Krefeld Pinguine können München nicht aufhaltenDiesmal kein Punkt gegen den Meister

Die Krefeld Pinguine kamen diesmal nicht zu einem Punkt gegen den EHC Red Bull München. (Foto: GEPA pictures/ City-Press)Die Krefeld Pinguine kamen diesmal nicht zu einem Punkt gegen den EHC Red Bull München. (Foto: GEPA pictures/ City-Press)
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Coach Rick Adduono konnte wieder auf Daniel Pietta und Nick St. Pierre zurückgreifen, so dass die personellen Voraussetzungen für den längst verdienten Sieg stimmten, auch wenn die Bayern mit der breiten Brust des klaren Sieges gegen die Haie vom Freitag angereist waren. Im Tor der Pinguine stand Dimitri Pätzold.

Schon in der zweiten Minute hatten die Krefelder ihre erste Chance, entgingen aber im Gegenzug nur knapp dem 0:1, das sie dann nach einem groben Zuordnungsfehler im Mitteldrittel in Minute sechs kassierten, als Dimitri Pätzold den frei durchgelaufenen Steve Aucoin noch stoppen konnte, dann aber machtlos war, als gleich drei Pinguine den Abpraller vor seinem Tor liegen ließen, den Brooks Macekdann mühelos ins Netz befördern konnte. Danach drängten die Pinguine auf den Ausgleich, aber trotz einer Strafzeit gegen Ryan Button sprangen nur je eine Chance für Markus Nordlund und Adrian Grygiel heraus. In Minute 15 erspielte Grygiel sich die nächste gute Chance, war aber zu zögerlich. Die Seidenstädter blieben offensiv, erkämpften sich in der 17. Minute im Münchner Drittel die Scheibe und wandten endlich einmal das Erfolgsrezept gegen Torhüter an, die wie Danny aus den Birken immer auf den Knien sind und „unten zu“ machen: Schuss auf die Schoner – Schuss prallt ab – Nachschuss – Ausgleich durch Justin Feser. Sekunden vor Drittelende bewahrte Pätzold, nachdem Krefeld eine Unterzahl wegen zu vieler Spieler auf dem Eis gerade überstanden hatte, mit zwei Super-reaktionen am Stück  die  Pinguine vor dem erneuten Rückstand.

In Minute 24 war ein Metalltreffer die erste gute Chance der Bayern im Mitteldrittel, zwei Minuten später vergaben die Niederrheiner die nächste vielversprechende Situation. München wurde jetzt stärker, spielte Powerplay mit 5:5 und konnte nach einem Icing den ausgepowerten Pinguinen das 1:2 einschenken, als diese bei einem Befreiungsversuch im Mitteldrittel die Scheibe verloren. In Minute 31 verhinderte Pätzold mit einer weiteren tollen Reaktion gegen Michael Wolf und Patrick Hager das 1:3. Eine Strafzeit gegen Miller brachte keine Ergebnisveränderung, die beste Chance erkämpfte sich Greger Hanson in Minute 38, der im Münchner Drittel einem Verteidiger die Scheibe wegspitzelte und dann aber frei vor aus den Birken über das Tor zielte. In Minute 39 gab es eine Strafe gegen Mikko Vainonen, und trotz toller Leistung von Pätzold hießes unmittelbar vor Drittelende 1:3. Das war die Vorentscheidung.

Zu Beginn des Schlussdrittels eröffnete Marcel Müller den Kampf gegen die Niederlage mit einem satten Schuss über das Münchner Tor. In Minute 47 versuchte er es erneut, hatte aber ebenso wenig Glück wie eine Minute später bei einem Abpraller. Kurz vor dem Powerbreak vergaben die Pinguine bei angezeigter Strafzeit gegen München eine dicke Chance, während der folgenden Unterzahl hatte aus den Birken mehrfach Gelegenheit, sich auszuzeichnen. In Minute 54 vergab Pinizzotto die Vorentscheidung, als er überraschend völlig frei vor Pätzold in Puckbesitz kam. Die Pinguine mühten sich wacker, in Minute 57 vergab  Hanson, der eine sehr ansprechende Leistung zeigte, nach feiner Einzelleistung die nächste Chance zum Anschlusstreffer und eine Minute später noch einmal. Die erfahrenen Münchner spielten die Restzeit herunter. In Minute 59 sah man noch eine Chance für Grygiel, der aber gleich unter zwei Verteidigern begraben wurde. 74 Sekunden verließ Pätzold sein Tor, aber es blieb beim 1:3. Der Schütze des einzigen Krefelder Treffers, Justin Feser, meinte zum Spiel: „Es war ein sehr schweres Spiel. Wir haben einige Fehler gemacht, und die sind uns teuer zu stehen gekommen.“ Dimitri Pätzold, der die Fans mit sehens-werten Reaktionen verwöhnte, konstatierte. „München war der erwartet schwere Gegner. Wir waren gut vorbereitet und haben das im 1. Drittel sehr gut umgesetzt. Im zweiten Drittel hat München dann auch durch unsere Strafzeiten Oberwasser bekommen, das dritte Gegentor war unnötig und hat uns das Genick gebrochen.“

Meistertrainer Don Jackson urteilte: „Es war ein sehr enges Spiel, das in jede Richtung hätte gehen können. Krefeld hat sehr gut gespielt.“ Rick Adduono war nur mit dem ersten Drittel seiner Schützlinge zufrieden und bedauerte, dass die Krefelder ihre Überzahlchancen nicht genutzt hatten. Abschließend sagte er: „Ich hoffe auf einen guten Einsatz am Dienstag gegen Wolfsburg.“

Tore: 0:1 (6.) Macek (Aucoin, Kettemer), 1:1 (17.) Feser (Davis,Trettenes), 1:2 (28.) Pinizzotto (Mauer), 1:3 (40.) Christensen (Pinizzotto, Aucoin) PP1. Strafen: Krefeld 8, München 6. Schiedsrichter: Hunnius – Köttstorfer. Zuschauer: 5629.