Krefeld Pinguine setzen ihren Höhenflug fort Nun Elfter nach 7:4 gegen die Augsburger Panther

Alex Trivellato von den Krefeld Pinguinen. (Foto: dpa/picture alliance)Alex Trivellato von den Krefeld Pinguinen. (Foto: dpa/picture alliance)
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Als in Spielminute fünf gleich zwei Tore für die Pinguine fielen, fragte der Hallensprecher noch die Fans, was denn in der Halle los sei. Zwei Minuten später verließ Markus Keller frustriert das Augsburger Tor, da es schon wieder hinter ihm eingeschlagen hatte.  Wenig später kamen die Panther zum ersten Mal in Überzahl, blieben aber erfolglos. Nicht so die Pinguine – in Minute zwölf erhöhte Justin Hodgman auf 4:0 und nur zwei Zeigerumdrehungen später folgte das 5:0 durch einen fulminanten Schlagschuss von Phillip Bruggisser. Auch eine weitere Strafzeit gegen Krefeld nützte Augsburg nichts, bis zum Pausenpfiff blieb es beim 5:0.

Augsburg kam mit neuem Schwung aus der Kabine und erarbeitete sich 3 Chancen bei einer für Krefeld in den ersten fünf Minuten des Mitteldrittels. In Minute 27 erlaubte die Pinguine-abwehr sich einen groben Stellungsfehler in der neutralen Zone, so dass T.J. Trevelyan allein auf Jussi Rynnäs zu laufen konnte und das 1:5 erzielte. Praktisch im Gegenzug erhöhten die Pinguine auf 6:1 durch Vinny Saponari. Dann standen nur drei Pinguine vier Panthern gegenüber und Jussi Rynnäs musste zum zweiten Mal den Puck aus den Maschen holen. Die etwa ruppigere Gangart der Bayern fand in einem Gerangel zwischen Travis Ewanyk und Mitch Callahan ihren Höhepunkt und Ende, als beide mit 2+2+10 Minuten vorzeitig in die Pause geschickt wurden. Bis zur Pause blieb es beim 6:2 für die Hausherren.

Das Schlussdrittel begann ruhiger. Bis zum Powerbreak in Minute 49 konnten die Panther auf 3:6 verkürzen, danach verhängten die Schiris eine weitere Strafe gegen Krefeld, die jedoch keine Ergebnisveränderung brachte. In Minute 54 wanderte Chris Valentine auf die Strafbank, doch auch die Pinguine  nutzten ihren Vorteil nicht. Unaufmerksames Abwehr-spiel erlaubte Augsburg noch das 4:6 in Minute 59, dem Krefeld allerdings noch das 7:4 durch Chad Costello in Minute 60 folgen ließ, als das Augsburger Tor leer war.

Doppel-Scorer Alex Trivellato sagte zum Spiel: „Wir haben die ersten 20 Minuten dominiert, wir haben als Mannschaft gut und kompakt zusammengespielt, Augsburg hatte eigentlich gar keine Chance. Es ist nicht so einfach, mit einer 5:0-Führung die Fokussierung aufrecht zu erhalten. Meiner Meinung nach haben wir dumme Tore kassiert, die man hätte vermeiden können, aber es war wichtig, eine gute Leistung abzurufen, und das haben wir gemacht. Heute war jeder motiviert und wollte das Beste geben.“

Justin Hodgman, der ebenfalls ein Tor und eine Vorlage zum Sieg beisteuerte, meinte: „Es war eine großartige Mannschaftsleistung. Das ist die Art und Weise, wie wir zusammenspielen müssen. Wir haben zwar vier Tore weggegeben, irgendwie war das ein komisches Spiel, aber es war eine gute Reaktion auf die schmerzliche Niederlage am Freitag. Wir waren nicht schlecht am Freitag. Heute wollten wir eine Top-Vorstellung geben.“ Auf die Frage, ob die Deutschland-Cup-Pause für die Pinguine zur Unzeit gekommen sei, antwortete er: „Nach den zwei Siegen nacheinander kam die Pause nicht gerade wie gerufen. Wir haben in der Zeit äußerst hart gearbeitet, so dass wir den Sieg heute verdient hatten. Es war auch mal gut, mit der Familie abzuschalten, und das hat sich gelohnt.“ Tray Tuomie, der Coach der Augsburger, war natürlich mit dem ersten Drittel seiner Panther überhaupt nicht zufrieden, wollte aber die Doppelbelastung durch die CHL diese Woche nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Wir haben gewusst, wie gefährlich Krefeld ist, und genau das waren sie heute Abend.“

Pinguine-Coach Brandon Reid ging zunächst auf die fantastische Unterstützung der Mannschaft durch die Krefelder Fans ein und forderte, Krefeld müsse Eishockeystadt bleiben. Zum Spiel seiner Pinguine sagte er: „Es ist sehr schwer, nach einem 5:0 die Fokussierung beizubehalten. Wir haben ein paar Fehler gemacht, Augsburg ist eine gute Mannschaft, aber drei Punkte sind drei Punkte, und damit bin ich sehr zufrieden.“

Tore: 1:0 (5.) Braun (Bruggisser,Trivellato), 2:0 (5.) Lagace (Hospelt Kuhnekath), 3:0 (7.) Trivellato (Pietta, Bruggisser), 4:0 (12.) Hodgman (Braun, Besse), 5:0 (14.) Bruggisser (Pietta, Costello/5-4), 5:1 (27.) Trevelyan (Haase), 6:1 (27.) Saponari (Hodgman), 6:2 (28.) Sezemsky (Lamb/4-3), 6: 3 (44.) Payerl (Sezemsky,  McNeill), 6:4 (59.) 6:4 Fraser (Mayenschein), 7:4 (60.) Costello (Pietta/ENG). Strafminuten: Krefeld 24, Augsburg 20. Schiedsrichter: Iwert – Klein. Zuschauer 4635.