Kölner Haie verlängern Krefelds NegativserieKEC besiegt die Pinguine mit 3:2

Die Kölner Haie setzten sich gegen die diesmal pinken Krefeld Pinguine durch. (Foto: dpa/picture alliance/Revierfoto)Die Kölner Haie setzten sich gegen die diesmal pinken Krefeld Pinguine durch. (Foto: dpa/picture alliance/Revierfoto)
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Beide Gegner konnten sich also eine weitere Niederlage eigentlich nicht leisten, wollte man nicht frühzeitig den Abstand zu den Plätzen sieben und acht zu groß werden lassen. Bei den Pinguinen stand wieder Jussi Rynnäs im Tor. Und auch Mark Cundari war zurück im Team, es fehlten die dauerverletzten Martin Schymainski und Justin Hodgman.

Wie fast immer hatten die Pinguine die ersten Chancen – auch wegen einer Kölner Strafe. In Minute fünf lagen mehrere Haie im Tor, aber nicht der Puck. Den musste Jussi Rynnäs aus den Maschen holen, dem die Sicht genommen war, als die Haie ihre allererste Chance nutzten. Die Haie überstanden eine weitere Strafe, und es dauerte bis zur Minute 19, ehe die Angriffsbemühungen der Pinguine durch Jacob Lagaces ersten Treffer für die Pinguine belohnt wurden. Aber schon 17 Sekunden später war die Krefelder Abwehr wieder schlecht sortiert und kassierte das 1:2. Nur eine Minute danach gab es erhebliche Zuordnungsprobleme in der Pinguine-Abwehr, da Torsten Ankert seinen Schläger verloren hatte. Der aufrückende Pascal Zerressen hatte keine Mühe, ungestört den Puck ins Krefelder Tor zu hämmern.

Im Mitteldrittel kämpften die Pinguine um den Anschlusstreffer. Grant Besse, Kai Hospelt, Phillip Bruggisser und Chad Costello vergaben alle bei einer Großchance für die Haie, die Rynnäs souverän entschärfte. In Minute 33 schlug der Topscorer der Krefelder dann doch zu und legte Gustaf Wesslau die Scheibe locker unten rechts ins Tor. Krefeld drängte weiter, nahm sich aber selbst durch Fehlpässe auf kürzeste Distanz häufig den Schwung und beschwor durch fehlende Zuordnung in der Abwehr unnötigerweise kritische Situationen herauf, deren gefährlichste wiederum von Rynnäs ausgebügelt wurde. Die Pinguine setzten ihr Angriffsspiel auch im Schlussdrittel unverändert fort. Es gab Chancen für beide Seiten, aber die Scheibe wollte nicht mehr ins Tor, auch nicht, als Rynnäs  70 Sekunden vor Schluss  sein Tor verließ.

Ex-Hai und Neupinguin Kai Hospelt sagte: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Das 0:1 war unglücklich, unser Ausgleich zum 1:1 verdient. Die zwei Schläge kurz vor dem Ende des ersten Drittels waren entscheidend. Wenn man so eine Negativserie hat, wird jeder kleine Fehler bestraft. Wir müssen weiter arbeiten; ich denke, das heute war ein guter Schritt in die richtige Richtung, trotz der Niederlage.  Ich war heute natürlich heiß und wollte gegen meine ehemaligen Kameraden gewinnen, so wie wir alle.“

Haie-Trainer Mike Stewart urteilte: „Beide Mannschaften wollten unbedingt gewinnen und hatten auch im zweiten Drittel ein paar Topchancen.“ Pinguine-Trainer Brandon Reid war trotz der Niederlage nicht unzufrieden: „Wir haben vor dem Spiel gesagt, dass wir  Herz, Leiden-schaft, Siegeswillen und Zielstrebigkeit zeigen müssen, die in den vorigen Spielen ein wenig verloren gegangen waren, und das haben wir getan. Wir haben zwar heute nicht gewonnen, aber bis zum Schluss gekämpft. Zwei Fehler in der Verteidigungszone haben uns den Sieg gekostet.“

Tore:  0:1 (5.) Ugbekile (Müller, Sill), 1:1 (19.) Lagace ( Saponari, Welsh), 1:2 (19.) Hanowsky (Matsumoto, Gagné), 1:3 (19.) Zerressen (Akeson,  Bast), 2:3 (33.) Costello (Pietta). Strafen: Krefeld 4, Köln 4. Schiedsrichter: Bauer, Rohatsch. Zuschauer: 6625.