Köln weiter spitze – Krefeld siegt 7:3 nach 1:3 in StraubingDEL kompakt

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Im Spitzenspiel des neunten Spieltages der DEL gewann der Drittplatzierte Grizzlys Wolfsburg in einer hart umkämpften Partie gegen die auf dem 5. Platz liegenden Schwenniger Wild Wings 2:1 (1:0; 1:1; 0:0). In einer ausgeglichenen Begegnung war das 1:0 durch Alexander Weiß in der 15. Minute in Überzahl das Highlight des ersten Drittels. Aber die Gäste aus dem Schwarzwald glichen im zweiten Durchgang nach einem Blitzstart durch Torjäger Will Acton (21.) aus. In der 28. Minute aber brachte Christopher Foucault die Grizzlys erneut in Führung, die bis zum Ende der Partie hielt.

Auch in der Saturnarena stand eine spannende Partie auf dem Spielplan. Der ERC Ingolstadt erlebte gegen die Eisbären Berlin abermals eine schwarze Stunde und verlor mit 4:7 (0:4; 3:1; 1:2). Waterloo im ersten Drittel für Ingolstadt! Ein Doppelschlag von Toptorjäger Nick Petersen (2.) und Darin Olver (5.) brachte die Gäste schon früh auf die Siegerstraße. Frank Hördler erhöhte auf 0:3 (13.) und Andre Rankel sogar noch auf 0:4 (17.). Im Mitteldrittel ging es dann komplett in die andere Richtung. Ein Powerplaytor durch Jaques (26.) und ein Doppelschlag von Taticek ebenfalls (26.) und ein weiteres Überzahltor von ihm (29.) brachte den ERC auf 3:4 heran. Ingolstadt war zurück im Spiel. Mit der Schlusssirene schoss Berlins Goalgetter Nick Petersen (40.) in Überzahl zum 5:3 ein und Ingolstadts Aufholjagd bekam einen mächtigen Dämpfer. Kaum war die Pause vorbei, schon gelang Ingolstadt in Überzahl durch Petr Pohl (44.) erneut der Anschlusstreffer. Aber ein schwerer Torwartfehler von Timo Pielmeier in der 48. Minute wurde durch Kai Wissmann zum 4:6 genutzt. Ein Empty-Net-Goal zum 4:7 durch Daniel Fischbuch brachte die endgültige Entscheidung (58.).

Im Stadion am Pulverturm brannte ebenfalls die Luft. Das Heimteam die Straubing Tigers verlor gegen die Krefeld Pinguine in einer mitreißenden Partie haushoch mit 3:7 (2:1; 1:2; 0:4).1:0 Alexander Oblinger (12.). Mike Connolly erhöhte in der 16. Minute aus 2:0. Im Gegenzug schlug Norman Hauner zurück und verkürzte auf 1:2 (16.). Den besseren Start in den zweiten Abschnitt hatte wieder das Heimteam und stellte durch Jeremy Williams (26.) auf 3:1. Ein Doppelschlag der Gäste von Christian Kretschmann zum 3:3 (31.) und (33.) brachte die Halle zum Verstummen. Für lähmendes Entsetzen sorgte im letzten Drittel ein Blitzstart der Gäste. Zwei schnelle Tore durch Marcel Müller (41.) und Mike Collins (42.) drehten die Partie und es stand 3:5! In der 46. Minute schnürte Mike Collins seinen Doppelpack und erhöhte auf 6:3. In der 59. Minute setzt Mark Mancari mit dem 7:3 den Schlusspunkt.

Ein Duell aus dem Mittelfeld der DEL war die Begegnung Düsseldorfer EG gegen die Thomas Sabo Ice Tigers. Für die Gäste aus Franken erwies sich Düsseldorf erneut als gutes Pflaster, man siegte klar mit 0:4 (0:1; 0:1; 0:2). Nürnberg erwischte den besseren Start und ging durch Leonhard Pföderl in der 4. Minute früh mit 0:1 in Führung. Im Mitteldrittel erhöhten die Gäste durch Steven Reinprecht (30.) auf 0:2. Und auch im letzten Abschnitt machten die Franken ihr Tor zum 0:3 durch Philippe Dupuis (54.). Aber einer setzte noch eins drauf, 0:4 in der 58. Minute – Doppelpack Leonhard Pföderl.

DEL-Spitzenreiter Kölner Haie empfing vor heimischem Publikum die Augsburger Panther. In einer spannenden Partie siegte der Tabellenführer mit 3:2 (1:0; 0:0; 2:2). Wenige Sekunden vor Ablauf des ersten Drittels brachte Ryan Jones die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Nach einem torlosen zweiten Durchgang eröffnete Köln im Schlussabschnitt den Torreigen und T.J. Mullock erhöhte in der 44. Minute aus 2:0. Die Freude währte nicht lange, denn T.J. Trevelyan gelang postwendend der Anschlusstreffer (45.). In der 59. Minute markierte Johannes Salmonsson in Überzahl das 3:1 für die Haie. Von Vorentscheidung keine Spur, die Ereignisse überschlugen sich. Nach einer 5-Minuten-plus-Spieldauer-Strafe für den Kölner Dane Byers verkürzte Evan Trupp noch einmal zum 2:3 für die Panther.

Ganz nach dem Muster David gegen Goliath! Der haushohe Favorit Adler Mannheim besiegte zu Hause den Aufsteiger Fischtown Pinguins Bremerhaven wenig überraschend mit 4:2 (1:1; 3:1; 3:1). Wie erwartet brachte Mathieu Carle die Gastgeber in der achten Minute durch ein Powerplaytor mit 1:0 in Front. Doch der Underdog schlug eiskalt durch Jason Bast (13.) zurück und glich aus. Mannheim kam mit einer Menge Wut aus der Kabine und stellte mit drei schnellen Toren zum 4:1 durch Christoph Ullmann (23.), Chad Kolarik (25.) und Jamie Tardif (26.) die Weichen auf Sieg. Der Schock saß tief, aber ein Überzahltor von Cody Lampl in der 36. Minute brachte den Aufsteiger noch einmal auf 2:4 heran. Dann spielten die abgezockten Adler die Partie souverän zu Ende.

Nicht zu vergessen, am Seilersee spielte das Tabellenschlusslicht Iserlohn Roosters gegen den amtierenden Meister EHC Red Bull München. Es ging rauf und runter, aber am Ende war die Sensation mit 2:1 (0:0; 2:1; 0:0) perfekt. Nach einem torlosen 1. Drittel schlug es im Mittelabschnitt gleich zweimal hinter Münchens Goalie David Leggio ein. Jason Jaspers (24.) und Blair Jones (25.) sorgten für einen Paukenschlag! Diese überraschende 2:0 Führung hielt nicht lange. München gab sich nicht geschlagen und verkürzte durch Verteidiger Konrad Abeltshauser im Powerplay in der 35. Minute zum 1:2. Danach verflachte die Partie und Iserlohn brachte in einer Abwehrschlacht den hauchdünnen Vorsprung ins Ziel.

Bernd König