Köln mit erstem Saisonsieg – 3:1 Erfolg bei den Lions

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„Aus Frankfurter Sicht kam der Trainerwechsel zu einem unglücklichen Zeitpunkt“, hatte Lions Trainer Chernomaz vor dem Spiel der Hessen gegen die Kölner Haie gesagt. „Der neue Trainer wird den Spielern Selbstvertrauen geben, das umso mehr wächst, so lange das Spiel offen ist“, ahnte Chernomaz bereits vor der Partie, wie der Verlauf sein könnte. Der Kanadier sollte Recht behalten. Die Haie überstanden das erste Drittel schadlos und hatten durch Rudslätt sogar noch die beste Torchance. Die Lions agierten zwar überlegen und hatten mehr Spielanteile, so richtig zwingend waren die Aktionen der Gastgeber allerdings nicht. Die Haie spielten einfach und vor allem konsequent defensiv. Immer lauernd auf Fehler der Lions warteten sie geduldig ab und hatten mit Stefan Horneber einen starken Rückhalt im Tor, der nach 29 Minuten dann doch hinter sich greifen musste. Lions Top-Scorer Taylor hatte einen Querpass mit einem überlegten Schuss gegen die Laufrichtung Hornebers verwertet. Zwar hechtete der Kölner Torwart noch nach dem Puck, konnte ihn aber erst hinter der Torlinie stoppen.

Genau diese Situation hatten sich die Lions gewünscht. „Wir wollen unbedingt in Führung gehen, um den Druck auf Köln zu erhöhen“, hatte Chernomaz vor dem Spiel gefordert. Der Plan schien aufzugehen, denn die Haie schwammen nach dem Rückstand, überstanden die nächsten Minuten aber mit etwas Glück schadlos. Besser noch, einen der wenigen Angriffe nutzten sie zum Ausgleich. Julien hatte mit einem Distanzschuss getroffen, weil Torwart Gordon die Sicht versperrt war.

Mit diesem Spielstand ging es in die 2. Drittelpause eines Spiels, vor dem der Lions Verteidiger Michael Bresagk für seinen 600. Einsatz in der Deutschen Eishockey Liga geehrt wurde. Nachdem die Lions in den ersten beiden Dritteln mehr vom Spiel hatten, änderte sich das Gleichgewicht in den letzten 20 Minuten. Die Haie agierten nun mutiger in der Offensive und wurden schnell belohnt. Wieder ein Distanzschuss und wieder hatte Gordon keine Chance, weil ihm die Sicht genommen wurde. Dieser Führungstreffer schien befreiende Wirkung auf die Köpfe der Haie Profis zu haben. Frankfurt nun völlig aus dem Spiel und gedanklich immer einen Schritt langsamer. Die Folge war ein Foul von Armstrong, in dem die Haie für die Entscheidung sorgten. Mike Johnson stand direkt vor Lions Torwart Gordon und gab dem Schuss von Pratt die entscheidende Richtungsänderung. Diesen Vorsprung brachten die Rheinländer sicher über die Zeit.       

Zum Mainova Spieler des Tages wählten die Fans Simon Danner

1:0 (28:09) Taylor; 1:1 (30:57) Julien; 1:2 (47:41) Trygg; 1:3 (51:31) Johnson 5-4PP;

Strafminuten:

Frankfurt: 12 Minuten

Köln: 16 Minuten

Zuschauer: 6.400

Schiedsrichter: Georgij Jablukov

(Frank Meinhardt – Foto by City-Press)