Krefeld nicht wiederzuerkennenPinguine unterliegen den Straubing Tigers

Der Straubinger Goalie Dimitri Pätzold blieb in Krefeld ohne Gegentor. (Foto: dpa)Der Straubinger Goalie Dimitri Pätzold blieb in Krefeld ohne Gegentor. (Foto: dpa)
Lesedauer: ca. 1 Minute

Am ersten Spieltag im Dezember traf die Mannschaft mit der schlechtesten Heimbilanz (10 Punkte) auf die zweitschlechteste Auswärtsmannschaft (8 Punkte) der Liga, die aber immerhin am Mittwoch bei den so heimstarken Eisbären zwei Punkte entführt hatte. Die Krefelder mussten also gewarnt sein und maximale Konzentration aufbieten, wenn sie ihre diesjährige Heimbilanz und ihre Heimbilanz gegen die Niederbayern verbessern wollten, die in 20 Begegnungen auf Krefelder Boden zehnmal als Sieger vom Eis gegangen waren.

Die Hoffnung der Zuschauer auf einen zweiten Sieg in Serie zerstob nach 66,4 Sekunden, als die Tigers, die sich sofort im Pinguin-Drittel fest gesetzt hatten, mit 1:0 in Führung gingen. Die Pinguine schienen noch zu schlafen, auch während der ersten Strafzeit für Straubing. Sie wirkten planlos, geistesabwesend, unkonzentriert und wenig engagiert; in der Abwehr schien jeder darauf zu warten, dass der Nebenmann die aktuelle Situation entschärfte, im Angriff gab es keinen Zug zum Tor, Schüsse waren Mangelware oder landeten in den Schlittschuhen der Straubinger Verteidiger, lediglich Tim Hambly traf einmal die Latte. Die Pinguine konnten froh sein, dass auch Straubings Chancenverwertung suboptimal war, aber zu einer 2:0-Führung nach 20 Minuten langte sie doch. Aus Krefelder Sicht konnte der Rest des Spiels nur noch besser werden.

Aber das war weit gefehlt. Die Höhepunkte des Mitteldrittels waren drei Videobeweise, von denen der dritte dann das 0:3 in Minute 40 ergab. Zwar waren hier und da Ansätze von Leben im Pinguinspiel zu sehen, aber die Zuschauerreaktionen bewiesen, dass die Pinguine ihre bislang schwächste Saisonleistung ablieferten, nur Patrik Galbraith präsentierte so etwas wie Normalform.

Im Schlussdrittel tat Straubing nicht mehr als nötig, um Dimitri Pätzold, der wahrlich keine Glanzleistungen zeigte oder zeigen musste, einen Shutout zu ermöglichen. Auch mehrere Krefelder Überzahlmöglichkeiten, davon 30 Sekunden sogar mit 5-gegen-3, brachten nichts Sehenswertes zustande. Das Krefelder Spiel war eine einzige Katastrophe und wird hoffentlich als einmaliger Tiefpunkt in die Historie dieser Saison eingehen.

Tore: 0:1 (2.) Connolly (Williams, Cornell), 0:2 (16.) Williams (Schönberger, Connolly), 0:3 (40.) Hedden (Zalewski, Mitchell). Strafen:  Krefeld 6, Straubing 10. Schiedsrichter: Aumüller – Hurtik. Zuschauer: 3239.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!