Krefeld: Hallenfrage erfordert GeduldPinguine verhandeln um neuen Mietvertrag. Aber nicht um jeden Preis.

Matthias Roos, Sportdirektor der Krefeld Pinguine. (picture alliance/dpa)Matthias Roos, Sportdirektor der Krefeld Pinguine. (picture alliance/dpa)
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Die Krefeld Pinguine drohen als Tabellenvorletzter zum dritten Mal in Folge die Pre-Play-Offs der DEL zu verpassen. Doch die Fans belastet viel mehr die offene Frage um die Zukunft des Traditionsklubs. "Ohne gültigen Mietvertrag können und werden wir keine Lizenz beantragen", sagt Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Schulz. Auch wenn die erhoffte Einigung auf einen neuen Mietvertrag zwischen der Seidenweberhaus GmbH und den Krefeld Pinguinen vor Weihnachten nicht mehr realisiert werden konnte, befindet man sich aber grundsätzlich in einem positivem und zielführenden Dialog, teilte der Klub am Dienstag mit. Das im August ausgehandelte und im November bestätigte Eckpunktepapier ist die Grundlage, auf welcher die Gespräche fortgesetzt werden. In den kommenden 14 Tagen wird es einen weiteren Termin geben, um zu einer endgültigen Einigung zwischen der Seidenweberhaus GmbH und den Krefeld Pinguinen zu kommen. Das meint Paul Keusch, Geschäftsführer der Seidenweberhaus GmbH. Er will den Fans die Sorgen über ein Aus des Eishockeys nehmen. Keusch sagt: „Der Mietvertrag kommt. Da bin ich mir zu 100 Prozent sicher.“ Die Pinguin-Chefetage äußerte sich ebenfalls. 

Wolfgang Schulz, Aufsichtsratsvorsitzender der KEV Pinguine Eishockey GmbH, erklärte: „Leider konnten wir bisher keine finale Einigung erzielen. Das liegt zum einen an den vergangenen Feiertagen, in denen aufgrund von Urlaub keine Gespräche stattfinden konnten. Zum anderen aber gibt es nach wie vor wichtige Punkte, die vor einer finalen Einigung zur Zufriedenheit aller geklärt werden müssen. Diese Verhandlungen erfordern Geduld sowie das gewisse Fingerspitzengefühl und können nicht über den Zaun gebrochen werden. Alle Beteiligten sind sich der Brisanz dieser Verhandlungen und den Auswirkungen für den DEL-Standort Krefeld bewusst.“ 

Matthias Roos, Geschäftsführer der KEV Pinguine Eishockey GmbH, sagte: „Wir verstehen die berechtigte Sorge um unseren DEL-Standort und sind alles andere als zufrieden den neuen Mietvertrag nicht bereits schon Anfang Dezember unterschrieben zu haben. Die Reaktionen, insbesondere von Zuschauern und Werbepartnern, zeigen allen Beteiligten mit wie viel Leidenschaft und Emotionen Eishockey in Krefeld gelebt wird. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst die Gespräche zu einem positiven Abschluss zu bringen, jedoch nicht um jeden Preis.“ Noch muss man also um den DEL-Standort Krefeld zittern.