Krefeld Pinguine wollen kein „EC Hollywood“ seinWeitere Abgänge beim KEV

Torsten Ankert verlässt die Krefeld Pinguine zum 1. Dezember.  (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)Torsten Ankert verlässt die Krefeld Pinguine zum 1. Dezember. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)
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Ein Streik der Spieler beim Aufwärmen im Vorfeld des Magenta-Cup-Spiels gegen Wolfsburg, der Rücktritt von Trainer Glen Hanlon, der Abschied mehrerer Spieler, darunter Topstürmer Kris Foucault. Nachdem die Save’s AG die Führung der Pinguine übernommen hatte, war die Hoffnung groß, dass endlich mal Ruhe in der Seidenstadt einkehrt. Doch davon sind die Schwarz-Gelben derzeit noch recht weit entfernt. Am heutigen Dienstag vor dem Spiel im DEL-Vorbereitungsturnier bei der Düsseldorfer EG haben die Krefelder nun eine Mitteilung veröffentlicht, in der sie sich erklären wollen. „Wir wissen, dass die letzten Tage für Euch alle sehr ereignisreich waren. Das waren sie für uns auch und tatsächlich brauchten wir diese Zeit, um die Geschehnisse aufzuarbeiten. Heute kommunizieren wir nicht beschönigend, dafür aber offen und transparent, so wie ihr es auch verdient“, heißt es in der Einleitung.

So teilen die Pinguine mit, dass sie den Abgang von Trainer Glen Hanlon bedauern. „Wir hatten die Hoffnung, dass Glen unser Team in und durch eine erfolgreiche Saison 2020/2021 mit all ihren pandemiebedingten Herausforderungen führt. Seine Motive den Verein zu verlassen, können wir zwar verstehen, hätten uns allerdings gewünscht, dass diese bereits vor Amtsantritt mit entsprechender Weitsicht geklärt worden wären. Für einen Trainerwechsel gibt es bekanntlich keine wirklich gute Zeit, doch wir sind zuversichtlich, dass Mihails Svarinskis und Boris Blank die Mannschaft in den nächsten Spielen – wie auch bereits bei den vorherigen Spielen – optimal vorbereiten werden und wir auch weiterhin schnelles und aggressives Hockey in Krefeld sehen können“, heißt es dazu in der Mitteilung.

Ein sportlicher Rückschlag ist der Abgang von Krls Foucault. Der Stürmer hatte in den bisherigen Spielen des Magenta-Cups gezeigt, welche Verstärkung er für die Pinguine wäre. Nun schloss er sich aber den Eisbären Berlin an. In einigen Zeitungen wurde berichtet, dass dies im Nachgang eines Streits mit Geschäftsführer Sergej Saveljev passiert sei. Hierzu betonen die Pinguine: „Es handelt sich keinesfalls um eine Entlassung.“ Auch Eugen Alanov hat die Pinguine wie berichtet in Richtung Düsseldorf verlassen.

Es gibt aber doch weiter Abgänge: „Als Reaktion auf den Abgang von Glen Hanlon wird Colin Smith die Penny-DEL verlassen und in die schwedische Allensvenskan wechseln. Auch Wade Bergman hat sich entschlossen, seine Zelte in Krefeld abzubrechen und nach dem Abgang von Hanlon anderweitig unterzukommen. Es gibt in diesem Zusammenhang keinerlei Spannungen zwischen Clubführung und den Spielern. Wir respektieren die Entscheidung der Spieler und wünschen ihnen alles Gute für die sportliche und private Zukunft.“ Zudem wird Torsten Ankert ab dem 1. Dezember nicht mehr dem Krefelder Team angehören. Er werde sich, so die Pinguine, einer neuen Herausforderung stellen.

Mit Blick auf den Spielerprotest vor dem Wolfsburg-Spiel teilen die Krefelder mit: „Wir wissen, dass wir in den vergangenen Wochen und Monaten auf kommunikativer Ebene deutliche Defizite aufgewiesen haben und arbeiten daran, diese schleunigst zu beseitigen. Hieran ist auch nichts schönzureden. Es ist uns ein sehr wichtiges Anliegen, dass alle Mitarbeiter und Spieler der Krefeld Pinguine pünktlich ihr Gehalt erhalten, alles andere ist inakzeptabel. In einem Gespräch zwischen der Mannschaft und der Clubführung wurde sich heute darauf verständigt, zukünftig Herausforderungen intern aufzuarbeiten und zusammen nach vorne zu sehen.“

Die Pinguine betonten, „dass sich der Verein in einer stabilen finanziellen Lage befindet, auch wenn mögliche Geisterspiele eine Herausforderung bedeuten.“ Die Pinguine bekämen zwar aus dem Corona-Hilfspaket keine 800.000 Euro, aber eine sechsstellige Summe. „Wie in der Vorwoche bereits kommuniziert, bekennt sich unsere Hauptgesellschafterin, die Save’s AG, zu 100 Prozent  zum Standort“, so die Pinguine in ihrer Mitteilung.

Dauerkartenkunden, die ihre geleistete Zahlung zurückverlangen, sollen auch wie geplant ihr Geld bekommen. „Wir werden allen Dauerkartenbesitzern hierbei Auswahlmöglichkeiten anbieten, worunter die Unterstützung des Nachwuchses beim KEV 81, der Übertrag des Guthabens in die Saison 2021/2022 aber auch die Rückerstattung der getätigten Zahlungen“, so die Pinguine. 


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