Krefeld Pinguine: Wie die Harlem Globetrotters

Trikotversteigerung bei den PinguinenTrikotversteigerung bei den Pinguinen
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Was soll man zu diesem Spiel

sagen? Dass sich die Krefelder gegen jeden anderen Gegner der Liga schwer getan

hätten, überhaupt einen Dreier zu landen? Dass die Duisburger fast über die

gesamten 60 Minuten mit ganz, ganz wenigen Ausnahmen (Szuper, Dzieduszycki,

Engel) nie die rechte Einstellung hatten? Dass die Krefelder mit ihren

Torchancen geradezu schlampig umgingen? Dass Reto Pavoni im Pinguin-Gehäuse in

den brenzligen Situationen nach der erneuten Führung seine Mannschaft vor einem

2:2 bewahrte? Und last but not least: dass sich Pinguin-Chefcoach Jiri

Ehrenberger nicht traute, sein von der spärlichen Kulisse stürmisch gefordertes

Youngster-Trio mit Hendle, Huebscher und Fischbach vor der 60. Spielminute zu

bringen? Immerhin durften die Drei während der allerletzten Zeigerumdrehung

endlich ´ran.

 

Die Gastgeber begannen, als

wollten sie die Partie schon in der Frühphase entscheiden. Es waren keine zwei

Minuten vorbei, da hatten Vasiljevs und Pavlikovsky schon die dicksten

Torchancen, wobei Letzterer eine Minute später gar das leere Tor verfehlte. Erst

die x-te Möglichkeit wurde zur Führung verwertet, als Verwey nur noch das vom

guten Szuper verlassene Tor zu treffen brauchte. Doch das war´s auch schon mit

der Treffsicherheit der Pinguine. Und wie es so oft im Sport ist: eine der

wenigen Chancen der Gäste von der anderen Rheinseite nutzten die an diesem Abend

´mal wieder nicht listigen Füchse zum Ausgleich, der den Spieverlauf fast auf

den Kopf stellte. Doch die Schwarz-Gelben beherrschten weiter Scheibe und

Gegner. Vor allen Dingen Vasiljevs, der eine 2:1-Situation mit dem gleichen

Ergebnis abschloss, sich beim 5:2 gegen den Neu-Duisburger Hommel durchsetzte

und den Endstand mit einem tollen Solo herstellte, konnte nach Herzenslust

schalten und walten.

 

Die an diesem Abend trotz des

klaren Ergebnisses über weite Strecken drucklosen Pinguine hatten in Duisburg

einen dankbaren Gegner gefunden, der die mitunter allzu pomadige (oder war es

eine angesichts der mangelnden Quantität der Stürmer müde?) Spielweise nicht

entscheidend störte (oder stören konnte). Duisburg spielte jedenfalls wie ein -

die DEL-Leitung möge dieses Wort verzeihen – Absteiger, Krefeld streckenweise

wie ein Team, das Geld für seinen Auftritt bekommt wie weiland die Harlem

Globetrotters. Unterhaltungswert hatte der Abend auf jeden Fall. Bleibt

eigentlich nur die Frage, wie oft die Krefelder noch gewinnen müssen, damit im

KönigPALAST die Ränge wenigstens einigermaßen gefüllt sind?

 

Noch ein Wort zum Unparteiischen:

Der stets gemütlich wirkende Franke, der sich dem niederbayrischen Klub Passau

angeschlossen hat, bestach wie so oft dadurch, dass er nicht auffiel. Kleine

Hinfaller wurden übersehen, nur die tatsächlichen Fouls wurden gepfiffen. Es war

richtig wohltuend, wie der abgespeckte Schiedsrichter das Match leitete.



Krefeld Pinguine - Füchse

Duisburg 6:2 (1:0, 2:1, 3:1)

 

Tore: 1:0 (6;04) Verwey (Loyns,

Pietta), 1:1 (20;30) Dzieduszycki (Del Monte, Baschkatow), 2:1 (21;30) Vasiljevs

(Alinc), 3:1 (26;57) Kunce (Seliwanow, Drury), 4:1 (45;39) Pavlikovsky

(Martinovic, Alinc), 4:2 (49;43) Baschkatow (Engel, Del Monte), 5:2 (56;44)

Vasiljevs (Drury, Blank), 6:2 (57;22) Vasiljevs. – Zuschauer: 3.280. –

Schiedsrichter. Deubert (Passau). - Strafminuten: Krefeld 8, Duisburg 6. 

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