Krefelder Nachwuchs besiegt Augsburger ErfahrungDrei Tore in 35 Sekunden

Patrick Klein bot eine starke Leistung im Krefelder Tor. (Foto: Imago)Patrick Klein bot eine starke Leistung im Krefelder Tor. (Foto: Imago)
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Einen 5:3 (3:0, 2:3, 0:0)-Sieg verbuchten die Krefeld Pinguine bei den Augsburger Panther.

Die groben Schnitzer, die sich die Pinguin-Abwehr in Stellungsspiel und Aufgewecktheit in der ersten neun Minuten erlaubte, hätten das Spiel schon entscheiden können, wenn die Panther-Pässe noch einen Tick genauer gewesen wären bzw. die Schützen besser gezielt hätten und wenn Tomás-Duba-Vertreter Patrick Klein nicht überragend gehalten hätte. So standen die Augsburger Mitte des ersten Drittels nicht nur mit leeren Händen da, sondern hatten sich auch noch drei Gegentore eingefangen, auch weil das Pinguin-Überzahlspiel endlich funktionierte. Die zweite Hälfte des Auftaktdrittels war ausgeglichen mit Chancen für beide Teams, aber Kleins stoische Ruhe und Klasse-Reaktionen ließen keinen Raum für die bekannte Begeisterungsfähigkeit der Augsburger Zuschauer.

Als die erste Angriffsreihe der Pinguine, die auch auf ihren Kapitän Daniel Pietta wegen einer Muskelverletzung  verzichten mussten, nach nur 30 Sekunden des Mitteldrittels das 0:4 erzielte, hatten die Fans kaum Zeit, geschockt zu sein, denn nur 14 Sekunden später konnte Benjamin Hanowski nach Pass von Jonathan Matsumoto, der nicht entschieden genug hinter dem Pinguin-Tor angegriffen wurde, Patrick Klein zum 1:4 überwinden. Jedoch dauerte es nur weitere 21 Sekunden, ehe ein Schlagschuss von Robin Weihager hinter Jeff Deslauriers im Netz landete und seinen Arbeitstag beendete. Drei Tore in 35 Sekunden, das gab es in der DEL-Geschichte erst fünfmal. Der 1:5-Rückstand entmutigte die Panther jedoch nicht, mit nicht nachlassendem Kampfgeist und erhöhter Aggressivität versuchten sie, dem Spiel eine Wendung zu geben und waren auch teilweise erfolgreich. Die Pinguine überstanden zwar eine 90-sekündige doppelte Unterzahl, mussten aber das 2:5 in dem Moment hinnehmen, als mit Martin Schymainski der vierte Pinguin aufs Eis zurückkehrte. In Minute 38 konnten die Panther sogar auf 3:5 durch Derek Dinger (Eigentor Sonnenburg) verkürzen, und obwohl die Schussbilanz des Drittels von 11:7 für die Pinguine sprach, fürchtete mancher ihrer mitgereisten knapp 50 Fans das vierte Augsburger Tor vor der letzten Drittelpause, denn das hätte fatal an das Wiener Spiel erinnert, zumal mancher Pinguin stehend K.o. zu sein schien.

Pinguine-Trainer Rick Adduono sagte nach dem Spiel, im Abschlussdrittel hätten seine Jungs defensiv eindeutig besser gestanden, was durch das Drittelergebnis von 0:0 bestätigt wird. Beide Mannschaften hatten noch gute Chancen, aber beide Ersatz-Torhüter zeigten überzeugende Leistungen und hatten auch ein-, zweimal das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. Augsburgs Trainer Mike Stewart stellte fest, dass die Pinguine ihre Powerplays gut genutzt hätten, und auch das sollte den Pinguinen Mut machen für die Zukunft.

Torfolge: 0:1 (4.) Supis (Mebus), 0:2 (6.) Hauner (Vasiljevs, Driendl) PP1, 0:3 (9.) Collins (Eriksson, St. Pierre) PP1, 0:4 (21.) Driendl (Hauner, Vasiljevs), 1:4 (21.) Hanowski (Matsumoto), 1:5 (22.) Weihager (Schymainski, Hagos), 2:5 (35.) Iggulden (Lamb, Mancari) PP1, 3:5 (38.) Dinger (Weiß, Lamb). Strafen:  Augsburg 14, Krefeld  14. Schiedsrichter: Schimm / Iwert. Zuschauer:  5219.