Krefeld Pinguine steigen in die DEL2 abNach 1:6-Niederlage in Mannheim

Die Krefeld Pinguine sind nun offiziell in die DEL2 abgestiegen. (Foto: dpa/picture alliance)Die Krefeld Pinguine sind nun offiziell in die DEL2 abgestiegen. (Foto: dpa/picture alliance)
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Nun ist es also amtlich: Die Krefeld Pinguine steigen nach 31 Jahren in Deutschlands höchster Spielklasse in die DEL2 ab. Nach der 1:6-Niederlage bei den Adlern Mannheim können sie die vor ihnen platzierten Schwenninger Wild Wings nicht mehr vom vorletzten Platz verdrängen. 57 Punkte aus 54 Spielen (Punktekoeffizent: 1,056) waren einfach zu wenig, um die Klasse zu halten. Sie sind damit nach den Wölfen Freiburg (2004) und den Kassel Huskies zwei Jahre später der dritte Absteiger der DEL-Geschichte, der aus rein sportlichen Gründen den Weg ins Unterhaus antreten muss.

Damit hat der stetige Abwärtstrend der letzten Jahre seinen vorläufigen Tiefpunkt erreicht. Besonders bitter aus Sicht des Meisters von 2003: Ob und wann die Rückkehr ins Oberhaus gelingt, lässt sich derzeit mangels vergleichbarer Fälle überhaupt nicht voraussagen - es wird also eine Reise uns Ungewisse für die Pinguine. 

Insofern ist es durchaus nachvollziehbar, dass die Rheinländer womöglich alles versuchen werden, um diese Reise nicht antreten zu müssen. Wegen angeblicher Wettbewerbsverzerrung kündigte Geschäftsführer Sergej Saweljew an, dass man vor das DEL-Schiedsgericht ziehen werde. Die Argumentation lautet, dass viele Spiele corona-bedingt verschoben wurden - und die Krefelder sie mit dezimiertem Kader aufgrund angeordneter Quarantäne in kürzester Zeit nachholen mussten. Deswegen hätte es in dieser Saison keinen Absteiger geben dürfen, nachdem bereits während der Saison die Zahl der Absteiger von zwei auf einen reduziert wurde. Unterstützung bei seiner Meinung erhält der Absteiger von der Spielervereinigung SVE, die ebenfalls eine sportliche Schieflage aufgrund der vielen Spiel- und Spielerausfälle sieht.

Abstieg als Konsequenz der letzten Jahre
Andererseits waren im Laufe dieser durcheinandergewirbelten Saison irgendwann die meisten Mannschaften von diesen Unwägbarkeiten betroffen - und Abstiegsregelung nun einmal beschlossene Sache. Zudem kann man auch kaum verkennen, dass die Mannschaft des selbsternannten Meisterschaftskandidaten - durch Ex-Trainer Donatelli - sportlich einfach nicht konkurrenzfähig war. Mag es auch einige Härtefälle im Saisonverlauf gegeben haben, insgesamt trifft es damit aus rein sportlicher Sicht nicht den Falschen. Zu unstrukturiert die Kaderzusammenstellung, zu groß die Fluktuation - so kam es nun, wie es wohl kommen musste.

"They never come back" ist ein geflügeltes Wort aus dem Boxen. Ganz so schlimm wird es vermutlich nicht, aber der Weg zurück in die Erstklassigkeit war im Eishockey bislang sehr schwer: Nur die Kassel Huskies, die Grizzly Adams Wolfsburg und die DEG schafften den erneuten Einzug in die DEL. Nächster Rückkehrer könnten die Frankfurt Lions werden. Auch deren Historie ist eng mit dem Thema Auf- und Abstieg verknüpft: Im Krefelder Meisterjahr 2003 waren sie sportlich abgestiegen, nur die Insolvenz der Schwenninger Wild Wings rettete das Team vom Main damals. Im Jahr darauf feierten die Lions mit ihrem Meistertitel den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte.


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