Köln - Frankfurt 2:0 - Chernomaz flippte aus

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
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Die Kölner Haie haben auch ihr zweites Heimspiel an diesem Wochenende mit großem Kampf gewonnen. Sie besiegten die Frankfurt Lions mit 2:0, deren Coach haderte mit Schiedsrichter Aumüller.

Bevor der Deutsche Meister richtig ins Spiel kam, lag er bereits 2:0 zurück. Die Haie begannen genauso engagiert wie am Freitag gegen Mannheim, drückten den Gegner von Anfang an ins eigene Drittel und rissen so Löcher in die Frankfurter Verteidigung. Ein solches Loch nutzte Paul Traynor in der 4. Minute mit Anlauf zum Puck, als die rechte Abwehrseite der Lions völlig verwaist war. Seinen Schuss konnte Ian Gordon ebenso wenig abwehren wie das 2:0 durch Jean-Yves Roy in der 9. Minute, der einen Pass von Julien in Überzahl direkt versenkte. Etwas glücklich, denn Julien wollte die Scheibe anscheinend nur im Drittel halten und schoss sie tief hinein - direkt auf Roy.

Frankfurt begann nun endlich aufzuwachen, spätestens in der 12. Minute waren auch die Lions in der Kölnarena angekommen. Jocher und Bassen lieferten sich eine Rangelei mit Lüdemann und Julien, auffälligster Akteur in der Szene war aber Linesman Markus Krawinkel, der rigoros durchgriff: Als der mühsam entfernte Bassen erneut eingreifen wollte, rammte Krawinkel den Frankfurter kurzerhand zu Boden.

Im zweiten Drittel waren Torchancen auf beiden Seiten Mangelware, dafür wurde das Spiel noch intensiver. Frankfurts Trainer Rich Chernomaz reklamierte mehrfach unterlassene Pfiffe gegen Kölner Spieler, bis Schiedsrichter Aumüller genug hatte und dem Lions-Coach eine kleine Bankstrafe aufdrückte. Chernomaz flippte daraufhin aus, warf Flaschen und Handtücher aufs Eis und verschwand fluchend in der Kabine, während Aumüller die fällige Spieldauer-Disziplinarstrafe anzeigte.

In Unterzahl kann man bekanntlich schwer Treffer erzielen, so blieb es auch nach dem zweiten Abschnitt beim 2:0, das Strafzeitenverhältnis betrug allein im Mitteldrittel 2:50 zu Ungunsten des Meisters und Tabellenführers. Spielerisch lief beim Meister nicht viel. Erstaunlich aus Kölner Sicht, wie gut die dritte Reihe mit Tino Boos, Philip Gogulla und Moritz Müller die Frankfurter Stars neutralisierte. NHL-Star Doug Weight fiel bis zum Ende des zweiten Drittels lediglich durch eine Strafzeit wegen Checks gegen den Kopf auf, Weight verschwand für 2 + 10 Minuten auf der Bank.

Im Schlussdrittel besannen sich die Lions auf ihre spielerischen Qualitäten und erspielten sich sehr gute Chancen durch Lebeau, Bassen und Pronger, doch Tore blieben aus. “Chris Rogles war heute unüberwindbar”, lobte Hans Zach seinen Torhüter. Da auch Köln keine weiteren Treffer mehr erzielte, blieb Schiedsrichter Aumüller im Mittelpunkt des Interesses. Als Doug Weight in der 56. Spielminute mit Mathieu aneinander geriet und seine Handschuhe fallen ließ, erwartete man die fällige zweite Disziplinarstrafe und damit die automatische Verbannung des Stars der St. Louis Blues. Doch zur allgemeinen Überraschung gab es nur jeweils 2 Strafminuten für Weight und Mathieu wegen übertriebener Härte. In der 58. Minute sorgte Aumüller dann erneut für Proteste. Yannic Seidenberg hechtete mit vorbildlichem Einsatz nach der Scheibe, um sie einem Frankfurter Spieler abzunehmen. Aumüller schickte Seidenberg wegen unsportlichen Verhaltens auf die Bank, er hatte den “Hecht” als “Schwalbe” gesehen.

Rich Chernomaz war nach dem Spiel noch dermaßen erbost, dass er auf seine englische Muttersprache zurück griff: “Die Leistung des Schiedsrichters ist mir peinlich, es ist eine Schande, dass die Zuschauer so eine Leistung sehen mussten. Martin Reichel wurde bis Ende der Saison gesperrt, weil er einen Schiedsrichter umgeschubst hat. Heute haben wir den umgekehrten Fall erlebt und ich hoffe, dass die Liga entsprechend reagiert. Mit Chvatal, Hellwig und Lichtnecker scheiden drei der besseren Schiedsrichter altersbedingt aus und ich befürchte, dass sie nicht gut durch junge Schiedsrichter ersetzt werden können.”


Alexander Brandt

Tore: 1:0 (03:08) Traynor (Mcllwain), 2:0 (09:14) Roy (Julien/McLlwain)

Strafminuten: Köln 22 + 10 Julien, Frankfurt 26 + 10 Weight, + 10 Ratchuk, + Spieldauer Chernomaz


Zuschauer: 12.458


Schiedsrichter: Aumüller

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