Krefelds Trainer Adduono: „Es war nicht schwer, heute gegen uns zu gewinnen“Ingolstadt - Krefeld 6:3

Die Panther langten gegen die Pinguine sechsmal zu. (Foto: Imago)Die Panther langten gegen die Pinguine sechsmal zu. (Foto: Imago)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Das erste Drittel dominierte der Deutsche Meister nach Belieben. Die Gäste aus Krefeld spielten auch mit, allerdings meist nur defensiv und zu selten im eigenen Angriffsdrittel. Trotzdem stand es nach zwanzig Minuten nur 1:1 unentschieden. Den Ausgleich für die Panther markierte Petr Taticek mit seinem ersten DEL-Tor erst kurz vor der Sirene, die glückliche Führung der Pinguine resultierte aus einem Powerplay. Ingolstadts Benedikt Schopper fiel dem Schiedsrichterduo Fischer/Rohatsch gleich zweimal innerhalb kürzester Zeit auf, sodass er vier Minuten auf die Strafbank musste. Während dieser Überzahlsituation hatte Timo Pielmeier erschreckend wenig zu tun, lediglich der Schuss von Adam Courchaine rutschte ihm durch die Schoner (16.). „Wir waren überlegen, haben dann wieder kleine Fehler gemacht und sind in Konter gelaufen“, sagt Ingolstadts Patrick Hager. „Aber so ein Rückstand bringt uns nicht aus dem Konzept.“

Denn im  Mittelabschnitt fielen dann endlich die Tore, die man im ersten Drittel trotz vieler Chancen noch vermisste. Brandon Buck eröffnete den fröhlichen Reigen in der 27. Minute mit dem 2:1 für den ERC. Die nominelle erste Reihe der Ingolstädter avancierte im Laufe des Spiels zur gefährlichsten Reihe, wobei auch die drei anderen Sturmformationen nur wenig ungefährlicher waren. Innerhalb von knapp drei Minuten erhöhte der Meister durch Tore von Patrick Hager, Jared Ross und Jean-Francois Boucher auf 5:1. Die Gäste inzwischen aber besser im Spiel und ab der 30. Minute mit Felix Blick im Kasten, Tomas Duba hatte nach dieser Tororgie Feierabend. István Sofron und Andreas Driendl konnten mit ihren beiden Treffern das Zwischenergebnis etwas freundlicher gestalten. Das 6:3 für Ingolstadt durch Ryan MacMurchy kurz vor der zweiten Pause machte den 2762 Zuschauern durch aus Lust auf den letzten Durchgang. Hier egalisierten sich beide Mannschaften jedoch, so dass es keine Tore mehr zu bejubeln gab. Norman Hauner scheiterte an Timo Pielmeier und auf der Gegenseite traf Derek Hahn nur den Außenpfosten. So bleib es bei der Niederlage für die Pinguine, entsprechend enttäuscht war Rick Adduono auf der anschließenden Pressekonferenz: „Vier Tore in vier Minuten sind nicht gut, das war auch nicht meine Mannschaft. Wir haben nicht aufgegeben, aber heute war es nicht schwer, gegen uns zu gewinnen.“ Larry Huras hingegen meinte: „Wichtig für uns und das Selbstvertrauen war das 1:1, bis zum 5:1 haben wir richtig gut gespielt“. Entscheidend in der Partie war auch, dass alle Sturmreihen funktionieren, das Umstellen und Finden der richtigen Konstellationen scheint ein Ende zu haben. Wichtig war dieses Sechs-Punkte-Wochenende auch für die kommende, internationale Aufgabe der Panther am Dienstag. Dann geht es zu Hause gegen Ostrava in der CHL, hier will sich der Deutsche Meister für die 1:5-Hinspielniederlage revanchieren, auch wenn man kaum noch Chancen auf ein Weiterkommen in der Königsklasse des Eishockeys hat.


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