Krefeld verabschiedet sich von den Play-offsPinguine verlieren im Kellerduell gegen Straubing

Martin Schymainski traf zur Krefelder Führung - danach gab es aber nur noch wenig zu lachen. (Foto: dpa/picture alliance/ZUMA Press)Martin Schymainski traf zur Krefelder Führung - danach gab es aber nur noch wenig zu lachen. (Foto: dpa/picture alliance/ZUMA Press)
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Es stand zwar fest, dass der Tabellenletzte aus Niederbayern auch diesmal wegen des Torverhältnisses  die Rote Laterne auf jeden Fall wieder mit nach Hause würde nehmen müssen, jedoch bot sich den Pinguinen am ersten Spieltag des neuen Jahres die wahrscheinlich letzte Chance, auf den Zug Richtung Tabellenplatz zehn aufzuspringen in der Hoffnung, dass die Mannschaften der oberen Tabellenhälfte sich keine Ausrutscher erlauben würden, auch wenn die Kölner Haie  gestern schon nach schwachem Spiel dem Mitbewerber Düsseldorf drei Punkte geschenkt hatten, aber dadurch selbst wieder in Schlagdistanz geraten waren. Dazu waren heute drei Punkte unabdingbar.

Allerdings legten die Pinguine los wie die Feuerwehr. Nach 19 Sekunden hämmerte Dragan Umicevic die erste Scheibe auf Sebastian Vogl, 20 Sekunden  später versuchte Martin Schymainski sein Glück. Dann wanderten innerhalb 52 Sekunden zwei Tigers auf die Strafbank. Die erste gute Chance verpasste Kurt Davis. Die doppelte Überzahl war gerade zu Ende, als Markus Nordlund sich an der blauen Linie ein Herz fasste und abzog. Schymainski fälschte ab und beendete seine lange Torflaute mit dem 1:0 für die Pinguine in der vierten Minute. Zwei Minuten später erspielten die Tigers sich die erste Chance, die Patrick Klein souverän entschärfte. In Minute neun konnte auch Vogl sich bei einem Schuss von Nordlund auszeichnen. In der 14. Minute schickten die Schiedsrichter mit Adrian Grygiel den ersten Pinguin in die Kühlbox, doch Straubing bereitete der Krefelder Unterzahl nur wenige Probleme. Mit Beginn der letzten Spielminute erarbeiteten Mathias Trettenes und Justin Feser eine prima Gelegenheit, aber Feser konnte Vogl nicht überwinden. Das 1:0-Drittelergebnis war verdient, aber viel zu wenig.

Anfangs des Mitteldrittels drückten die Tigers, doch schon nach 40 Sekunden hatte Feser erneut eine gute Schusschance, zielte aber genau auf Vogl, ebenso wie Trettenes in Minute 23. Zwei Minuten späterzog Diego Hofland eine Strafe wegen Hakens. Unmittelbar vor Ende der Unterzahl hatte Feser noch eine weitere gute Chance, blieb jedoch zweiter Sieger gegen Vogl. Bis zum Powerbreak in der 29. Minute waren die Pinguine überlegen, zögerten aber wie schon so oft mit ihren Schüssen. In Minute 32 wechselten die Pinguine in einen Angriff der Tigers hinein mit dem Erfolg, dass durch die noch nicht abgestimmte Aufstellung der Abwehr Straubing durch einen Schuss von der blauen Linie im achten Drittel zum ersten Treffer der Saison gegen die Pinguine kam. Zwei Minuten später scheiterte Pietta an Vogl. 60 Sekunden später gelang den Gästen sogar das überraschende 1:2 durch Loibl. Unmittelbar vor Drittelende ließ sich Joel Keussen zu einem Revanchefoul provozieren und bescherte Krefeld die nächste Unterzahl.

Nach 66 Sekunden Unterzahl entschärfte Patrick Klein die erste Chance der Tigers, aber kurz darauf musste er den dritten Treffer der Niederbayern hinnehmen. Bei den Pinguinen vermisste man den letzten Einsatz. In der 50. Minute erspielte Nordlund die Chance zum Anschlusstreffer, aber seine Hereingabe konnte nicht verwertet werden. Fast wie aus dem Nichts erzielte Diego Hofland in Minute 51 den Anschlusstreffer der Pinguine zum 2:3, aber nur 78 Sekunden später erhöhte Straubing auf 2:4, weil die Pinguine nicht schnell genug zurück waren und eine 2:3 Unterzahl heraufbeschworen, in der Jeremy Williams keine Mühe hatte, einen Abpraller von Klein ins Netz zu befördern. Wiederum kamen die Pinguine auf ein Tor heran durch einen Treffer von Adrian Grygiel, doch wurde der Krefelder Schwung durch eine Strafe gegen Müller gebremst, als die Schiedsrichter auf die Schwalbe eines Tigers hereinfielen. Umicevic vergab danach die nächste Chance zum Ausgleich für die Pinguine. Schon zwei Minuten vor Spielende nahm Rick Adduono Patrick Klein vom Feld. In der Schlusssekunde verpasste Daniel Pietta noch einmal den möglichen Ausgleich. Damit haben sich Krefelds Chancen auf die Playoffteilnahme wohl erledigt. Die enttäuschten Fans quittierten das über lange Phasen saft- und kraftlos erscheinende Spiel der Frackträger teilweise mit Pfiffen. Das Auftreten der Mannschaft, in der außer Markus Nordlund allenfalls noch Patrick Klein zu überzeugen wusste, zeugte nicht vom absoluten Willen, den Playoff-Zug noch erreichen zu wollen, auch die Paradereihe blieb heute sehr blass. Vielleicht sind die Probleme der Krefelder hinter den Kulissen doch handfester als die desinformierte Öffentlichkeit weiß.

Torfolge: 1:0 (4.) Schymainski (Nordlund, Feser) PP1, 1:1 (32.) Klassen (Williams, Connolly), 1:2 (35.) Edwards (Connolly, Williams), 1:3 (42.) MacKinnon (Oblinger, Mitchell) PP1, 2:3 (51.) Hofland (Orendorz, Ness), 2:4 (52.)Williams (Dotzler, Zalewski), 3:4 (54.) Grygiel (Nordlund, Pietta). Strafen:  Krefeld 8, Straubing 4. Schiedsrichter: Hunnius – Rohatsch. Zuschauer: 3290.

DEL PlayOffs

Mittwoch 24.04.2019
EHC Red Bull München München
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Adler Mannheim Mannheim
Freitag 26.04.2019
Adler Mannheim Mannheim
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