Krefeld ist nach einem 3:1 Sieg über Köln Deutscher Eishockey Meister 2003

Trikotversteigerung bei den PinguinenTrikotversteigerung bei den Pinguinen
Lesedauer: ca. 1 Minute

Ein wirklich spannendes Finale war es leider erst im Schlussdrittel, bis dahin hatte Schiedsrichter Gerhard Müller das Sagen auf dem Eis. Bereits in der ersten Spielminute verhängte er die ersten Strafzeiten und ließ auch im weiteren Spielverlauf kein flüssiges Spiel entstehen. So blieb die Partie von ständigen Unterbrechungen geprägt, die zahlreichen Strafen kamen wie Regen aus heiterem Himmel auf beide Mannschaften. Bereits in der sechsten Spielminute dann ein herber Rückschlag für die Haie: Dave McLlwain musste mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe zum Duschen, damit war nach der Abwesenheit von Dwayne Norris nur noch Alex Hicks vom Kölner Paradesturm übrig. Klarer Vorteil für die komplett agierenden Pinguine, den sie zunächst aber nicht nutzen konnten. Im Gegenteil, die Haie gingen in der 38. Minute sogar mit 1:0 in Führung. Tim Leahy war auf Vorlage des 17jährigen Kai Hospelt erfolgreich, doch Krefeld ging mit einem Powerplay ins Schlussdrittel. Als die Haie gerade wieder komplett waren, schlenzte Günther Oswald die Scheibe einfach mal halbhoch vor das Kölner Tor und zur Überraschung aller Beteiligten landete sie zum Ausgleich im Kölner Kasten. Nun wäre es eigentlich mit Fünf gegen Fünf Spielern weiter gegangen, doch Schiedsrichter Müller ließ derlei Absurditäten gar nicht erst aufkommen und schickte Shane Peacock gleich wieder auf die Strafbank. Krefeld hatte durch den überraschenden Ausgleich Selbstvertrauen gewonnen und nutzte das Powerplay zum 2:1 Führungstreffer durch Christoph Brandner (44.). In den ersten vier Finalspielen hatte stets jenes Team gewonnen, dem der jeweils dritte Treffer gelang. Dies war auch im fünten Spiel der Fall, als Köln in der Schlussminute seinen Torhüter Chris Rogles zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, landete ein Befreiungsschlag Steffen Ziesches zum 1:3 Endstand im Kölner Tor, Krefeld war Meister. Damit geht zum ersten Mal seit 51 Jahren wieder der Meistertitel an den Niederrhein und in der kleinen Düsseldorfer Vorstadt dürfte in den kommenden Tagen einiges los sein. Verdient haben es sich die Krefelder in jedem Fall, wer eine Führung mit 2:0 Siegen abgeben muss und dann noch einmal so in die Serie zurück kommt, ist in jedem Fall ein würdiger Meister! (ab) Tore: 1:0 (37:13) Leahy (Hospelt/Hicks), 1:1 (41:16) Oswald (Shannon), 1:2 (43:56) Brandner (Purdie/Augusta), 1:3 (59:46) Ziesche (Müller/Musial) Strafminuten: Köln 47, Krefeld 34 Zuschauer: 18.600 Schiedsrichter: Müller