Köln - Ingolstadt 3:4 Oliver Jonas von eigenen Fans verunsichert

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Der ERC Ingolstadt entwickelt sich in der DEL zum Angstgegner der Kölner Haie. Nachdem man in den Play-offs der vergangenen Saison gegen die Oberbayern ausgeschieden war, verlor man gleich das erste Heimspiel der neuen DEL-Saison mit 3:4 (0:2/2:1/1:1).

Die Gäste hatten zu Beginn der Partie klare Vorteile, wirkten spritziger und spielten vor allem mit viel Zug zum Tor, während Köln nur schwer ins Spiel kam. Der 0:2 Zwischenstand nach dem ersten Drittel resultierte vor allem aus der Tatsache, dass die Abwehrspieler der Haie den gegnerischen Spielern viel zu viel Platz vor dem Tor von KEC-Torhüter Oliver Jonas ließen. Die daraus resultierenden Nachschüsse wurden effektiv verwertet, zunächst von Martin Jiranek (6.), dann von Sean Tallaire (20.). Hinten waren die Kölner schlecht organisiert, vorne hatten sie Pech, als Philip Gogulla und Lasse Kopitz mit ihren Schüssen nur das Metallgehäuse des Gäste-Tores trafen.

Ausgerechnet Oliver Jonas machte die Aufgabe in der 26. Minute noch schwerer, als er versuchte, den Puck bei Überzahl seines Teams im Spiel zu halten und die Scheibe direkt zu Ingolstadts Stürmer Doug Ast spielte, der keine Mühe hatte, das 0:3 zu erzielen. Kölner Fans forderten daraufhin den Einsatz von Ersatz-Goalie Thomas Greiss, wenig später wurde ein von Jonas gefangener leichter Schuss mit höhnischem Beifall quittiert.

Köln wirkte weiterhin unsicher, doch die individuelle Klasse der Spieler von Hans Zach brachte die Gastgeber noch einmal zurück ins Spiel. Erst traf Stéphane Julien direkt nach dem 0:3 mit einem seiner berüchtigten Schlagschüsse, dann folgte kurz vor der zweiten Drittelsirene der Auftritt von Kölns Jungstar Philip Gogulla – seinen sehenswerten Pass in den Rücken der Ingolstädter Abwehr verwertete Sebastian Furchner zum Anschlusstreffer. Ingolstadts Torhüter Jimmy Waite bekamen die beiden Treffer offensichtlich nicht, er musste sich in der Drittelpause übergeben und wurde im Schlussabschnitt vom 19jährigen Ersatzmann Sebastian Vogl ersetzt. Bevor die Kölner von Waites Ausfall profitieren konnten, lagen sie bereits wieder mit zwei Toren in Rückstand, nur 19 Sekunden benötigten die Gäste, um durch Ferguson den alten Abstand wieder herzustellen, wieder sah Jonas nicht gut aus. In der 49. Minute schwanden auch die letzten Kölner Hoffnungen, als Philip Gogulla wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge eine Fünf-Minuten-Strafe plus Spieldauer-Disziplinarstrafe erhielt. Nun ist der Kölner Stürmer für das Spiel am Donnerstag in Frankfurt gesperrt.

Ingolstadt konnte das Überzahlspiel nicht nutzen, nach Ablauf der Strafe verblieben noch sieben Spielminuten. Erinnerungen an das Spiel der Haie am Freitag in Krefeld wurden wach, als man in den letzten sieben Minuten aus einem 0:2 noch einen 3:2 Sieg machte. Tatsächlich erzielte Mirko Lüdemann prompt den Anschlusstreffer, doch eine erneute Wende blieb aus.

Alexander Brandt

Foto: Sport-Press

Tore: 0:1 Jiranek (6.), 0:2 Tallaire (20.), 0:3 Ast (26.), 1:3 Julien (27.), 2:3 Furchner (40.), 2:4 Ferguson (41.),3:4 Lüdemann (54.)

Strafminuten: Köln 15 plus Spieldauer Gogulla, Ingolstadt 22

Zuschauer: 11.217



 

Jetzt die Hockeyweb-App laden!