Krefeld Pinguine erzeugt viele Torchancen, treffen aber nicht3:5-Niederlage gegen die Schwenninger Wild Wings

Andreé Hult erzielte das 2:0 für die Schwenninger Wild Wings. (Foto: dpa/picture alliance)Andreé Hult erzielte das 2:0 für die Schwenninger Wild Wings. (Foto: dpa/picture alliance)
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Wenn auch in der Bilanz der laufenden Saison gegen die Wilden Schwäne aus dem Schwarzwald schon so viele Pluspunkte auf dem Pinguin-Konto stehen wie nach vier Spielen in der letzten (5), durften die Niederrheiner sich am Dienstag nicht noch einmal als groẞzügige Gastgeber präsentieren, wenn sie ihre Fans nicht weiter enttäuschen und das Rennen um Platz zehn nicht noch spannender machen wollten. Der Tabellenletzte aus dem Süden hatte am Freitag vollkommen überraschend in Berlin gewonnen (erster Auswärtsdreier) und war am Sonntag ebenso unerwartet den Nürnbergern, die man schon zweimal  geschlagen hatte, nach 3:2-Führung zu Hause mit 3:8 unterlegen. Schwenningen hatte fünf der letzten sechs Partien verloren, auswärts konnte man bislang nur acht Punkte ergattern. Coach Paul Thompson bot Dustin Strahlmeier im Tor auf, Krefeld vertraute in seinem letzten Heimspiel im König-Palast, der ab Freitag dann Yayla-Arena heißen wird, auf Dimitri Pätzold. In Anbetracht der in dieser Saison durchaus durchwachsenen Schiedsrichterleistungen im König-Palast durfte man gespannt sein, wie „Newcomer“ Patrick Gogulla sein Debüt in Krefeld bestreiten würde.

In der Anfangsphase boten beide Mannschaften bis zur elften Minute ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für die Pinguine trotz einer kleinen Strafe gegen die Krefelder. Allerdings waren es die Wild Wings, die als erste zuschlugen: bei einem 2:2-Angriff flog ein Schwan schneller als der ihn eskortierende flügellahme Pinguin und brauchte vor Pätzold den Querpass nur noch einzuschieben. Zwei Minuten später machten die Pinguine dann ihr obligatorisches Gastgeschenk: Pätzold fand von hinter dem Tor keinen gut postierten Anspielpartner, so dass die Scheibe zuerst bei Andreé Hult landete und dann im Pinguine-Tor. Mit 0:2 ging es in die Pause.

Die Pinguine gingen mit Volldampf in das Mitteldrittel, und die Zuschauer rauften sich die Haare ob der guten Chancen, die die Pinguine eine nach der anderen vergaben. Schwenningen fand bis zum Powerbreak in Minute neun gar nicht statt. Erst in der 33. Minute kam wieder eine Scheibe auf das Krefelder Tor und kullerte für Pätzold sehr unglücklich über die Linie zum 0:3. Keine Minute später drosch Anthony Rech die Scheibe von der Bande einfach Richtung Pinguin-Tor, und da István Bartalis sie noch abfälschte, hieß es 0:4. Damit war in der Umkehrung des Spielverlaufs in Bremerhaven der Arbeitstag für Pätzold beendet, und Ilya Proskuryakov übernahm die Aufgabe, weitere Treffer der Wild Wings zu verhindern. Man muss es den Pinguinen hoch anrechnen, dass sie trotz des doppelten Nackenschlags nicht aufsteckten und weiter auf Angriff setzten, und wieder war es Martin Schymainski, der das Loch in der Abwehr endlich fand und in Minute 37 das 1:4 erzielte. Wie die Schwarzwälder zuvor benötigten die Pinguine keine Minute, um den nächsten Treffer durch Jacob Berglund nachzulegen. Bis zur Pause blieb es beim 2:4.

Die Drangphase der Krefelder unterbrach eine Strafe gegen Martin Lefebvre in Minute 43, doch Krefeld überstand sie schadlos. Danach wurde die Belagerung von Strahlmeiers Kasten fortgesetzt, und in der 46. Minute konnte Philipp Bruggisser nach einem Fehler Strahlmeiers durch entschiedenes Nachsetzen das 3:4 erzielen. Nur eine Minute später rettete Ilya Proskuryakov nach zwei schweren Schnitzern von Bruggisser in höchster Not bei einem Break der Schwenninger. Die Pinguine mühten sich weiter redlich und erarbeiteten eine Chance nach der anderen, allein die Glücksgöttin stand bis zum Schluss hinter dem Schwenninger Tor. Coach Brandon Reid nahm 1:43 Minute vor Schluss Proskuryakov vom Eis, aber der Ausgleich wollte nicht gelingen – im Gegenteil, das Pech blieb ihnen bis zur sieben Sekunde vor Schluss treu: Philip McCrae befreite seine Wild Wings aus dem eigenen Bullykreis und der Puck sprang vom Pfosten des Krefelder Tores ins Netz – 3:5. Das Torschussverhältnis von 66:20 beweist, wer auf dem Eis den Ton angab. Aber wer keine Tore schießt…

Tore: 0:1 (12.) Höfflin (Kurth, Danner), 0:2 (14.) Hult (Bartalis), 0:3 (33.) Rech (Danner), 0:4 (34.) Bartalis (Rech ), 1:4 (37.) Schymainski (Miller), 2:4 (38.) Berglund (Costello),3:4 (46.) Bruggisser  (Pietta), 3:5 (60.) McRae ENG. Strafen: Krefeld 4, Schwenningen 4. Schiedsrichter: Gogulla – Rantala. Zuschauer: 2894.

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