Köln - Frankfurt 3:5 Spitzen-Spiel

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
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Die Frankfurt Lions sind zurzeit auch vom DEL-Tabellenführer nicht zu stoppen: Die Kölner Haie unterlagen dem Meister trotz sehr guter Leistung mit 3:5

Ein echtes Spitzenspiel findet nicht immer statt, wenn ein aktueller Tabellenführer auf den Titelverteidiger trifft. Doch die Partie der Kölner Haie gegen die Frankfurt Lions erfüllte alle Erwartungen. Von der ersten Sekunde an wurde auf beiden Seiten hart auf den Körper gegangen und mit offenem Visier gestürmt, Freunde des Eishockeysports kamen voll auf ihre Kosten. Und Tore fielen auch: Bereits in der 2. Minute erzielten die Gäste in Überzahl das 0:1 durch Jason Young, ganze 5 Sekunden benötigten die Lions zum Powerplay-Tor. Köln antwortete postwendend, als Ratchuk für die Lions draussen saß, dauerte es auch nur 19 Sekunden, bis die Kölner ihrerseits trafen. Stephane Julien, auch heute wieder überragend, traf im Nachschuss. Die Haie hätten in der Folgezeit davonziehen können, zweimal waren sie im ersten Drittel in doppelter Überzahl auf dem Eis, doch Frankfurt verteidigte das Tor von Ian Gordon geschickt, bis Eduard Lewandowski einen Schuss unhaltbar zum 2:1 abfälschte (13.). Der offene Schlagabtausch ging weiter, die Lions trafen den Pfosten, Andrej Strakhov versenkte den Nachschuss zum Ausgleich.
"Die Frankfurter waren einfach besser, haben verdient gewonnen" erklärte Kölns Trainer Hans Zach nach dem Spiel. Vor allem im Spiel "5 gegen 5" wurde dies deutlich, bei gleicher Anzahl auf dem Eis lautete die Bilanz 4:1 für die Gäste. Martin Reichel traf im zweiten Drittel zunächst zum 2:3, Julien glich noch aus, doch dann war Frankfurt erneut zur Stelle: Bouchard überwandt Chris Rogles mit einem Handgelenkschuss. Im Schlussdrittel waren beide Teams bemüht, Strafzeiten zu vermeiden. Das Spiel wurde körperloser und Köln hatte in der 44. Minute die große Chance zum Ausgleich durch ein Break von Eduard Lewandowski, der jedoch an Gordon scheiterte.
In der 55. Minute wurde das Spiel entgültig entschieden, als Sulkovsky den Puck aus der neutralen Zone aufs Kölner Tor schoss, um wechseln zu können. Rogles ließ den Puck durchrutschen, Martin Reichel erkannte die Situation und setzte nach, erreichte die Scheibe vor Rogles und traf zum 3:5.
Frankfurts Trainer Rich Chernomaz war nach dem Spiel voll des Lobes für seinen ehemaligen Klub: "Wenn die NHL wieder spielt und alle anderen Spitzenteams Spieler verlieren, werden die Haien zu den Play-offs noch stärker sein." Hans Zach entgegnete schmunzelnd, Chernomaz sei noch jung und könne so weit nach vorn schauen, während er selbst nur von Spiel zu Spiel blicken könne. Die nächste Aufgabe sei nun die Wiederherstellung der mannschaftlichen Geschlossenheit. "Wenn viele Spieler zurückkommen, ist es immer problematisch." Bei den Haien hatten die Verletzten Hospelt, Furchner und Boos wieder mitgespielt, zudem gab Andreas Loth sein Debut im Kader der Haie.
Alexander Brandt

Tore: 0:1 (01:57) Young (Lebeau/Norris), 1:1 (03:17) Julien (McLlwain), 2:1 (12:23) Lewandowski (Julien/Lüdemann), 2:2 (16:52) Strakhov (Ratchuk), 2:3 (25:26) Reichel, 3:3 (30:26) Julien (Roy/Lewandowski), 3:4 (36:12) Bouchard (Hackert/Reichel), 3:5 (54:27) Reichel (Robidas/Sulkovsky)
Strafminuten: Köln 10, Frankfurt 18
Zuschauer: 12.648
Schiedsrichter: Lichtnecker

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