Klarer EVD-Sieg im "Sonderzugspiel"

3:5 gegen Mannheim - Högardh nach der Saison nach Rögle3:5 gegen Mannheim - Högardh nach der Saison nach Rögle
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Gute Laune hatten die rund 300 Duisburger Schlachtenbummler, die die Füchse zum Auswärtsspiel nach Wolfsburg per Sonderzug begleiteten, schon vor dem Spiel. Vor der Halle sangen und tanzten sich die EVD-Fans warm – nach dem Spiel war die Feierlaune noch größer. Zum Abschluss des so schwierigen Jahres 2007 gewann der EV Duisburg in der DEL beim EHC Wolfsburg verdient mit 6:3 (3:1, 2:1, 1:1).

Von Beginn an dominierten die Füchse das Spiel gegen die an diesem Abend erschreckend schwachen Wolfsburger. Der beste Duisburger in dieser Partie, Peter Högardh (Foto), umkurvte in der zehnten Minuten aus dem eigenen Drittel heraus alles, was ein orangenes Trikot trug, und traf zum 1:0. Knapp zwei Minuten später war Wolfsburgs Neuzugang Andreas Morczinietz mit dem Ausgleich zur Stelle – und gegen Ende des Drittel spielten die Grizzly Adams in Überzahl. Die Wende im Spiel? Das nicht, aber die Vorentscheidung. Denn mit zwei Unterzahltoren von Justin Cox (18.) und Peter Högardh (20.) gingen die Duisburger in Führung.

Fortan war der Widerstandswille der Gastgeber gebrochen – zumal sich der EHC nun am Duisburger Torreigen beteiligte. Einen eher harmlosen Schuss von Daniel Tkaczuk fälschte der letztjährige Duisburger Jean-Francois Fortin ins eigene Tor ab (27.). Noch einmal, zwischen der 30. und 34. Minute, versuchten sich die Grizzlys heranzukämpfen, kamen durch Tony Voce im Powerplay zum 2:4 (32.), doch noch vor Drittelende machte Dustin van Ballegooie den Sack endgültig zu. Sein Schuss von der blauen Linie landete in der 34. Minute in Überzahl im Wolfsburger Tor – womit er EHC-Goalie Chris Rogles ganz schlecht aussehen ließ. Rogles war es auch, der mit einem Torwartfehler in der 51. Minute das 6:2 des EVD ermöglichte – Justin Cox hatte aus dem Lauf heraus abgezogen. Christoph Höhenleitner erzielte schließlich noch das 3:6 (53.).

Der Aufreger des letzten Drittels war jedoch ein Stockschlag Fortins gegen den Kopf des Duisburger Morten Ask, der glücklicherweise nur leicht am Helm getroffen wurde. Van Ballegooie lieferte sich daraufhin mit Fortin, der großes Glück hatte, keine große Strafe zu kassieren, eine Rauferei. Dafür kassierten beide 2+2+10 Minuten – Fortin bekam nur zwei weitere Minuten obendrauf.

Danach durften auch die Duisburger Spieler feiern, die ihre Fans auf der Rückreise im Sonderzug begleiteten.

Tore: 0:1 (9:42) Högardh (Liimatainen, Kozhevnikov), 1:1 (11:30) Morczinietz (Ulmer, Fortin), 1:2 (17:11) Cox (Tkaczuk, Paul/4-5), 1:3 (19:36) Högardh (Courchaine, Hilpert/4-5), 1:4 (26:44) Tkaczuk, 2:4 (31:14) Voce (Ulmer, Nikiforuk/5-4), 2:5 (33:43) van Ballegooie (Tkaczuk, Cox/5-4), 2:6 (50:12) Cox (Tkaczuk, Ask), 3:6 (52:31) Höhenleitner (Wietfeldt, Regan). Strafen: Wolfsburg 14 + 10 (Fortin), Duisburg 16 + 10 (van Ballegooie). Zuschauer: 3527. (the / Foto: City-Press)