Köln schlägt Kassel 5:1 - fast wie im Training

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Kölner Haie setzten ihren Höhenflug auch am 8. Spieltag fort und besiegten die ungewöhnlich schwachen Kassel Huskies nach einer Gala ihres Paradeblocks mit 5:1.

Köln gegen Kassel - das waren in den vergangenen Jahren fast immer enge, hart umkämpfte Spiele, vor anderthalb Jahren hatten sich beide Teams noch eine Viertelfinalserie über sieben Partien geliefert. Von ihrer damaligen Leistung waren die Huskies heute aber meilenweit entfernt. "Wir waren nur ein Schatten unseres Spiels vom Freitag", ärgerte sich Trainer Mike McParland. In der Tat hatte man nie das Gefühl, der Kölner Sieg könnte ernsthaft in Gefahr geraten, vor allem der KEC-Paradeblock mit Lüdemann, Schlegel, Roy, Hicks und McLlwain durfte wirbeln, dass den nur 9.545 Zuschauern in der Kölnarena warm ums kölsche Herz wurde. Haie-Torhüter Chris Rogles hielt sich mangels Beschäftigung zeitweise während des Spiels mit gymnastischen Übungen warm.

Das erste Highlight des Spiels setzte aber Hans Zach, der Schiedsrichter Schütz nach einer Strafzeit gegen Seidenberg beschimpfte und einer weiteren Strafe nur dadurch entging, dass er schnell hinter die Spielerbank sprang und dem Unparteiischen den Rücken zukehrte. Bei der nächsten Attacke war Zach dann aber fällig: Im Schlussdrittel fing er sich eine Bankstrafe ein, die ohne Folgen für sein Team blieb. Köln ging durch einen Schlagschuss von Brad Schlegel mit 1:0 in Führung (17.) und erhöhte gleich nach Beginn des zweiten Drittels durch McLlwain auf 2:0. Die letzte Chance für Kassel bot sich in der 33. Minute, als ein vermeintlicher Treffer der Huskies aber nach Sichtung des Videobeweises nicht anerkannt wurde. "Vielleicht hätte das Tor noch geholfen", sagte McParland. Angesichts der Harmlosigkeit seines Teams am heutigen Tag muss man aber selbst das bezweifeln.

Noch im zweiten Drittel fing sich McParlands Team eine Bankstrafe wegen zuvieler Spieler auf dem Eis ein und erlaubte Kölns Stürmer Alex Hicks dann sogar, völlig alleingelassen auf Torhüter Jan Münster zuzugehen und mit dem 3:0 alles klar zu machen. Dies war erstaunlicherweise der erste Saisontreffer des Torjägers, der Treffer tat ihm sichtlich gut. "Ich weiß auch nicht, was los war, manche Jahre laufen eben so", erklärte Hicks nach dem Spiel. "Ich bin einfach positiv geblieben und habe auch mit meinem Vater darüber gesprochen, das hat mir geholfen."

Im Schlussdrittel hatten sich die Huskies aufgegeben und Köln erzielte Tore wie im Training. Man spielte sich den Puck zu und die Huskies aus, so dass Lewandowski die Scheibe zum 4:0 nur ins leere Tor zu schießen brauchte, Dan Bjornlie besorgte das 5:0 indem er einfach mal abzog. Kurz vor Ende der Partie erzielte Mike Greig im Powerplay wenigstens noch den Ehrentreffer für sein Team und verdarb Chris Rogles dadurch den Shutout.

Hans Zach war nach der Partie natürlich sehr zufrieden. "Das war unser drittes Spiel in sechs Tagen und wir haben alle neun Drittel aus hohem Niveau gespielt. Alles läuft sehr gut für uns und es macht einfach nur Spaß, mit den Jungs zu arbeiten. Aber es werden auch wieder andere Zeiten kommen." Die Haie haben von ihren ersten acht Saisonspielen sieben gewonnen, darunter alle vier Heimspiele.
Alexander Brandt

Tore: 1:0 (16:31) Schlegel (Roy/Hicks), 2:9 (20:58) McLlwain (Schlegel/Hicks), 3:0 (35:33) Hicks (Roy), 4:0 (50:38) Lewandowski (Boos/Furchner), 5:0 (51:51) Bjornlie (Beardsmore/Adduono), 5:1 (57:28) Greig (Melanson/Drury)
Strafminuten: Köln 12 + 10 Müller + 10 Furchner, Kassel 12
Zuschauer: 9.545
Schiedsrichter: Schütz


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