Köln macht’s: Das DEL Winter Game 2019 im RheinEnergie-StadionDaniel Hopp: „Eine starke Bewerbung“

Von links: Florian Grosch (OK des DEL Winter Games), Stefan Adam (Geschäftsführer Düsseldorfer EG), Daniel Hopp (stellv. DEL-Aufsichtsratsvorsitzer), Oliver Müller (Geschäftsführer Kölner Haie), Lutz Wingerath (Kölner Sportstätten GmbH). (Foto: the)Von links: Florian Grosch (OK des DEL Winter Games), Stefan Adam (Geschäftsführer Düsseldorfer EG), Daniel Hopp (stellv. DEL-Aufsichtsratsvorsitzer), Oliver Müller (Geschäftsführer Kölner Haie), Lutz Wingerath (Kölner Sportstätten GmbH). (Foto: the)
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Die Überraschung hielt sich in Grenzen. Nur der Zeitpunkt erstaunte gar die Haie. „Wir hatten darauf gehofft, im Februar die Zusage zu bekommen. Nun ging alles viel schneller“, erklärte Oliver Müller, der Geschäftsführer der Kölner Haie. Die Bewerbung der Domstädter war bekannt – und es war die einzige für 2019. „Allerdings war diese Bewerbung so gut – im Pflichtteil wie in der Kür – dass die Kölner Haie auch beste Chance gehabt hätten, wären noch andere Bewerber da gewesen“, sagte Daniel Hopp, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzen der DEL. Da Hopp aber auch bei den Adlern Mannheim in der Verantwortung steht, kann er die Aufgaben, die ein DEL Winter Game mit sich bringen, nach dem DEL Winter Game 2017 in Sinsheim gut einschätzen. „Wir standen im engen Austausch mit den Adlern und mit der Düsseldorfer EG, die das Winter Game 2015 ausgerichtet hatten. Wir haben ein sehr kollegiales Miteinander“, so Müller.

Stefan Adam, Geschäftsführer der DEG, freut sich ebenfalls auf die Partie. „In der Geschäftsstelle ist das Spiel von 2015 immer noch ein Thema“, sagte er. Hopp ergänzt: „Die Strahlkraft einer solchen Veranstaltung ist für das deutsche Eishockey insgesamt, aber auch für die beteiligten Vereine enorm.“ Und das macht klar: Die Open-Air-Spielidee, die aus der NHL kam, hat längst auch alle europäischen Ligen in ihren Bann gezogen. Es ist ein Schaulaufen einer ganzen Sportart geworden. Die mediale Aufmerksamkeit ist riesig. Dazu kommen diese Spiele bei den Fans an. Hopp dazu: „Es ist einfach gut, dass wir beim Zwei-Jahres-Rhythmus bleiben. Dadurch wird das Ganze nicht inflationär.“

Kritik gab es von Seiten der Fans der nicht beteiligten Vereine, dass es so etwas wie das Rückspiel des DEL Winter Games 2015 ist. „Von den Emotionen, aber auch vom Verstand her macht es am meisten Sinn, gegen die DEG zu spielen. Das ist einfach das traditionellste Derby im deutschen Eishockey“, sagt Müller. Auch da wird es ja nach Standort andere Meinungen geben – doch über den Hardcore-Fanbereich hinaus geschaut, dürfte es bei Sportfans tatsächlich das bekannteste Lokalduell im deutschen Eishockey sein.

Ob es eine Kampfansage aus Düsseldorf gibt? „Ja, aber erst einmal für Freitag. Wir brauchen die Punkte im Kampf um die Play-offs“, sagte Adam mit einem Augenzwinkern. „Klar ist aber, dass auf beiden Seiten alle Spieler noch mehr als sonst geben.“ Hopp sieht das ähnlich: „Das ist ein Fußabdruck, den man in der Vereinsgeschichte hinterlassen kann.“

50.000 Zuschauer passen in das Kölner Stadion. „Aber glauben Sie mir: Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht daran denke, wie wir 51.126 Zuschauer in das Stadion bekommen“, sagte Haie-Geschäftsführer Müller. Die DEG hatte damals 51.125 Fans begrüßt.

Drum herum wird die römische Vergangenheit Kölns ein Motto auf den Fanfesten rund um das Stadion sein. Das Motto des Spiels heißt: „Gloria victori sit. Ehre dem Sieger.“ Müller: „Wir werden Antikmärkte und Gladiatorenkämpfe haben. Wir wollen die Leute auf eine Zeitreise mitnehmen.“ Kölsche Bands werden eingebunden; ein internationaler Musik Act ist auch geplant. Im Gespräch ist auch eine zusätzliche kleine Eisfläche, um in den Drittelpausen ein Eisfußballspiel für Fans möglich zu machen. Außerdem wird es wieder ein Nachwuchs- und ein Oldiespiel geben.

Das genaue Budget, das die Haie in die Hand nehmen müssen, wollte Müller nicht verraten. „Aber gehen sie mal von einem niedrigen siebenstelligen Budget aus, das nötig ist.“ Gut für den KEC: Schon bei einer Stadionauslastung von 42 bis 44 Prozent – sprich 21.000 bis 22.000 Zuschauer – sind die Kosten eingespielt. Das macht ganz gut deutlich, warum nicht jeder DEL-Standort für eine Winter Game in Frage kommt.


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