Kommentar: Keine Alternative zum Spielabbruch

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Im Gespräch mit dem Iserlohner Kreisanzeiger zeigte sich ein Iserlohner Spieler sauer. Beim EV Duisburg sind beide Torhüter verletzt. Und dann gehen die vom Eis. Eine Frechheit! Um es klar zu sagen: Diese Reaktion eines Spielers ist vollkommen nachvollziehbar und in der Hitze des Gefechts okay.

Genauso klar ist aber: Es gab keine Alternative zum Spielabbruch. Denn Wettbewerbsverzerrung wäre es gewesen, wenn sich Jean-Luc Grand-Pierre oder ein anderer Fuchs ins Tor gestellt und Iserlohn mit 20:1 gewonnen hätte. Zur Erinnerung: In der DEL zählt bei Punktgleichheit nicht der direkte Vergleich, sondern das Torverhältnis.

Darüber hinaus bleibt beim Duisburger Trainergespann die Fürsorgepflicht. Dieser sind Didi Hegen, Karel Lang und Franz Fritzmeier nachgekommen, als sie sich dafür entschieden haben, das Spiel nicht noch einmal aufzunehmen. Es ehrt Kapitän Jean-Luc Grand-Pierre, dass er bereit war, als Torwart weiterzuspielen. Aber die DEL ist nun einmal eine Profiliga. Da fliegen einem die Puck nun einmal wirklich um die Ohren.

Die Verletzungsgefahr wäre zu groß gewesen. Zu Grand-Pierre bleibt zu sagen: Er spielt in Duisburg eine schlechte Saison – aber vom Einsatz her ist dem Kanadier nichts vorzuwerfen.

Auch ein Not-Torhüter stand den Duisburgern nicht zur Verfügung, weil die Junioren selbst ein Spiel hatten. Dumm gelaufen – aber nicht zu ändern.

Friedhelm Thelen

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