Lada Cup: Labbé hält Panther lang im Rennen

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Eine zweite Lehrstunde in Sachen russisches Eishockey wollten sich die Augsburger Panther am Freitagabend im Rahmen des Lada-Cups nicht erteilen lassen. Lada Togliatti hieß der Gegner und am Ende war das Ergebnis mit 0:1 nach Penaltyschießen ziemlich knapp. In der Partie am Nachmittag hatten die Nürnberg Ice Tigers mit 3:2 gegen Khimik Voskresensk die Oberhand behalten.

Gleich auf drei der Neuzugänge musste Panther-Coach Benoit Laporte am Abend verzichten: John Jakopin trägt nach einer Handgelenksverletzung für mindestens eine Woche Gips, Ernie Hartlieb hatte sich im Spiel am Mittwoch den Daumen mehrfach gebrochen und Pascal Appel laboriert am Knie. Möglicherweise fallen letztere beiden für länger aus. Dafür war Torhüter Jean-Francois Labbé gegen seinen früheren Arbeitgeber wieder mit an Bord.

Die erste Strafzeit nach wenigen Sekunden gegen Manuel Kofler überstanden die Panther zwar unbeschadet, doch machte Lada Togliatti von Beginn an viel Druck und brachte die Hausherren mehrfach in ernste Schwierigkeiten. Bis zum ersten gefährlichen Schuss auf das Tor der Russen dauerte es dagegen bis zur 14. Spielminute. Dass es nach dem ersten Drittel immer noch 0:0 stand, war aus in erster Linie einem gut aufgelegten Labbé zu verdanken. Selbst als die Gäste anfangs des Mittelabschnittes minutenlang mit zwei Mann mehr auf dem Eis waren, ließ sich der Augsburger Schlussmann nicht bezwingen. Immerhin gelang es den Panthern nun, die technischen und spielerischen Vorteile der Gäste durch kämpferischen Einsatz etwas auszugleichen, ohne allerdings aus den wenigen eigenen Chancen – beispielsweise nach der Spieldauerstrafe gegen Oleg Belkin wegen eines Stockschlages - Kapital schlagen zu können. So blieb dann auch das zweite Drittel torlos.

Danach übernahmen die Hausherren mehr und mehr das Kommando, nicht zuletzt, weil Togliatti immer wieder in Unterzahl agieren musste. Erst in den Schlussminuten gelang es den Gästen, den Druck wieder deutlich zu erhöhen, doch zu einer Entscheidung in der regulären Spielzeit reichte es nicht mehr. Obwohl die Panther in der folgenden Verlängerung kaum mehr aus ihrem Drittel herauskamen, konnten sie sich am Ende ins Penaltyschießen retten. Dort setzten sich die technisch beschlageneren Russen dann durch, weil nur Rick Girard verwandeln konnte, während auf Seiten von Togliatti zwei Schützen erfolgreich waren. (mor)

Strafzeiten: Augsburger Panther 20, Lada Togliatti 17 + 20 Belkin

Tor: (0:0 / 0:0 / 0:0 / 0:1)

0:1 (60:00) Kazionov ( Penalty )

Zuschauer: 1578

Schiedsrichter: Gerhard Lichtnecker, Rosenheim