Köln schlägt Nürnberg 3:2 - Ice Tigers "noch gut bedient"

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
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"Das war eigentlich kein 3:2-Spiel, wir waren mit dem Ergebniss noch gut bedient", bestätigte Nürnbergs Coach Greg Poss nach dem Spiel. Dabei hatten seine Ice Tigers nach 33 Minuten sogar mit 2:0 geführt, Jiranek und Greilinger hatten zwei blitzsaubere Alleingänge nach schnellen Pässen durch die neutrale Zone kaltschnäuzig nutzen können. Köln war bis dahin überlegen, wirkte jedoch nervös und zeigte einige Missverständnisse im Zusammenspiel. So kam es umso überraschender, dass die Haie das Spiel binnen fünfeinhalb Minuten nicht nur drehten, sondern sogar entschieden. Zunächst bekam Sebastian Furchner kurz nach dem 0:2 aus Kölner Sicht die Scheibe im Nürnberger Drittel und zog einfach mal ab, erzielte so seinen dritten Treffer an diesem Wochenende. Dass Furchner genug Zeit für den Schuss hatte, lag an einem schlechten Wechsel der Nürnberger. "Man kann nicht wechseln, wenn die Scheibe im eigenen Drittel ist, zumindest muss ein Verteidiger den Puck rausschiessen", ärgerte sich Greg Poss. Köln war plötzlich voll im Spiel und entschied die Partie binnen 59 Sekunden. In der 39. Minute stürmte Dave McLlwain von links auf das Nürnberger Tor zu, kam ins Straucheln und schob den Puck im Fallen unter Nürnbergs Goalie Frederic Chabot zum 2:2 ins Tor. 59 Sekunden später legte sich Mirko Lüdemann im Nürnberger Drittel den Puck zurecht, zog ab - 3:2!

Im Schlussabschnitt wurde ein Drängen der Ice Tigers auf den Ausgleichstreffer erwartet, doch die Kölner waren im Gegenteil kaum noch zu stoppen, erspielten sich zahlreiche Torchancen. Nürnberg blieb nichts anderes übrig, als die Niederlage knapp zu halten. Auch eine Auszeit und die Herausnahme des Torhüters in der Schlussminute brachten keinen Erfolg mehr. "Die Kölner hatten einfach den größeren Siegewillen", so Poss. "Um hier zu punkten, hätten wir viel besser spielen müssen." Hans Zach auf der anderen Seite war "einfach nur stolz auf die Mannschaft, die sehr gut spielt und hervorragend kämpft und auf die Zuschauer, die das erkennen und uns auch bei einem 0:2 Rückstand nach vorne peitschen." (ab)

Tore: 0:1 (20:58) Jiranek (Fical/Julien)

0:2 (32:40) Greilinger (Lehoux)

1:2 (33:34) Furchner (Morczinietz/Hospelt)

2:2 (38:00) McLlwain (Hicks/Roy)

3:2 (38:59) Lüdemann (Roy/Hicks)

Strafminuten: Köln 18, Nürnberg 14 + 10 Firsanov

Zuschauer: 14.698

Schiedsrichter: Rademaker