Köln - Frankfurt 2:3 - Lions neuer Tabellenführer

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Anfangsphase der neuen DEL-Saison geht allmählich dem Ende zu und die Eishockeyspiele werden deutlich besser. So lieferten sich Köln und Frankfurt am letzten Septembertag vor 12.799 Zuschauern in der Kölnarena ein packendes und bis in die Schlusssekunde spannendes Duell, das die Gastgeber lange Zeit beherrscht hatten. "Bis zur 30. Minute hatten wir keine Chance gegen Köln, erst im Schlussdrittel waren wir die bessere Mannschaft", fand Frankfurts Trainer Rich Chernomaz. Köln hatte die Partie stürmisch begonnen, Andreas Morczinietz hatte bereits in der 4. Minute das 1:0 auf dem Schläger, doch erst Mickey Elick sorgte in der 11. Minute mit einem Schlenzer nach schönem Pass von Jean-Yves Roy für die Kölner Führung. 6 Minuten später folgte eine Schrecksekunde für die Gastgeber, als Verteidiger Andreas Renz vom Puck im Gesicht getroffen wurde und in die Kabine ging. Doch "Eisen-Renzi" machte seinem Spitznamen alle Ehre, wurde mit zehn Stichen genäht und kehrte aufs Eis zurück. Sein Team hatte mittlerweile das 2:0 durch Brad Schlegel erzielt, erneut wurde Frankfurts Goalie Ian Gordon mit einem Schlenzer aus dem Handgelenk überwunden. Vom Frankfurter Angriff war auch im zweiten Drittel zunächst nichts zu sehen. Kai Hospelt und erneut Roy hatten gute Gelegenheiten zur Vorentscheidung, die in der 37. Minute schließlich gefallen zu sein schien. Ian Gordon hatte einen Schuss von Alex Hicks abgewehrt, wurde dann jedoch samt Puck von einem seiner Mitspieler ins Tor geschoben, so schien es zumindest. Zum Entsetzen der jubelnden Kölner schritt Schiedsrichter Chvatal zum Videobeweis und erkannte den Treffer nicht an. "Hicks soll den Torhüter mit seinem Schläger ins Tor geschoben haben", erklärte Kölns Trainer Hans Zach, der sich die Situation noch einmal in der Aufzeichnung ansehen wollte. "Jeder hat das Tor gesehen, bis auf denjenigen, der darüber zu entscheiden hatte", zuckte Hicks mit den Achseln. Wie auch immer, der vermeintliche entscheidende Treffer war nicht gefallen, eine Minute später gerieten die Haie sogar in Unterzahl und prompt kamen die Frankfurter kurz vor Ende des zweiten Drittels zum Anschlusstreffer durch Peter Ratchuck. "Das nicht gegebene Tor und der erste Treffer der Frankfurter brachten uns völlig aus dem Rhythmus", ärgerte sich Hans Zach. Die Frankfurter waren im Schlussabschnitt hingegen hochmotiviert, es entwickelte sich ein tolles DEL-Spiel. Köln hatte Chancen, Frankfurt machte die Tore. In der 45. Minute hielt Chris Rogles die Scheibe nicht fest, Martin Reichel schnappte sich den Nachschuss zum 2:2. Es folgten wütende Angriffe der Haie bei schnellen Kontern der Lions, ein wenig Glück musste die Entscheidung zugunsten eines der beiden Teams bringen. David Sulkovsky sorgte dann in der 51. Minute mit einem tollen Schuss unter die Latte für den Siegtreffer in einem DEL-Spitzenspiel, das Appetit auf mehr machte. (ab)

Tore:
1:0 (10:38) Elick (Roy/Schlegel)

2:0 (17:00) Schlegel (Danielsmeier/Palmer)

2:1 (38:43) Ratchuk (Bouchard)

2:2 (44:55) Reichel (Young/Bouchard)

2:3 (50:56) Sulkovsky (Stöpfgeshoff/Harder)

Strafminuten: Köln 16, Frankfurt 24

Zuschauer: 12.799

Schiedsrichter: Chvatal


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