Kommentar: Ein guter VersuchÜber CHL-Spieler, die nach Deutschland kommen

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Gehen die Teams mit dieser Verpflichtung von Spielern aus den Canadian Hockey Leagues einen neuen Trend nach? Sicher ist auf je Fall, dass in dieser Liga die Spieler gut ausgebildet werden. Selbstverständlich weiß man nicht, wie diese Spieler einschlagen werden und wie sie hier klarkommen. Aber diese Möglichkeit, Spieler zu verpflichtenm die den Scouts der NHL entgangen sind, ist keine schlechte Idee. Hockeyprospects.com-Scout Ryan Yessie äußerte sich gegenüber Hockeyweb über Catenacci so: „Die Hauptursache bei ihm wird die Größe gespielt haben, dass er nicht gedraftet wurde.“ Das ist der Punkt, den sich die DEG zum Vorteil macht. Klein und schnell ist für die DEL ein perfektes Maß. Und das soll Catenacci sein. Und auch für die Spieler die in den Ligen der CHL nicht gedraftet werden, ist es ein Vorteil, nach Europa zu wechseln.

Denn der Weg, ungedraftet in Nordamerika in eine höhere Liga aufzusteigen, ist steinig. Über Probetrainings müssten sich diese Spieler vorstellen. Den Weg über unliebsame Ligen wie die ECHL („Rumpelliga“), Central Hockey Leauge (auch gern als Chainsaw Hockey League bezeichnet) oder die noch tiefer eingeschätzten Minor Leagues nehmen Spieler nur ungern in Kauf. Also müssen sie einen anderen Weg gehen. Und was liegt da näher als die „alte Heimat“?

In nahezu jedem amerikanischen Teenager-Spielfilm wird darüber geredet, dass man vor der Hochzeit doch mindestens einmal nach Europa will. Profisportler, oder die, die es noch werden wollen, können dies eben mit dem Wechsel hierher verwirklichen.

Zudem sind Spieler aus den Canadian Hockey Leagues reife Spieler. Um einige Beispiele zu nennen:  In der ersten Runde gedraftete Spieler haben immer wieder den sofortigen Sprung in die NHL gepackt. First Pick: Ryan Nugent-Hopkins (Für Edmonton), Second Pick Gabriel Landeskog (für Colorado) oder sogar der Achte Sean Couturier (Philadelphia Flyers) spielen oben mit.

Auch der Schweizer Sven Bärtschi wurde im Laufe der Saison von den Chicago Blackhawks in die NHL berufen und überzeugte.

Aber auch von der CHL nach Deutschland zu kommen, ist nicht das seltenste. Die deutschen Spieler zum Beispiel wie Nico Krämmer, wechselte vor der Saison in die QMJHL und Spielte für die Acadie-Bathurst Titans eine halbe Saison. Um Weihnachten ging es für ihn dann zurück nach Landshut, wo er im A-Kader vor kurzem die Zweitliga-Meisterschaft feierte. Oder Toni Ritter, der sich ebenfalls in der DEL etablieren konnte.

Genauso ist bekannt, dass die Krefeld Pinguine vor der Saison lange um Marcel Noebels buhlten und sogar nachdem er im NHL-Draft von den Philadelphia Flyers gezogen wurde noch einmal das Angebot erhöhten, er sich mit den Flyers zusammensetzte und sich für den Weg in Nordamerika entschied. Und heute spielt er mit den Portland Winterhawks zusammen mit einigen der vielversprechendsten Talente (Pouliot, Rattie, Reid, Bartschi) der Western Hockey League um deren Meisterschaft.

Warum also nicht den Versuch machen und junge Nordamerikaner verpflichten?