Krefeld Pinguine sichern nach tollem Endspurt den elften PlatzAugsburger Panther bleiben Dritter

Jacob Berglund sicherte den Krefeld Pinguinen den Sieg im letzten Spiel der Saison. (Foto: dpa/picture alliance)Jacob Berglund sicherte den Krefeld Pinguinen den Sieg im letzten Spiel der Saison. (Foto: dpa/picture alliance)
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Augsburg verlor – mit 4:5 (2:1, 2.0, 0:3, 0:1) nach Verlängerung – blieb aber dennoch auf Rang drei nach dem Ende der DEL-Hauptrunde.

Den Pinguin-Kasten hütete Dimitri Pätzold, ihm gegenüber stand Olivier Roy. Die Krefelder präsentierten zum Saisonabschluss noch einmal ihren Paradesturm mit Jacob Berglund, Patrick Seifert verteidigte an der Seite von James Bettauer, Philip Riefers stürmte neben Mathias Trettenes und Martin Schymainski.

Die erste gute Chance erarbeitete sich Philipp Bruggisser, der in Minute drei aus dem Slot abzog aber knapp daneben zielte. Zwei Minuten später verhinderte der Pfosten die Krefelder Führung. In der achten Minute vergab Patrick McNeill die bis dahin beste Chance der Panther. Das 0:1 fiel drei Minuten später nach einer Unaufmerksamkeit der Krefelder Abwehr, die Hans Detsch nicht abdeckte, als Pätzold einen Schuss von Daniel Schmölz nur abprallen lassen konnte und Detsch die Scheibe direkt über die Linie drückte. Tim Miller erzielte in Minute 14 den Ausgleich: Er zog auf das Tor, deutete bis zum letzten Moment ein Abspiel  auf den mitlaufenden James Bettauer an und zog aus kürzester Distanz dann selbst ab. Noch vor der Pause gelang den Panthern das 2:1 durch Christoph Ullmann, der die Scheibe, die Pätzold nach einem harten Schuss von rechts abprallen lassen musste, sofort ins Tor lenkte.

Schon in der 21. Minute gerieten die Pinguine in Unterzahl, und Augsburg wandte zum dritten Mal sein Erfolgsrezept an: den Torhüter so anschießen, dass er die Scheibe nicht festhalten kann, und einen Abstauber zur Stelle haben. In der 22. Minute war es Adam Payerl, der diese Rolle übernahm. Als in Minute 28 sogar das 4:1 für die Gäste gefallen war, verließ Pätzold den Kasten und Ilia Proskuryakov kam zu seinem voraussichtlich letzten Einsatz für die Pinguine. Bis zum Drittelende gab es noch Chancen für beide Mannschaften, aber keine Ergebnisveränderung.

Pfiffe der Zuschauer begrüßten die Schiedsrichter zum letzten Drittel, die in einigen – wenn auch nicht unmittelbar spielentscheidenden – Situationen Krefeld zumindest nicht bevorzugt hatten. In Minute 44 wurde Berglund an der rechten Bande angespielt. Er zog zum Tor und bei angezeigter Strafe gegen die Panther konnte Roy seine Scheibe zwar mit dem Schoner abwehren, aber Chad Costello war mitgelaufen und verkürzte auf 2:4. Knapp zwei Minuten später fälschte Pietta eine Scheibe gut ab, aber sie landete bei Roy. In Minute 48 ahndete Schiedsrichter Kopitz ein offensichtliches Foul an einem Pinguin, aber nur, um wenige Sekunden später das nächste ebenso offensichtliche wieder ungestraft zu lassen. Für den heftigen Bandencheck gegen Pietta in Minute 51 wurde Thomas Holzmann dann zwar mit einer großen Strafe belegt, aber für die veränderte Spielatmosphäre trugen die Schiedsrichter einen guten Teil der  Verantwortung. Zunächst einmal verkürzten die Pinguine durch Vincent Saponari auf 3:4, dann gab es zwei Minuten sogar doppelte Überzahl für Krefeld, weil auch T.J. Trevelyan eine Strafe zog, aber den  Pinguinen fehlte natürlich ihr Spielmacher. Augsburg war schon wieder komplett, als Berglund vom Bullypunkt aus die Scheibe ins Netz beförderte und den vielumjubelten Ausgleich erzielte. Bis zur Schlusssirene blieb es beim 4:4, und es ging in die Verlängerung. Beide Mannschaften hatten ihre Chance auf den Zusatzpunkt, den wiederum  Berglund für die Pinguine sicherte, als er 40 Sekunden vor Schluss die Scheibe von Bettauer übernahm und Roy aus dem Slot heraus bezwang. Die Krefelder Fans waren restlos begeistert.

Torschütze Timothy Miller, gefragt, ob er nach dem 1:4 noch an die Pinguine geglaubt habe, meinte: „Wir hatten nichts zu verlieren, so konnten wir alles auf eine Karte setzen. Wir hatten Glück mit ein paar Pucks, die für uns günstig gesprungen sind.“ Augsburgs Trainer Bill Stewart, dessen Team den dritten Platz mit dem gewonnenen Punkt sichern konnte, beglückwünschte Krefeld zu seiner verbesserten Spielweise im Vergleich zur Vorsaison, auch wenn es wieder nicht für die Pre-Play-offs gereicht hatte.

Tore: 0:1 (11.) Detsch (Schmölz, Ullmann), 1:1 (14.) Miller (Seifert, Trettenes ), 1:2 (18.) Ullmann (Payerl, Holzmann), 1:3 (22.) Payerl (Sezemsky, Trevelyan) PP1, 1:4 (28.) Fraser (Trevelyan), 2:4 (44.) Costello (Berglund, Bettauer), 3:4 (53.) Saponari (Bruggisser) PP1, 4:4 (57.) Berglund, 5:4 (65.) Berglund (Bettauer, Schymainski). Strafen: Krefeld 6, Augsburg  8 + 5 + Spieldauer (Holzmann). Schiedsrichter: Hoppe – Kopitz. Zuschauer: 4370.