Köln gewinnt und keiner weiß so recht warum

Lange Zeit schien Straubing die Rheinländer im Griff zu haben - doch dann setzte sich Köln durch. (Foto: Michael Kinseher - Hockeyrama.de)Lange Zeit schien Straubing die Rheinländer im Griff zu haben - doch dann setzte sich Köln durch. (Foto: Michael Kinseher - Hockeyrama.de)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Gleich nach 43 Sekunden der erste Verletzte. Straubings Ryan Ramsey bekam im Zweikampf die Scheibe ins Gesicht und blutete heftig. Für ihn war die Partie damit beendet. Ramsey wurde ins Krankenhaus gebracht, nach Aussage von Coach Dan Ratushny wird er aber wohl zum nächsten Spiel wieder auf dem Eis stehen. Danach starteten die Tigers mit einem wahren Feuerwerk in ihre Heimpremiere. Schüsse im Minutentakt aus allen Lagen. Doch selbst allerbeste Chancen wurden liegen gelassen. Dass der Mann des Abends KEC-Torwart Danny aus den Birken werden sollte, zeichnete sich schon jetzt ab. Uwe Krupp über seinen Goalie: „Wir verdanken unserem Torwart Danny aus den Birken, dass wir aus den ersten beiden Dritteln mit einem blauen Auge raus gekommen sind.“ Straubings Tormann Barry Brust hingegen musste bei zwei Schüssen der Kölner nur einmal ernsthaft eingreifen.

Der Start ins zweite Drittel gelang den Kölnern etwas besser. Die Krupp’sche Drittelansprache fiel wohl deutlich aus. Allerdings hielt der Effekt nicht einmal fünf Minuten an. Danach waren die Niederbayern wieder das klar überlegene Team. Mitte des Abschnittes wäre eine 5:0- oder 6:0-Führung der Straubinger auch verdient gewesen. Ausgerechnet der Ex-Kölner Daniel Sparre erlöste seinen neuen Arbeitgeber. Aus einem wilden Gewühl vor dem Haie-Tor war er der glückliche, der die hochverdiente Führung erzielte. Das Ausgleichstor der Kölner war mehr als schmeichelhaft und resultierte aus einem überflüssigen Scheibenverlust von Straubings Spieler des Jahres, Laurent Meunier. Nationalspieler Philip Gogulla ließ nicht sonderlich bitten und vollendete in Unterzahl. 

Straubing war auch in den letzten 20 Minuten eigentlich das überlegene Team. Aber heute hat sich im Stadion am Pulverturm wieder eine uralte Sportweisheit bestätigt. Machst du vorne keinen rein, bekommst du hinten einen. In einem Spiel in dem das offizielle Schussverhältnis am Ende 40:17 für die Niederbayern ausging, waren die Kölner mehr als effektiv. Gerade als man eine zwei Minuten lange 5:3-Überzahl sang- und klanglos nicht nutzte, war es kurz darauf Mirko Lüdemann, der den KEC in Führung brachte. Diese sollten die Rheinländer auch nicht mehr abgeben. Im Gegenteil, erst war es Moritz Müller und per Empty-Net-Goal Sekunden vor der Schlusssirene André Lakos, die einen Sieg sicherstellten, der nicht im Geringsten das Spiel widerspiegelt.

Uwe Krupp: „Wir sind zufrieden mit den drei Punkten und dem Ergebnis. Aber ich glaube, die Art und Weise, wie wir gespielt haben, lässt einiges zu wünschen übrig. Man muss der Mannschaft aus Straubing ein Kompliment machen, die haben über weite Strecken das Spiel bestimmt und dominiert.“

Dan Ratushny: „Wir haben gut gespielt, aber keine Tore gemacht. Es ist frustrierend für unser Team, aber jeder spielt schon lange genug, um zu wissen, dass, wenn man arbeitet, es sich auch auszahlen wird und zum einem guten Ende kommt. Das ist das, was wir aus dem Spiel mitnehmen, und genau so werden wir weiter machen.“

Tore:
1:0 (25:10) Daniel Sparre (Dustin Whitecotton, Sandro Schönberger) PP1
1:1 (38:01) Phillip Gogulla (Charles Stephens, André Lakos) SH1
1:2 (49:01) Mirko Lüdemann (Jonathan D'Aversa , Philip Gogulla)
1:3 (54:39) Moritz Müller (Alexander Weiß, Jason Jaspers)
1:4 (59:36) André Lakos (Jason Jaspers, Matthew Pettinger) SH1 EN

Strafen: Straubing 12; Köln 24
SR Vogl; LR Höck, Kretschmer
Zuschauer 4.538


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