Köln wie Kyrill - Hannover mit 9:1 weggefegt!

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Der Knoten ist bei den Kölner Haien geplatzt, und

zwar deutlich: Mit 9:1 (1:0/1:1/7:0) fegten sie in der Deutschen

Eishockey Liga die Hannover Scorpions vom Eis und boten vor allem im

letzten Drittel eine ihrer besten Saisonleistungen.  

Die

Sorgenfalten auf der Stirn des Kölner Trainers Doug Mason hatten sich

vor dem Spiel etwas geglättet, Dave Mcllwain und Aaron Gavey waren

einsatzbereit, den Haien standen somit drei Mittelstürmer zur Verfügung. Die

Kölner zeigten deutlich, dass sie sich mental auf den Schlussspurt in

der Liga eingestellt hatten, von Anfang an gingen sie sehr engagiert

zur Sache und boten die beste Leistung seit Wochen, besonders Aaron

Gavey fiel positiv auf, nicht nur wegen seines Tores zum 1:0 in der 6.

Spielminute, als er einen Schuss von Bryan Adams abfälschte. Köln

machte Tempo und wollte eindeutig das Spiel bestimmen.

Die Gäste aus

Hannover hatten Pech, als Sascha Goc bei Überzahl der schussbereite

Schläger entzwei brach, ansonsten hatten sie im ersten Drittel wenig

Gelegenheit, Kölns Torhüter Adam Hauser in Verlegenheit zu bringen. Mit

etwas mehr Effektivität im Überzahlspiel hätten die Kölner bereits im

ersten Drittel höher führen können, den zweiten Abschnitt begannen sie

gegen nur drei Hannoveraner auf dem Eis, weil die Gäste eine Bankstrafe

und ein Foul von René Röthke absitzen mussten. Aus der guten

Gelegenheit konnten die Haie allerdings kein Kapital schlagen und

getreu dem alten Eishockey-Motto "Machst du Keins, kriegst du Eins" kam

Hannover wenig später zum Ausgleich. Bryan Adams drückte die Kölner

Strafbank und Eric Schneider traf mit einem schönen Flachschuss aus der

Drehung. Köln brauchte einige Minuten, um den Rhythmus des ersten

Drittels wieder zu finden, ab der 28. Minute hatten Doug Masons Spieler

die Partie allerdings wieder im Griff, spielten zeitweise Powerplay bei

"Fünf gegen Fünf". Als der ehemalige Kölner Dan Lambert dann für zwei

Minuten hinaus musste, brachte Mirko Lüdemann die Kölner wieder in

Führung, allerdings mit etwas Glück. Lüdemann stand neben dem Tor,

schob den Puck in den Torraum, wo die Scheibe vom Schlittschuh eines

Hannoveraners hinter die Linie rutscht. Hannovers Torhüter Alexander

Jung erwischte den Puck erst, als es zu spät war.
Im

Schlussdrittel brannten die Haie dann ein Feuerwerk ab, wie man es

lange nicht erlebt hatte. In weniger als sechs Minuten zogen die Kölner

auf 5:1 davon, trugen die Scheibe mit traumhaften Kombinationen

geradezu ins Tor der bemitleidenswerten Gäste. Am Ende stand es völlig

verdient 9:1 für die Kölner, Sebastian Furchner legte sogar einen

Hattrick aufs Eis. Das wohl schönste Tor schoss Ivan Ciernik zum

zwischenzeitlichen 5:1, als er den Puck direkt vor dem Tor der Gäste

erhielt und Jung sehr lässig austanzte.

Hans Zach: "Wir haben ab dem 3:1 nur noch zugeschaut und unser schlechtestes Drittel der Saison gespielt. Wer so spielt, hat keinen Anspruch auf einen Play-off-Platz."

Doug Mason: "Das glückliche 2:1 hat uns sehr geholfen, danach haben wir Top-Eishockey gespielt."

Alexander Brandt
Foto: Sportfoto-Cologne

Tore:

1:0 Gavey (6.), 1:1 Schneider (23.), 2:1 Lüdemann (32.), 3:1 Furchner

(43.), 4:1 Kopitz (45.), 5:1 Ciernik (48.), 6:1 Furchner (49.), 7:1

Gogulla (52.), 8:1 Julien (58.), 9:1 Furchner (59.) Strafminuten: Köln 16, Hannover 14 Zuschauer: 12.178

Jetzt die Hockeyweb-App laden!