Krefelder Serie hältPenaltysieg in Düsseldorf

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Pinguine hatten alle drei bisherigen Duelle mit der DEG sehr knapp verloren, fuhren aber  mit breiter Brust auf die andere Rheinseite, waren sie doch im Februar nur Berlin in der Verlängerung  unterlegen, wohingegen Düsseldorf die letzten vier Partien verloren hatte. Aufgrund der Verletzungen von Sonnenburg, Hagos und Schymainski konnte Franz Fritzmeier nur einen Minikader von 15 Feldspielern mitnehmen, im Tor stand Patrick Galbraith.

Auch ohne die Ausfälle bestimmten die Pinguine die Anfangsphase, bis David Fischer nach 94 Sekunden die erste Strafe zog. Die Pinguine hatten in Unterzahl keine Probleme, die DEG blieb aber bis zur achten Minute leicht feldüberlegen. Da gelang es den Pinguinen erstmalig, sich im Düsseldorfer Drittel festzusetzen. Nach dem Powerbreak, ab Minute zehn, verschob sich das spielerische Übergewicht zugunsten der Krefelder. Die erste gute Chance verpasste Mark Hurtubise in Minute elf. In der Folge mangelte es dem Pinguinspiel daran, dass mehrere gut erkämpfte Scheiben vor das Tor von Matthias Niederberger kamen, dort aber keinen einschussbereiten Pinguin fanden. Ein ums andere Mal waren die Krefelder Angreifer schneller als  die älteren Düsseldorfer Abwehrrecken. Auch eine weitere Strafzeit gegen Mike Collins blieb folgenlos. Fast mit der Pausensirene hatte die DEG ihre beste Chance, aber Galbraith reagierte ruhig und sicher.

Christian Kretschmann eröffnete das Mitteldrittel mit einer guten Chance für die Pinguine. Insgesamt war das Drittel sehr ausgeglichen, wobei das Spiel nach dem Powerbreak deutlich schwungvoller wurde. Beide Mannschaften konnten je zwei Strafzeiten sicher überstehen.

Düsseldorf nahm 38 Sekunden Unterzahl mit ins Schlussdrittel, was wieder folgenlos blieb, ebenso wie eine weitere Strafe gegen Daniel Pietta auf Krefelder Seite. Wieder sahen die Zuschauer bis zum Powerbreak ein sehr ausgeglichenes Spiel, wobei Galbraith die etwas gefährlicheren Schüsse meistern musste. In der 53. Minute hatte Niederberger Glück, als der Puck auf seiner Torlatte tanzte, die Partie aber wegen Torraumabseits unterbrochen wurde. Danach stach in der 57. Minute eine sehr schöne Aktion von Kretschmann ins Auge, der mit der Scheibe durch das  DEG-Drittel  kurvte und fast die ganze Mannschaft versetzte, nur eine Minute danach erstarb der Torschrei den Krefelder Fans auf den Lippen. In den letzten beiden Minuten drängten die Düsseldorfer noch einmal und zwölf Sekunden vor Schluss  gab es einen Bully links vor Galbraith. Die Krefelder konnten sich befreien und Ken-Andre Olimb handelte sich drei Sekunden vor dem Ende der regulären Zeit noch eine Strafe wegen Hakens ein.

So begannen die Pinguine die Nachspielzeit in Überzahl, konnten aber kein Tor erzielen. Kaum war die DEG wieder komplett, verhängten die Schiedsrichter eine große Strafe gegen Scott Valentine. Aber beide Mannschaften blieben ihrer Über- bzw. Unterzahllinie treu – es gab keine Ergebnisveränderung. So ging man ins Penaltyschießen. Die Pinguine mussten beginnen, und Franz Fitzmeier hatte sich klugerweise für Henrik Eriksson als ersten Schützen entschieden, der schon mehr als einen Penalty verwandelt hatte und auch diesmal Niederberger keine Chance ließ. Dann scheiterte Alexei  Dmitriev an Galbraith und Herberts Vasiljevs, der eine überzeugende Partie gespielt hatte, versenkte auch den zweiten Penalty, wohingegen Galbraith auch gegen Drayson Bowman Sieger blieb und seine sehr gute Leistung mit einem totalen Shutout unterstrich.   

Tor: 0:1 (65:00) Eriksson (entscheidender Penalty). Strafen: Düsseldorf  6, Krefeld 10 + 5 + Spieldauer (Valentine). Schiedsrichter : Rohatsch – Steinecke. Zuschauer : 12.316.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!