Köln - Iserlohn 3:1: Schöne Tore und fliegende Fäuste

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
Lesedauer: ca. 2 Minuten

"Wir wollten diesmal hinten nichts anbrennen lassen", lautete die Devise der Haie vor dem Spiel gegen die Iserlohn Roosters. Dies gelang auch, zum ersten Mal in der neuen Saison hatte man als Besucher eines Spiels der Kölner Haie das Gefühl, ein "normales" Resultat zu verfolgen. Iserlohns Coach Dave Whistle war mit dem Spiel seiner Mannschaft sehr zufrieden. "Wir haben so gut gespielt wie wir überhaupt können, waren am Schluss sogar nah am Ausgleich."

Für die 10.140 Zuschauer in der Kölnarena waren vor allem die Tore sehenswert. Lewandowskis 1:0 nach tollem Zusammenspiel mit Tino Boos in der 11. Minute war genauso schön herausgespielt wie das 2:0 durch Jean-Yves Roy in der 32. Minute. Links neben dem Iserohner Tor nahm er einen Pass direkt ab und schlenzte den Puck unter die Latte. Roosters-Goalie Michael Fountain, der sein Team mit tollen Paraden bis zum Schluss im Spiel hielt, war machtlos. Sein Gegenüber Chris Rogles wirkt bei den wenigen, aber gefährlichen Chancen der Gäste souverän. In der 57. Minute war aber auch Rogles ohne Chance, als James Black einen langen Pass durch die neutrale Zone mit einer Drehung aufnahm, alleine auf Rogles zustürmte und trocken einklinkte. Die Hoffnung der zahlreichen Iserlohner Fans währte indes nicht lange: Nicht einmal eine Minute später musste Matt Henderson nach einem Stockstich mit 5+ Spieldauer vom Eis, die Haie konnten die Schlussminuten in Überzahl herunterspielen und erzielten durch einen sehenswerten Schlagschuss von Dave McLlwain noch das 3:1. "Ich habe die Szene mit dem Stockstich nicht gesehen und kann sie daher nicht kommentieren", sagte Dave Whistle. "Henderson meinte, er habe seinen Gegenspieler kaum berührt."

Zehn Sekunden vor Ende der Partie wurde es dann noch hektisch. Alex Hicks legte sich mit Michael Fountain an, es entstand eine Rangelei aller auf dem Eis befindlichen Spieler ausser Chris Rogles, der im Hintergrund lauerte um im Notfall eingreifen zu können, schließlich waren die Roosters bei der Keilerei durch die Teilnahme ihres Goalies in Überzahl. Alles halb so schlimm, nach dem Einsammeln der Handschuhe wechselten Hicks und Fountain noch ein paar klärende Worte, damit war die Sache erledigt. Leider brannten auf den Rängen ein paar Sicherungen durch, Roosters-Fans hatten anscheinend Ärger mit Ordnern der Kölnarena (bzw. umgekehrt) und einige Haie-Fans meinten, sich dies aus der Nähe anschauen zu müssen. Vielleicht sollte man das Händeschütteln nach einem Spiel auch auf den Rängen einführen. (ab)

Tore: 1:0 (10:48) Lewandowski (Boos), 2:0 (31:08) Roy (Hicks/McLlwain), 2:1 (56:56) Black (Bartolone), 3:1 (58:18) McLlwain (Roy/Schlegel)

Strafminuten: Köln 26, Iserlohn 31 + Spieldauer Henderson

Zuschauer: 10.140

Schiedsrichter: Müller

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