Köln - Eisbären 3:1: Lindsay Star des Abends

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Was für ein Einstand für Bill Lindsay! Der 34jährige Neuzugang der Kölner Haie erzielte bei seinem ersten Heimspiel den Siegtreffer beim 3:1 (0:0/1:1/2:0) über die Berliner Eisbären und bereitete einen weiteren Treffer spektakulär vor.

Seit neun Pflichtspielen hatten die Kölner Haie in der Deutschen Eishockey Liga nicht mehr gegen die Berliner Eisbären gewonnen und bereits im ersten Drittel sah es ganz danach aus, als sollte der Deutsche Meister aus der Hauptstadt die Serie weiter ausbauen können, von der ersten Minute an, als Mark Beaufait fast den Führungstreffer für die Gäste erzielte, bestimmte Berlin das Spiel. Den Kölnern blieb nichts anderes übrig, als das Tor von Thomas Greiss so gut wie möglich zu verteidigen. Erst als zwei Berliner in der 16. Spielminute gleichzeitig auf der Strafbank saßen, kamen die Haie zu ersten Chancen, die Berlins tschechischer Neuzugang Tomas Pöpperle im Tor sicher parierte. Keine Frage, die Berliner waren im ersten Drittel das stärkste Gästeteam, das in dieser Saison bisher in der Kölnarena auftrat.

Dave McLlwain hatte gleich zu Beginn des zweiten Drittels eine große Chance zum Führungstreffer für Köln, er fuhr allein auf Pöpperle zu, verlor aber im letzten Moment die Scheibe. Erst in der 35. Minute wurde das Spiel intensiver und aggressiver, beide Team spielten nun mit offenem Visier. In der 37. Minute rettete Thomas Greiss noch gegen Patrick Jarrett, doch noch in derselben Minute wurde der Kölner Torhüter zum ersten Mal überwunden, Verteidiger Micki Dupont traf für Berlin. Köln glich zum psychologisch wichtigsten Zeitpunkt aus, nämlich direkt im Gegenzug. Eduard Lewandowski tauchte rechts vor Pöpperle auf, der Berliner Torhüter konnte Lewandowskis Schuss zwar mit dem Handschuh fangen, fiel dann aber mit der Scheibe ins Tor. Schiedsrichter Martin Reichert erkannte den Treffer nach Sichtung der Videoaufzeichnung an.

Kurz vor der zweiten Drittelpause hatte Sven Felski noch eine gute Gelegenheit für Berlin, schoss aber knapp am Kölner Tor vorbei. Im Schlussdrittel wurde es dann richtig spannend: Zunächst drohte den Haien Gefahr, als sich Paul Traynor zu einem Revanchefoul provozieren ließ und die Kölner zusätzlich für einen Wechselfehler bestraft wurden, doch Köln überstand die doppelte Unterzahl schadlos. In der 50. Minute durfte Köln etwas schmeichelhaft in Überzahl antreten, Bill Linsay hatte eine Strafzeit gegen Berlin herausgeholt, er fiel wesentlich leichter aufs Eis, als sein robuster Körperbau vermuten ließ. Ausgerechnet Lindsay selbst fälschte dann einen Schuss von Julien zum 2:1 ab. Sechs Strafminuten und den Siegtreffer – so stellt man das Heimdebut eines Nordamerikaners vor. Jeremy Adduono machte nach einem schönen Konter drei Minuten vor Schluss, als Berlin auf den Ausgleich drängte, alles klar. Die Vorarbeit lieferte erneut Lindsay ab, der den Puck einschussbereit für Adduono liegen ließ. "Ich kann nicht so gut Tore schießen", erklärte Lindsay den spektakulären Pass.

Tore: 0:1 DuPont (37.), 1:1 Lewandowski (38.), 2:1 Lindsay (51.), 3:1 Adduono (58.)

Strafminuten: Köln 20, Berlin 16

Zuschauer: 15.010

Alexander Brandt


Foto: Sport Press

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