Knappe Niederlage für Huskies in Berlin

Schafft es Manuel Klinge?Schafft es Manuel Klinge?
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Die Kassel Huskies reisten nach dem Pokal-Match am vergangenen Dienstag bereits zum zweiten Mal in dieser Woche in die Hauptstadt, um gegen die Eisbären Berlin die Kräfte zu messen. Vor ausverkauftem Haus im Wellblechpalast konnten die Kasseler den zweiten Sieg allerdings nicht verbuchen, sondern unterlagen knapp dem DEL-Spitzenreiter, der alle seine Treffer in Überzahl erzielte. Dabei spielte Schiedsrichter Rademaker allerdings eine mehr als unrühmliche Rolle.

Ohne die Stammverteidiger Naumenko (verletzt) und Crowley (gesperrt) wollten die Huskies sowohl an den Pokalsieg als auch an ihre letzten erfolgreichen Auswärtsauftritte anknüpfen. Das gelang ihnen auch von Beginn des Spieles an, weil sie dizipliniert die Angriffe der Eisbären abwehrten und geduldig auf ihre Chance warteten. In der 19. Minute war es dann jedoch DuPont, der eine Strafe gegen Abstreiter und die daraus resultierende Überzahl zum 1:0 nutzte.

Im Mittelabschnitt wurde der couragierte Auftritt der Nordhessen in Berlin schließlich belohnt, denn Drury überwand bei numerischer Überlegenheit Eisbären Nationalkeeper Jonas zum 1:1 (23.) und Robitaille sorgte ebenfalls im Powerplay in der 33. Minute für das zweite Tor der Huskies. Kurz vor Drittelende griff dann Schiedsrichter Rademaker mit einer unberechtigten Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Kassels Robitaille in seinem Strafmaß völlig daneben und sorgte so für die Wende im Spiel (40.), das die Huskies bis dahin erfolgreich geführt hatten.

Die Berliner, die überwiegend nur bei einem Mann mehr auf dem Eis gefährlich agierten, profitierten im letzten Drittel natürlich von der fünfminütigen Strafe gegen die Gäste und als dann auch noch Peterson auf die Strafbank musste, gelang bei 5 gegen 3 erneut DuPont der 2:2 Ausgleich (44.). Die Huskies nahmen die abermalige Umstellung ihrer Abwehr hin und zeigten einen aufopferungsvollen Kampf, doch bei abermaliger Unterzahl der Kasseler erzielte Fairchild die Führung der Gastgeber zum 3:2 (47.). In der 57. Minute legte Walker wiederum im Powerplay zum 4:2 nach und die Partie schien für die Hauptstädter gelaufen. Die Huskies aber gaben nicht auf. Trainer Kammerer nahm direkt nach dem letzten Treffer eine Auszeit und Daffner schaffte mit seinem ersten DEL-Tor den 3:4 Anschluss (58.). Am Ende half jedoch auch die Herausnahme von Goalie Gage den Kasselern nicht, für die trotz Einsatz und Willen bis zum Umfallen gegen den Tabellenersten und den Schiedsrichter ein Sieg nicht mehr möglich war

Eisbären Berlin - Kassel Huskies 4:3 ( 1:0, 0:2, 3:1)

Tore: 1:0 (18:03) DuPont (Walker Fairchild - 5:4), 1:1 (22:45) Drury - 5:4, 1:2 (32:51) Robitaille (MacLeod, Drury - 5:4), 2:2 (43:13) DuPont (Fairchild - 5:3), 3:2 (46:21) Fairchild - 5:4, 4:2 (56:47) Walker (DuPont - 5:4), 4:3 (57:28) Daffner (Acker)

Strafzeiten: Berlin 16 - Kassel 27 + 10 Peterson + Spieldauer Robitaille

Schiedsrichter: Rademaker (Krefeld)

Zuschauer: 5.000 (ausverkauft)

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