Köln zittert sich gegen Krefeld zur Tabellenführung

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
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Nur zwei Tage nach dem denkwürdigen Auftritt gegen Mannheim lieferten die Haie ein merkwürdiges 4:3 über Krefeld ab. Unter den 14.177 Zuschauern befanden sich viele Erstsemester-Studenten, die anhand der Haie zumindest zwei Drittel lang die Chaos-Theorie studieren durften: Was schief gehen konnte, ging schief. Pässe, die 48 Stunden zuvor noch exakt auf dem Schläger des Mitspielers gelandet wären, wurden in die Füße des Gegners gespielt, von den Torschüssen fangen wir lieber gar nicht erst an. Köln erzielte alle vier Treffer in Über- bzw. Unterzahl, bei Fünf gegen Fünf ging gar nichts. "Das war ein Kraftakt heute, wir waren nach drei Spielen in fünf Tagen am Limit und haben das Spiel nur durch unsere Moral gewonnen", erklärte Hans Zach nach der Partie. Krefelds Interims-Coach Franz Fritzmeier war ein wenig verärgert. "Die Kölner waren heute zu packen, wir haben das nicht genutzt."
Damit lag Fritzmeier ohne Zweifel richtig, sein Team lag nach dem zweiten Drittel mit 3:2 in Führung, obwohl es zwei Gegentreffer in Unterzahl kassieren musste, weil Chris Herperger nach einem Check gegen den Kopf von Eduard Lewandowski mit einer Matchstrafe vom Eis geschickt worden war. Köln erleichterte den Gästen das Toreschiessen zusätzlich durch den Einsatz des 18jährigen Torhüters Thomas Greiss, der bei zwei Treffern von Steve Brulé reichlich Lehrgeld zahlen musste. Kein Problem, zu diesem Zweck lässt man die Jungen schließlich ran. Um das Spiel doch noch drehen zu können, brachte Hans Zach allerdings im Schlussdrittel Chris Rogles zwischen die Kölner Pfosten und die Rechnung ging auf. Rogles blieb ohne Gegentreffer und auf der anderen Seite glich Mirko Lüdemann mit einem schönen Break in Unterzahl aus. "Das war der Knackpunkt", erklärte "Lüde" nach dem Spiel. Mit Glück kamen die Haie sogar noch zum Siegtreffer durch Julien, der nicht einmal besonders hart von der blauen Linie abzog, irgendwie ging der Puck an allen Spielern vorbei ins Tor. Was schief gehen konnte (diesmal aus Krefelder Sicht) ging halt schief.
Köln stocherte sich somit zur alleinigen Tabellenführung in der DEL, die Lüdemann allerdings realistisch einzuschätzen wusste: "Das ist ein netter Nebeneffekt, mehr nicht. Freitag haben wir schon wieder ein schweres Spiel in Nürnberg."
Alexander Brandt

Tore: 0:1 (01:34) King (Kunce/Selivanov), 1:1 (11:22) Beardsmore (Blank/Adduono), 2:1 (12:58) McLlwain (Hicks), 2:2 (24:24) Brulé (Schnitzer/Guillet), 2:3 (39:04) Brulé (Wright/Ziesche), 3:3 (45:10) Lüdemann (Lewandowski/Boos), 4:3 (49:21) Julien (Adduono/Beardsmore)
Strafminuten: Köln 12, Krefeld 15 + Spieldauer Herperger + 10 Köttsdorfer
Zuschauer: 14.177
Schiedsrichter: Dahle

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