecht schloss Christoph Ullmann mit dem Führungstor ab.

Im Mittelabschnitt brachten sich die Adler selbst in Schwierigkeiten. Sie glänzten mit Unkonzentriertheiten in der Defensive und kompliziertem Spiel. Eine Folge war der Ausgleich für Schwenningen durch Mirko Sacher (24.), der einen kapitalen Abspielfehler der Adler im eigenen Drittel nutzte und entsprechend seines Nachnamens die Scheibe sehenswert an Adler-Torhüter Youri Ziffzer vorbei ins Netz schoss. Das brachte Schwenningen noch mehr ins Spiel – zumindest bis zur 28. Minute, als Mirko Höfflin einen von Martin Buchwieser geblockten Schuss aufnahm und den Puck ebenso sehenswert an Schwenningens Goalie Dimitri Pätzold vorbei zu erneuten Führung einnetzte. Sicherheit gab das den Adlern erst mal nicht, das Spiel stand weiterhin auf der Kippe. Die Wild Wings setzten Nadelstiche durch Breaks, ermöglicht durch das zwar schön anzuschauende aber ineffektive  Kombinationsspiel der Adler. Das will heißen, die Mannheimer konnten keinen Ertrag aus ihrer Feldüberlegenheit ziehen.

Erst allmählich bekamen die Adler das Spiel in den Griff, unterstützt durch die Schiedsrichter, die nach ihrer kapitalen Fehlentscheidung aus dem Anfangsdrittel nichts mehr gegen die Adler entschieden. Kurz flackerte die Hoffnung der Wild Wings noch einmal auf, als Kyle Greentree in der 48. Minute nach feiner Kombination mit Ashton Rome und Daniel Hacker das Spiel ausglich. Aber spätestens nach der Antwort von Frank Mauer (er lieferte heute ein drei Punkte Spiel ab) zum 3:2 eine knappe Minute später, war die Messe gelesen. Die Wild Wings ließen jetzt deutlich nach, die Adler erhöhten zudem die Schlagzahl und kamen durch Sinan Akdag im Powerplay zum vierten Treffer des Abends. Frank Mauer setzte mit dem 5:2 ins verwaiste Schwenninger Tor den Schlusspunkt.

Tore:
1:0 (14:54) Ullmann (Hecht, Mauer)
1:1 (23:07) Sacher
2:1 (27:36) Höfflin (Joudrey, Bittner)
2:2 (47:34) Greentree (Hacker, Caldwell)
3:2 (48:28) Mauer (Richmond, Ullmann)
4:2 (55:58) Akdag (PP1, Metropolit, Wagner)
5:2 (59:32) Mauer (EN, Arendt)

Strafen: Mannheim 2 Schwenningen 22
Schiedsrichter: Aicher, Brill
Zuschauer: 11.657