Lance Nethery: „Brauchen mehr Intensität, wenn wir Freitag gewinnen wollen“

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An den drei Rückkehrern im Team der Eisbären, Denis Pederson, Steve Walker und Sven Felski, mochte Lance Nethery die deutliche 1:4-Niederlage seiner DEG Metro Stars dann doch nicht festmachen: „Wir spielen gegen die Eisbären, nicht nur gegen diese drei, auch wenn sie herausragende Spieler in der Liga sind. Gegen Hamburg haben sie auch ohne sie gewonnen.“ Nethery sah anderswo die Ursache: „Die Eisbären haben die Zweikämpfe von Beginn an besser angenommen und die meisten gewonnen. Wenn wir am Freitag gewinnen wollen, brauchen wir vor allem mehr Intensität in unserem Spiel.“ Die Frage, ob die Pause sich jetzt doch als Nachteil für seine Mannschaft erwiesen habe, konterte Nethery trocken mit der Bemerkung: „Schönen Dank für die Ausrede!“

Eisbären-Coach Don Jackson war sorgsam umgegangen mit der Einsatzzeit für seine noch angeschlagenen Schlüsselspieler. Vor allem in Überzahl kamen sie zum Zuge. Jackson konnte sich allerdings auch sicher sein, dass auf alle anderen Spieler im Team Verlass sein würde. Zum Beispiel einmal mehr auf André Rankel, der jeden Check zu Ende fuhr und stets geschickt zwischen Vorwärts- und Rückwärtsgang wählte. Oder auf Constantin Braun, den Schützen zum glänzend heraus gespielten zweiten Berliner Treffer. Der gebürtige Lampertheimer gab an der Seite des ebenfalls wieder überzeugenden Routiniers Brandon Smith eine weitere Kostprobe seiner Vielseitigkeit. Sie alle fügten sich ein in eine Eisbärenmannschaft, die geduldig ihren Plan verfolgte, zwingend nach vorn spielte, ohne wie so oft in der Vorrunde die Defensivarbeit zu vernachlässigen. Nationalstürmer Sven Felski brachte es auf den Punkt: „Heute hat man gesehen, was für eine große Tiefe wir im Kader haben.“

Phasenweise hatten die Rheinländer reichlich Schwierigkeiten, sich aus der Umklammerung der Eisbären zu befreien und Jamie Storr alle Hände voll zu tun, sein Team im Spiel zu halten. „Wir wussten“, erklärte DEL-Verteidiger des Jahres Deron Quint, „dass sie einen Torhüter haben, der sehr gut drauf ist. Aber auch, dass unsere Chancen kommen würden, die wir nutzen müssen. Es war uns klar, diese Serie durften wir keinesfalls so schlecht beginnen wie die gegen Hamburg. Storr war heiß, aber wir haben ihn weich gekriegt.“ Zur Bedeutung der Comebacks von Walker, Pederson und Felski sagte Quint: „Sie wieder dabei zu haben, gab der ganzen Mannschaft einen neuen Impuls.“ - Mit zwei Vorlagen von Steve Walker und dem wichtigen Führungstor durch Denis Pederson fällt der Anteil der Rückkehrer zum Sieg der Eisbären letztlich wohl doch etwas größer aus, als von Gästetrainer Nethery eingestanden.

Am Freitag (19.30 Uhr) stehen sich beide Teams im ISS Dome in Düsseldorf in Spiel 2 der Halbfinalserie gegenüber. Was ist aus Sicht der Eisbären zu tun, um dort zu bestehen? „Wir sollten weiter hauptsächlich auf uns schauen“, meint Sven Felski, „und dort weitermachen, wo wir heute aufgehört haben.“ Deron Quint ergänzt: „Wenn Rob Zepp weiter so hält wie bisher, wir wieder geduldig spielen und uns genug Chancen erarbeiten, dann können wir auch in Düsseldorf gewinnen.“ Trainer Don Jackson hielt sich nicht lange auf mit dem ersten Sieg, dachte schon weiter: „Wir haben heute vieles richtig gemacht und müssen das Freitag wieder. Nur das nächste Spiel ist wichtig!“ (mac/ovk)    

Foto by City-Press: Steuerte zwei Vorlagen zum ersten Sieg bei: Eisbären-Kapitän Steve Walker 

  


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