Kurioses Tor entscheidet Spiel zwischen Iserlohn und StraubingDEL kompakt

Chad Costello erzielte das umstrittene Tor für die Iserlohn Roosters. (Foto. dpa/picture alliance)Chad Costello erzielte das umstrittene Tor für die Iserlohn Roosters. (Foto. dpa/picture alliance)
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EHC Red Bull München – Eisbären Berlin 4:1 (1:0, 3:1, 0:0)

Zum dritten und letzten Teil von Münchens Hockey HALLEluja kamen die Eisbären per Sonderzug. Beide Teams hatten es eilig, denn es war ein Spiel mit nur wenigen Unterbrechungen. Münchens Drittelführung ging dann auch noch zu großen Teilen auf die Berliner. Der Hauptstadtclub hatte Überzahl, verliert die Scheibe aber beim Wechsel. Das war ein gefundenes Fressen für den Meister. Weitere Chancen gab es, doch mit Danny aus den Birken und Pertri Vehanen standen zwei Könner ihres Faches im Tor. Zunächst war nicht besonders viel los im zweiten Drittel, doch dann hatte Berlin doppelte Überzahl und somit die große Chance auf den Ausgleich. Vielleicht waren das die entscheidenden Minuten im Spiel, denn Berlin blieb zu harmlos und München überstand die Phase. Als Red-Bull-Kapitän Michi Wolf nachlegte, konnten die Eisbären wenig später noch reagieren. Doch gerade als Berlins Jubel über den  Anschluss verhallt war, trafen schon wieder die Oberbayern. Kurz vor der zweiten Pause machten die Hausherren in Überzahl auch noch das Tor zur Vorentscheidung. Im Schlussdrittel wollten die Teams den Fans keine weiteren Tore mehr schenken, doch am klaren Sieg der Oberbayern war ohnehin nicht mehr zu rütteln.

Tore: 1:0 (5:35/SH) Keith Aucoin (Steve Pinizzotto), 2:0 (30:09) Michael Wolf (Patrick Hager, Yannic Seidenberg), 2:1 (31:04) Daniel Fischbuch (Marcel Noebels), 3:1 (32:58) Patrick Hager (Yannic Seidenberg), 4:1 (38:11/PP) Frank Mauer (Yannic Seidenberg, Dominik Kahun). Zuschauer: 10.000.

Thomas Sabo Ice Tigers – ERC Ingolstadt 2:1 n.V. (1:0, 0:1, 0:0, 1:0)

Nach 20 Minuten mussten sich die Schanzer die Augen reiben, denn das Ergebnis stellte den Spielverlauf auf den Kopf. Ingolstadt war klar die tonangebende Mannschaft, doch ein  wunderschöner Spielzug reichte den Franken um die Führung zu markieren. Im Prinzip verlief das zweite Drittel ähnlich. Nürnberg eher in einer Auswärtstaktik auf Konter lauernd. Der ERC wurde jedoch nicht vom Glück verfolgt, doch ein paar Minuten vor dem zweiten Pausentee sollte es klappen und der völlig verdiente Ausgleich war geschafft. Im Schlussdrittel hatten beide Teams die Chance das Spiel zu entscheiden, doch keine Mannschaft tat das. Somit fielen Überstunden an. Hier dauerte es knapp drei Minuten und Nürnberg sicherte sich den letzten Punkt in einer insgesamt umkämpften Partie.

Tore: 1:0 (8:05) David Steckel (Patrick Reimer, Yasin Ehliz), 1:1 (37:06) Kael Mouillierat (Darin Olver, Greg Mauldin), 2:1 (62:41) David Steckel (Yasin Ehliz, Patrick Reimer). Zuschauer: 7672.

Iserlohn Roosters – Straubing Tigers 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)

Für die Straubinger im Jagdmodus bestand nach einer gefühlten Ewigkeit wieder die Chance, den letzten Tabellenplatz zu verlassen. Tore gab es im ersten Drittel aber keine. Beide Teams eher im Lauermodus unterwegs, daher fehlten auch die ganz großen Chancen. Viel mehr bot das zweite Drittel. Beide Teams wollten nun die Führung einfahren. Dies gelang den Niederbayern mit einem Distanzschuss von Sam Klassen. Doch auch den Ausgleich müssen sich die Gäste zu Teilen selbst zuschreiben. Überzahl für Iserlohn, doch die Straubinger witterten eine Chance auf den Shorthander. Das klappte nicht und mit einem Mann zu tief stand man zu offen. Kein typisches Überzahltor, doch das störte niemanden im Rooster-Lager. Im Schlussabschnitt war dann Pfeffer in der Partie. Denn es gab eines der kuriosesten Tore der Saison. Straubings Goalie Basti Vogl verliert nach einem Zusammenprall seinen Helm, doch das Spiel läuft weiter und Chad Costello netzt aus Zentimetern ein. Doch so richtig wild wurde es erst im Nachgang. Straubinger Spieler reklamierten bei Schiedsrichter Stephan Bauer, doch der wollte zunächst nicht mal zum Videobeweis gehen und gab den Treffer. Mike Hedden beschwerte sich wohl zu lautstark und flog dafür vom Eis. Nach einer gefühlten Ewigkeit ging Stephan Bauer doch zum Video und bestätigte seine Entscheidung. Die Tigers immer noch außer sich. Wenig später verlor auch Iserlohns Sebastian Dahm seinen Helm, Austin Madaisky netzt ein – doch diesmal kein Tor. Verzweifelte Straubinger rannten an, waren aber immer noch nicht zu beruhigen. Nun bekam Coach Tom Pokel eine Strafe und den Niederbayern lief die Zeit davon. Nach der Partie sagte Straubings Goalie Basti Vogl bei den Kollegen der Telekom, man habe vor der Saison klar angesprochen, dass genau diese Situationen sofort abgepfiffen werden und meinte weiter: „Das geht in der NHL nicht, das geht in keiner Liga, aber bei uns geht das anscheinend.“ So muss man den Iserlohner Sieg am Ende als glücklich bezeichnen.

Tore: 0:1 (24:51) Sam Klassen (Alex Oblinger, Levko Koper), 1:1 (27:59/PP) Chris Brown (Louie Caporusso (Johan Larsson), 2:1 (42:05) Chad Costello (Sasa Martinovic). Zuschauer: 4967.

Kölner Haie – Adler Mannheim 5:0 (2:0, 2:0, 1:0)

Mannheim kam gut in die Partie, blieb aber trotzdem ungefährlich. Mit einer Ausnahme, als Gustaf Wesslau gegen Marcel Goc alles geben musste. Köln hingegen nutzte gleich die erste echte Chance. Über den zweiten Kölner Torschützen schieden sich die Geister. Neuzugang Bill Thomas zog ab, doch war Ryan Jones noch dran? Unter dem Strich egal, Hauptsache ein Tor. Mannheim auch unter Bill Stewart alles andere als eine Macht und nicht zwingend. Köln nahm diese Schwäche dankend an und legte auch dank nun spielerischer Überlegenheit zwei weitere Tore nach. Im Schlussabschnitt war nach dem 5:0 der Kölner die Luft raus. Danach tauschten nur noch Sebastian Uvira und ein deutlich frustrierter David Wolf die Fäuste. Dafür gab es für beide reichlich Minuten, reichlich Punkte gab es nur für Köln.

Tore: 1:0 (7:23) Christian Ehrhoff (Blair Jones, Justin Shugg), 2:0 (11:11/PP) Bill Thomas (Fredrik Eriksson, Philip Gogulla), 3:0 (27:01) Ben Hanowski (Justin Shugg, Blair Jones), 4:0 (32:01) Sebastian Uvira (Alexandre Bolduc, Fredrik Eriksson), 5:0 (43:21) Philip Gogulla (Felix Schütz, Corea Potter). Zuschauer: 13.240.

Fischtown Pinguins Bremerhaven – Krefeld Pinguine 6:2 (3:1, 1:1, 2:0)

An der Nordsee kam es zum Duell zwischen den zurzeit schwächsten Teams der Liga. Denn Bremerhaven kam mit sieben Niederlagen in Folge in die Partie und Krefeld konnte von den letzten zehn Spielen nur zwei gewinnen. Bereits nach 49 Sekunden gingen die Hausherren in Führung. Ausgangspunkt war ein schicker Pass von Wade Bergman. Dann war das Spiel für Krefelds Martin Ness beendet. Er checkte Kevin Lavallée in die Bande und musste mit einer 5+Spieldauer zum Duschen. Zudem wanderte Tim Miller auf die Sünderbank und die Pinguins hatten 1:30 Minute doppelte Überzahl und wusste das zu nutzen. Kurz vor der ersten Pause wurde es nochmal wild. Krefeld kam in Überzahl und nach einem langen Videobeweis auch auf die Uhr, doch nur Sekunden Später legte das Heimteam wieder nach. Im Mitteldrittel jagten die Krefelder dem Rückstand hinterher und wurden führ belohnt. Doch erneut dauerte es nur wenige Augenblicken, bis Bremerhaven erneut nachlegen konnte. Damit waren die Gäste gebrochen. In der Folge leisteten sich beide Teams die eine oder andere Strafe, so dass der Spielfluss immer wieder verloren ging. Spätestens mit dem Unterzahltreffer von Rylan Schwarz war die Musik gespielt. Danach waren die Hausherren im Schongang unterwegs, doch selbst das brachte für die Gäste keinen Vorteil. Im Gegenteil, gut fünf Minuten vor der Sirene legten die „Fischköppe“ nochmal nach. Damit endete Bremerhavens Niederlagenserie gegen schwache Krefelder.

Tore: 1:0 (0:49) Mike Hoeffel (Wade Bergman), 2:0 (6:41/PP2) Chris Rumble (Chad Nehring, Jan Urbas), 2:1 (19:08/PP) Marcel Müller (Dragan Umicevic, Nick St-Pierre), 3:1 (19:41) Jan Urbas (Chad Nehring, Kris Newbury), 3:2 (24:51) Justin Feser (Nick St-Pierre), 4:2 (25:42) Jason Bast (Jordan George, Cody Lampl), 5:2 (41:25/SH) Rylan Schwarz , 6:2 (55:44/PP) Marian Dejdar (Chris Rumble, Kris Newbury). Zuschauer: 4647.

Augsburger Panther – Grizzlys Wolfsburg  5:3 (3:1, 2:0, 0:2)

Augsburg überrollte die Wolfsburger im ersten Drittel. Das entschiedene Körperspiel der Schwaben war nichts für die Grizzlys. Doch die Panther glänzten durchaus auch spielerisch und so war das zwischenzeitliche 3:0 auch verdient. Fabio Pfohl brauchte schon einen Penalty, um für Wolfsburg den Anschluss zu erzielen. Den aber verwandelte er souverän. Unterirdisch wäre noch hoch gegriffen, meinten die Wolfsburger nach dem zweiten Abschnitt selbst. Augsburg legte zwei Tore nach und war vom eigenen Spiel berauscht, gegen das die Niedersachsen kein Mittel fanden. Außer dem Bemühen war wenig Positives zu verzeichnen und wenn doch, war Olivier Roy ein starker Augsburger Rückhalt. Im letzten Spielabschnitt zeigten sich die Fuggerstädter aber zu passiv und so kamen die Niedersachsen doch noch zurück in die Partie. Mit zwei Treffern von Kris Foucault wurde diese am Ende nochmal richtig spannend. So spannend, das Coach Mike Stewart in Führung liegend die Auszeit nahm. Doch das Aufbäumen der Grizzlys sollte nicht mehr belohnt werden.

Tore: 1:0 (3:40) Matt White (Trevor Parkes, Scott Valentine), 2:0 (11:56/PP) Daniel Schmölz (Thomas Holzmann, Drew LeBlanc), 3:0 (16:03) Jaroslav Hafenrichter (Michael Davies, Olivier Roy), 3:1 (16:36/PS) Fabio Pfohl, 4:1 (24:12) Matt White (Trevor Parkes, Drew LeBlanc), 5:1 (33:58) Michael Davies (Steffen Tölzer), 5:2 (45:28) Kris Foucault (Stephen Dixon, Philip Riefers), 5:3 (51:20) Kris Foucault (Armin Wurm, Christoph Höhenleitner). Zuschauer: 5086.

Schwenninger Wild Wings – Düsseldorfer EG  4:2 (1:0, 2:2, 1:0)

Das vierte Auswärtsspiel der DEG in Folge führte sie an den Neckarsprung und dort lieferten sie sich ein enges Duell im Eröffnungsdrittel. Schwenningen brauchte eine Überzahl, um in Führung zu gehen. Im Mitteldrittel war einiges geboten. Neben vier Toren, auf jeder Seite zwei, gab es Streicheleinheiten satt. Die Partie insgesamt aber nach wie vor offen. Im letzten Drittel war das Spiel von Strafen dominiert, was den Gästen mehr schadete, da sie ja aufholen mussten. Die Entscheidung fiel dann ebenfalls im Powerplay, als John Henrion und Daniel Weiss zusehen mussten, machte Kalle Kaijomaa einen Strich unter die Partie.

Tore: 1:0 (14:24/PP) István Bartalis (Markus Poukkula, Stefano Giliati), 2:0 (21:02) Mirko Höfflin (Damien Fleury, Kyle Sonnenburg), 2:1 (26:09) Bernhard Ebner (Eduard Lewandowski, Darryle Boyce), 3:1 (34:29) Simon Danner, 3:2 (Marco Nowak (Eduard Lewandowski, Manuel Strodel), 4:2 (42:27/PP2) Kalle Kaijomaa (Will Acton, Andreé Hult). Zuschauer: 6215.


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