Krefelder Konsolidierung unterbrochenDüsseldorf entführt drei Punkte

Manuel Strodel erzielte den Siegtreffer für die DEG in Krefeld. (Foto: Imago)Manuel Strodel erzielte den Siegtreffer für die DEG in Krefeld. (Foto: Imago)
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„Da weitermachen, wo wir am Wochenende aufgehört haben“, empfahl der verletzte Norman Hauner seinen Mannschaftskollegen von den Krefeld Pinguine vor Beginn des Straßenbahnderbys gegen die Düsseldorfer EG. Durch seine und Henrik Erikssons Verletzung fehlten den Pinguinen die beiden schnellsten Angreifer, außerdem fiel Steve Hanusch immer noch aus. Am Ende stand eine 1:2 (1:0, 0:1, 0:1) zu Buche.

In den ersten zehn Minuten erspielten sich die Pinguine ein Übergewicht, obwohl Düsseldorf in Minute fünf durch einen eklatanten Stellungsfehler der Krefelder Abwehr an der blauen Linie die beste Chance auf ein Tor erhielt, die Tomás Duba jedoch durch eine tolle Reaktion zunichtemachte;  sieben Minuten später wiederholte sich dieses Geschehen, aber wieder reagierte Duba souverän. Etwa ab der fünften Spielminute versuchten die Düsseldorfer die spielerisch überlegenen Pinguine durch kleine Nickeligkeiten aus dem Rhythmus zu bringen, was in der 14. Minute die erste Strafzeit nach sich zog. Nach nur 30 Sekunden zog Mike Collins  quer von rechts durch den Slot und platzierte die Scheibe aus halblinker Position oben rechts in den Winkel. Danach hatten die Pinguine zwei Superchancen, das Ergebnis zu erhöhen, aber auch zwei weitere Strafen gegen Düsseldorf brachten keine Ergebnisveränderung.

Zu Anfang des Mitteldrittels vertändelten die Krefelder den Rest ihrer Überzahl genauso wie die nächste zehn Minuten später, die sich durch große Einfallslosigkeit der Pinguine auszeichnete. Zu diesem Zeitpunkt aber war Düsseldorf schon leicht überlegen, stark gemacht durch viele unverständliche kleine Fehler und Ungenauigkeiten der Krefelder. Als Nick St. Pierre in Minute 36 die erste Krefelder Strafzeit absaß, brauchte das angeblich schlechteste Powerplay der Liga gerade einmal 25 Sekunden, ehe Eduard Lewandowski den frei neben Duba liegenden Puck über die Linie stochern konnte, nachdem vorher zwei Versuche der Pinguin-Abwehr, die Scheibe entschlossen aus dem Drittel zu befördern, so wie früher an der blauen Linie abgefangen worden waren. Gerade zurück auf dem Eis wanderte St. Pierre erneut in die Kühlbox, doch überstanden die Pinguine diese Unterzahl. Vom guten Krefelder Spiel war nichts mehr zu sehen.

Das letzte Drittel begann die DEG druckvoll. In Minute 43 rutschte Istvan Sofron im Düsseldorfer Verteidigungsdrittel aus, den folgenden Gegenangriff schloss Manuel Strodel mit dem 1:2 ab, als Duba einen Puck abprallen lassen musste. Damit ging bei Krefeld jede Ordnung verloren. Kurz darauf erlaubten die Pinguine der DEG einen 2:0-Angriff, Duba hatte das Glück des Tüchtigen, als der Pfosten für ihn rettete. Danach versuchten es die Pinguine unerlaubterweise mit sechs Feldspielern und gerieten nach dem Ende der Strafzeit erneut in Unterzahl, die sie auch überstanden. Trotz der schwachen Vorstellung im Schlussdrittel hätten sie das Spiel aber noch gewinnen können, ja eigentlich müssen, denn Fischbuch erhielt 4:11 Minuten vor Schluss eine große Strafe. Aber die Pinguine brachten wie in ihren schlechtesten Zeiten in dieser Saison nichts Zählbares mehr zustande, obwohl Tomás Duba zwei Minuten vor Schluss vom Eis ging. Beinah wäre den vier Düsseldorfern noch das 1:3 gelungen.

Auf der Suche nach Erklärungen für die erneute  Heimniederlage der Pinguine sagte Torschütze Mike Collins: „Wenn es im Heimspiel 1:0 oder 1:1 steht, dann ist die Mindestanforderung die, einen Weg zu finden, das Match zu gewinnen. Wir dürfen so etwas nicht zulassen.“

Beide Trainer waren sich in der Analyse der Partie einig und sahen Krefeld nur im ersten Drittel deutlich vorne. Krefelds Trainer Franz Fritzmeier meinte: „ Wir müssen an der Physis deutlich mehr machen. Der Sieg der Düsseldorfer geht in Ordnung.“

Tore: 1:0 (15.) Collins (Fischer, Kretschmann)PP1, 1:1 (36.) Lewandowski (Davies, van der Gulik)PP1, 1:2 (43.) Strodel (Brandt, Mapes). Strafen: Krefeld  10  - Düsseldorf 8 + 5 + Spieldauer (Fischbuch). Schiedsrichter: Bauer – Iwert. Zuschauer: 7195.

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