Krefeld zu stark für die DEGDüsseldorf - Krefeld 1:4

Die Pinguine setzten sich in Düsseldorf durch. (Foto: Angelo Bischoff / www.fotopuls.com)Die Pinguine setzten sich in Düsseldorf durch. (Foto: Angelo Bischoff / www.fotopuls.com)
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Es war die achte Niederlage aus den vergangenen neun Spielen, in denen nur vier von 27 möglichen Punkten geholt werden konnten. „Gegen diesen starken und stabilen Gegner hatten wir keine Chance“, sagte Christian Brittig. 7084 Zuschauer bedeuteten Saison-Rekord im Dome, doch die DEG-Fans machten nicht die Stimmung, die ihr Team vielleicht angespornt hätte. So jubelten die rund 1000 Anhänger aus Krefeld über Matchwinner Daniel Pietta, dem an seinem Geburtstag (26) drei Treffer gelangen.

Es war das 82. Derby der beiden Nachbarn seit Gründung der DEL zur Saison 1994/95 und die DEG ging mit einem 41:40-Vorsprung in dieses Duell. Allerdings kamen die Gäste aus der Seidenstadt mit breiter Brust in den Dome. Sieben Siege in Folge haben das Team von Trainer Rick Adduono inzwischen auf den fünften Platz gebracht und so gab es natürlich Schmähgesänge der Krefelder Fans in Richtung des Vorletzten. Die verstummten jedoch ganz schnell, denn nach gerade einmal 17 Sekunden stand es 1:0 für die DEG. Ashton Rome hatte sich hinter dem Tor behauptet, war nach vorne gezogen und konnte Torhüter Langkow überlisten.

Die Gäste kamen lange Zeit mit dem körperlichen Eishockey der Düsseldorfer überhaupt nicht klar. Preibisch und Strodel hätten nach acht Minuten bei einer zwei-auf- einen-Situation erhöhen können, versuchten aber zu zaubern, statt einfach zu schießen. Kurz darauf mussten dann Rome und Turnbull auf die Strafbank und das nutzte der KEV zum Ausgleich durch Pietta (11.). Der Treffer wirkte wie ein Schock für die DEG. Krefeld kontrollierte nun das Geschehen und erhöhte zu Beginn des Mittelabschnitts den Druck derart, dass die Angriffe teilweise wie ein Powerplay aussahen.

Dennoch hätte das Spiel noch eine Wendung nehmen können, denn bei einem beherzten Solo von Andreas Martinsen konnte Kretschmann nur die Notbremse ziehen. Es gab Penalty, doch Daniel Kreutzer vergab (31.). Die DEG bäumte sich kurz auf, aber dann gelang Pietta mit einem glücklichen Tor das 2:1, als er den Schlittschuh von Torhüter Bobby Goepfert traf, von wo aus der Puck über die Linie rutschte. „Davor hatten wir auch unter Druck super gekämpft. Aber dieses Tor fünf Minuten vor der zweiten Pause war wie ein Genickschlag“, sagte Brittig.

So reichte den Pinguinen im dritten Drittel eine taktisch disziplinierte Leistung und ihre starke Defensive, gegen die dieser DEG die spielerischen Mittel einfach fehlen. Pavlikovsky in Überzahl (53.) und neun Sekunden vor Schluss erneut Pietta mit einem Schuss ins leere Tor sorgten für den Endstand.

Tore: 1:0 (0:17) Rome, 1:1 (10:27) Pietta (Courchaine, Ehrhoff/5-3), 1:2 (35:49) Pietta (Verwey, Schymainski), 1:3 (52:13) Pavlikovsky (Driendl, Ehrhoff/5-4), 1:4 (59:51) Pietta (Langkow, Ehrhoff/5-6). Strafen: Düsseldorf 8, Krefeld 10. Zuschauer: 7084.

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