Kölner Comeback in StraubingTigers verschenken Sieg

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Das Sieg bringende Tor erzielte Felix Schütz nach einem feinen Konter. Beim Treffer waren auch Straubings Calvin Elfring und Dustin Whitecotton auf dem Eis. Elfring weiß, dass die Situation von beiden nicht ideal gelöst wurde und meint: „Whity (Dustin Whitecotton) und ich müssen uns da besser abstimmen. In der Situation sind wir beide auf denselben Spieler gegangen, das müssen wir im Training abstellen.“ Whitecotton sah aber noch einen anderen Schwachpunkt des Nachmittags: „Im letzten Drittel waren wir uns vielleicht zu sicher und Köln hat das ausgenutzt und Druck auf uns gemacht. Heute haben wir im letzten Drittel zu viele Fehler gemacht.“

Das sah auch sein Trainer Dan Ratushny so: „Wir haben in den letzten zwanzig Minuten zwei oder drei Defensivfehler gemacht, aber wenn wir von diesen Fehlern lernen, können wir solche Spiel auch gewinnen“

Insgesamt führten beide Mannschaften ein sehr intensives und körperbetontes Spiel. Beide Seiten waren sich nach dem Spiel darin einig, dass man jeweils eine ansprechende Leistung gezeigt hat. So sagt Uwe Krupp in seinem Statement „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung unserer Mannschaft. Wir haben konzentriert begonnen, haben ein gutes erstes Drittel gespielt, haben aber zu viele Strafen genommen. Dadurch hat Straubing das Momentum bekommen. Als wir dann von der Strafbank weg blieben, haben wir das Spiel auch so gestaltet, wie wir es wollten, und dann die nötigen Tore gemacht.“ Auch Ratushny hatte Lob für die Haie in die Pressekonferenz mitgebacht: „Das war ein gutes Comeback und ein Charaktersieg von Uwes Mannschaft. Ich glaube es war ein Spiel mit hoher Qualität. Beide Mannschaften haben hart gespielt. Natürlich sind wir nach der Niederlage enttäuscht.“ Dustin Whitecotten zeigte sich aber nicht gänzlich unzufrieden: „Wir sind gut aus der Kabine gekommen und haben unser System zwei Drittel lang gut im Griff gehabt. Ich glaube, wir waren zwei Drittel die bessere Mannschaft.“

Wie Uwe Kupp es sagte, saßen im ersten Abschnitt vermehrt Kölner Spieler auf der Strafbank, sodass die Tigers ausreichend Gelegenheit hatten, in Überzahl zu scoren. Zweimal hatten die Niederbayern gar eine 5:3-Chance. Einmal waren es satte 1:45 Minuten. Doch Köln stand gut, sodass den Tigers kein Tor gelingen konnte. Calvin Elfring wollte das aber nicht als Grund für den Niederlage gelten lassen: „Nein, das Problem war eher, dass wir das Spiel im letzten Drittel defensiv zu leicht genommen haben. Wir waren 2:0 vorne, da müssen wir einfach weiter hart spielen und nicht so viele Defensivfehler machen.“ Auch Whitecotton stößt in diese Horn: „Nein, ich glaube nicht, dass es an den ausgelassenen Überzahlchancen lag. Aber ich glaube, diese Saison werden wir in jedem Spiel ziemlich viele Strafen sehen, und somit auch viel Über- und Unterzahl spielen. Einfach weil wir ab dieser Saison mit zwei Hauptschiedsrichtern spielen.“

Den Straubinger Fans bleibt wenigstens ein gewonnener Faustkampf von Sebastian Osterloh. Sportskamerad Chris Minard glaubte einer gesicherten Scheibe in Bacashihuas Fanghand noch nachgehen zu müssen, das wiederum Straubings Verteidiger Osterlohn nicht so recht war. Das Ende des Geplänkels war ein Fight zwischen Osterloh und Nathan Robinson, der auch „mitreden“ wollte, aber den Kürzeren zog. Whitecotton meint mit einem schelmischen lächeln: „Das hat er gut gemacht, starke Vorstellung, war nicht schlecht.“

Tore:
1:0 28:49 Daniel Sparre (Calvin Elfting, Dustin Whitecotton)
2:0 33:07 Michael Endraß (René Röthke, Karl Stewart) PP1
2:1 46:45 Andreas Falk (Motitz Müller, Phillip Gogulla)
2:2 47:32 Alexander Weiß (Phillip Gogulla, Ales Kranjc) PP1
2:3 55:10 Felix Schütz (Phillip Gogulla, Torsten Ankert)
2:4 59:45 John Tripp (Charlie Stephens, Moritz Müller) EN

Strafen: Straubing 20 +10 Osterloh; Köln 24 +10 Tripp, +10 Robinson
SR Roland Aumüller, Carsten Lenhart; LR Dominic Erdle, Andreas Flad
Zuschauer 4.773