Kurioses Siegtor für den MeisterDEL kompakt

Bitter für Joey MacDonald: Der Schwenninger Goalie machte ein starkes Spiel, kassierte aber ein unglückliches Gegentor zur 0:1-Niederlage in Mannheim. (Foto: Imago)Bitter für Joey MacDonald: Der Schwenninger Goalie machte ein starkes Spiel, kassierte aber ein unglückliches Gegentor zur 0:1-Niederlage in Mannheim. (Foto: Imago)
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Die Fans waren heiß auf den Saisonstart – ganz offensichtlich. Dreimal, in Köln, Mannheim und Berlin, waren die Zuschauerzahlen am ersten DEL-Spieltag fünfstellig. In der Domstadt kamen gar über 18.000 Fans.

Augsburger Panther – Krefeld Pinguine 3:5 (0:3, 3:2, 0:0)

Nach rund der Hälfte der Spielzeit sah das Ganze nach einem üblen Fehlstart für die Augsburger Panther aus. Die Gäste vom Niederrhein führten bereits mit 5:1. Da war Adrian Grygiels Tor zunächst kaum mehr als Kosmetik. Kurios allerdings: Nach 30 Sekunden im zweiten Drittel traf Andreas Driendl zum 4:0, nur 14 Sekunden später verkürzte Grygiel, ehe Robin Weihager wieder nur 21 Sekunden später auf 5:1 für Krefeld stellte. Dann aber kamen die Panther doch noch im Spiel an, verkürzten bis zur zweiten Pause aus 3:5. Es war wieder mehr Spannung in der Partie – aber dafür keine Tore mehr. Krefeld brachte den Sieg nach Hause.

Tore: 0:1 (3:50) Thomas Supis (Oliver Mebus), 0:2 (5:45) Norman Hauner (Robin Weihager/5-4), 0:3 (8:33) Nicolas St-Pierre (Jeffrey Szwez, Robin Weihager/5-4), 0:4 (20:30) Andreas Driendl (Kyle Sonnenburg, Herberts Vasiljevs), 1:4 (20:44) Adrian Grygiel (Jonathan Matsumoto, Benjamin Hanowski), 1:5 (21:05) Robin Weihager (Yared Hagos), 2:5 (34:10) Michael Iggulden (Braden Lamb/5-4), 3:5 (37:34) Derek Dinger (Ivan Ciernik). Strafen: Augsburg 14, Krefeld 14. Zuschauer: 5219.

Adler Mannheim – Schwenninger Wild Wings 1:0 (0:0, 0:0, 1:0)

Meister gegen Letzter. Eine klare Sache? Von wegen! Wie so oft an ersten Spieltagen können die Kleinen die Großen schonmal ärgern. Und die Gäste aus dem Schwarzwald hielten gut mit, wobei sich die Adler einige gute Chancen erspielten. Dennoch stand lange Zeit das torlose Remis, auch weil die Adler schon in der dritten Minuten einen Penalty vergaben. Unfassbar dann das 1:0 für den Meister: Ryan MacMurchy zog einfach mal ab. Die Sicht war für Wild-Wings-Goalie Joseph MacDonald, der ein starkes Spiel machte, verdeckt. Er konnte den Schuss nur nach oben abwehren – doch der Puck fiel in hohem Bogen über ihn hinweg ins Tor (44.). Ein gutes Spiel der Wild Wings, die selbst ebenfalls Chancen hatten, in Führung zu gehen.

Tor: 1:0 (44:52) Ryan MacMurchy (Mathieu Carle, Sinan Akdag). Strafen: Mannheim 12, Schwenningen 12. Zuschauer: 13.382.

Kölner Haie – EHC Red Bull München 3:2 (1:1, 0:0, 1:1, 1:0) n.P.

Köln und München werden gerne als Kandidaten genannt, die den Adlern den Weg zur Titelverteidigung verbauen könnten. Das Topduell zum Saisonstart war eine ausgeglichene Sache. Nach knapp zehn Minuten brachte Jason Jaffray die Münchner, die so gut in die CHL gestartet sind, in Führung. Doch die Gastgeber schlugen zurück und glichen durch Philip Gogulla aus. Nur 27 Sekunden nach Beginn des Schlussabschnitts besorgte Johannes Salmonsson die erste Haie-Führung der Saison; doch in der 50. Minute glich Steve Pinizzotto aus – und damit ging es auch gleich erstmals in die Verlängerung. Die blieb torlos: So entschied Fredrik Eriksson das Spiel für den KEC im Penaltyschießen.

Tore: 0:1 (9:40) Jason Jaffray (Mads Christensen), 1:1 (13:04) Philip Gogulla (Sebastian Uvira, Moritz Müller), 2:1 (40:27) Johannes Salmonsson (Fredrik Eriksson), 2:2 (49:02) Steve Pinizzotto (Jeremy Dehner, Keith Aucoin), 3:2 (65:00) Fredrik Eriksson (entscheidender Penalty). Strafen: Köln 8, München 16. Zuschauer: 18.243

Eisbären Berlin – Thomas Sabo Ice Tigers 5:2 (1:1, 2:0, 2:1)

Patrick Reimer war der Mann, der auf Nürnberger Seite dafür sorgte, dass sein Team im Spiel blieb. Barry Tallacksons Führungstreffer glich Reimer in Überzahl aus. Und nachdem Darin Olver und Bruno Gervais auf 3:1 für Berlin erhöht hatten, brachte der Ice-Tigers-Stürmer die Gäste in Unterzahl kurz nach Beginn des Schlussabschnitts auf 2:3 heran. Ein anderer Doppeltorschütze sorgte dann aber dafür, dass sich die Eisbären über einen Auftaktsieg freuen konnten: Florian Busch traf zum 4:2 (53.) und stellte per Empty-Net-Goal auch den 5:2-Endstand her (59.).

Tore: 1:0 (7:20) Barry Tallackson (Marcel Noebels), 1:1 (10:21) Patrick Reimer (Brandon Segal, Yasin Ehliz/5-4), 2:1 (23:28) Darin Olver (Jonas Müller, Bruno Gervais), 3:1 (36:51) Bruno Gervais (André Rankel/5-4), 3:2 (41:08) Patrick Reimer (Yasin Ehliz, David Printz/4-5), 4:2 (52:11) Florian Busch (Petr Pohl), 5:2 (58:48) Florian Busch (André Rankel/ENG). Strafen: Berlin 12, Nürnberg 10. Zuschauer: 11.720.

Grizzlys Wolfsburg – Düsseldorfer EG 2:0 (0:0, 1:0, 1:0)

Wenige Tore in Wolfsburg: Zwar hat die DEG durch die Champions Hockey League bereits Wettkampferfahrung, doch es waren die Niedersachsen, die in Führung gingen: Sebastian Furchner erzielte den ersten Saisontreffer der Grizzlys in der 24. Minute. Dabei blieb es bis 30 Sekunden vor dem Ende. Dann traf Mark Voakes ins leere Düsseldorfer Tor.

Tore: 1:0 (23:46) Sebastian Furchner (Tyler Haskins), 2:0 (59:30) Mark Voakes (Gerrit Fauser, Robert Bina). Strafen: Wolfsburg 12, Düsseldorf 18. Zuschauer: 2760.

Hamburg Freezers – ERC Ingolstadt 4:2 (2:0, 1:1, 1:1)

Die Hamburg Freezers erwischten den eindeutig besseren Start. Nachdem Nicolas Krämmer in Überzahl getroffen hatte, erhöhte Kevin Schmidt drei Minuten später auf 2:0. Als Marcel Müller das 3:0 gelang (33.), schienen die Hanseaten auf der Siegerstraße zu sein – doch der Vizemeister kam zurück in die Partie. Jared Ross (34.) und Brian Lebler (42.) stellten den Anschluss her. Doch das Powerplay-Tor von Jerome Flake entschied die Partie endgültig zugunsten der Freezers.

Tore: 1:0 (10:36) Nicolas Krämmer (Philippe Dupuis, Marcel Müller/5-4), 2:0 (13:30) Kevin Schmidt, 3:0 (32:43) Marcel Müller (Philippe Dupuis, Michael Davies), 3:1 (34:07) Jared Ross (Brian Lebler, Daniel Irmen), 3:2 (41:06) Brian Lebler (Daniel Irmen, Benedikt Kohl),

4:2 (50:46) Jerome Flaake (Philippe Dupuis, Marcel Müller/5-4). Strafen: Hamburg 16 + 10 (Sean Sullivan), Ingolstadt 20 + 10 (Jared Ross). Zuschauer: 8810.

Straubing Tigers – Iserlohn Roosters 2:1 (0:0, 0:0, 2:1)

Worüber muss man sich am Pulverturm nie Sorgen machen? Richtig, um die Stimmung! Bis es etwas zu bejubeln gab, dauerte es aber eine Zeit. Exakt nach 44 Minuten und 44 Sekunden brachte Nicholas Petersen die Gäste aus dem Sauerland in Führung. Er nutzte ebenso ein Powerplay, die Maury Edwards, der wenig später zum 1:1 ausglich. Mike Hedden sorgte schließlich dafür, dass die Straubing Fans einen Auftaktsieg feiern konnten: Er traf in der 52. Minute zum 2:1.

Tore: 0:1 (44:44) Nicholas Petersen (Dylan Wruck/5-4), 1:1 (46:08) Maury Edwards (Dylan Yeo, Mike Hedden/5-4), 2:1 (51:35) Mike Hedden (Dylan Yeo). Strafen: Straubing 8, Iserlohn 10. Zuschauer: 4589.