Kevin Schmidt ist der erste Neuzugang in IserlohnRoosters analysieren die Saison

Kevin Schmidt wechselt von Dornbirn nach Iserlohn. (Foto: dpa/picture alliance/CITYPRESS 24)Kevin Schmidt wechselt von Dornbirn nach Iserlohn. (Foto: dpa/picture alliance/CITYPRESS 24)
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„Wir danken allen fünf Spielern für ihr Engagement. Mit Ausnahme von Brad Ross, der bereits die Heimreise nach Nordamerika angetreten hat, wird der Club sich am Abend im Rahmen der Abschlussfeier von Greg, Boris, Michel und Hannu verabschieden. Insbesondere Boris und Michel haben uns auf unserem Weg sehr intensiv unterstützt. Wir sind ihnen sehr dankbar für ihre Leistungen und ihr persönliches Engagement“, so Manager Karsten Mende.

Louie Caporusso wechselt ins europäische Ausland

Einen Abschied wird es auch für Louie Caporusso geben, der sich entschieden hat, den Club zu verlassen und im europäischen Ausland einen Vertrag zu unterzeichnen. „Wir bedauern Louies Entscheidung sehr, hätten gern mit ihm verlängert. Insbesondere in den letzten Wochen hat er uns noch einmal unter Beweis gestellt, was er zu leisten im Stande ist. Louie Caporusso ist ein Spieler mit einem besonderen Charakter, der wirklich immer für unseren Verein alles gegeben hat“, so Mende weiter. Verabschieden wird sich auch Torhüter Chet Pickard, der sich ebenfalls für eine neue Herausforderung entschieden hat.

Auch in der kommenden Saison am Seilersee spielen, wird dagegen Verteidiger Johan Larsson. Der Schwede hat in dieser Woche bereits ein Angebot der Iserlohn Roosters akzeptiert und seinen Vertrag um ein Jahr verlängert. Cheftrainer Jari Pasanen: „Johan hat uns mit seinen Leistungen seit seiner Ankunft am Seilersee sehr zufrieden gestellt. Er ist zwar ein sehr ruhiger Charakter, aber ging in den letzten Wochen mit guten sportlichen Leistungen und vollem Einsatz voran. Damit hat er uns überzeugt.“ Larsson war im Oktober vergangenen Jahres nach Iserlohn gewechselt. Vorher stand der Zwei-Wege-Verteidiger beim finnischen Eliteliga-Club aus SaiPa unter Vertrag.

Verlängert hat seinen Vertrag Roosters-Eigengewächs Dieter Orendorz. Der gebürtige Iserlohner bleibt vorerst eine weitere Spielzeit. „Dieter ist endgültig am Seilersee angekommen, er hat einen großen Entwicklungssprung gemacht, taktisch, spielerisch und körperlich. Es zeigt sich, dass wir zu Recht in seine Zukunft investiert haben und er hat es mit guten Leistungen zurückgezahlt – menschlich und sportlich“, unterstreicht Mende.

Kevin Schmidt ist erster Neuzugang

Neu an den Seilersee kommt der Deutsch-Kanadier Kevin Schmidt. Der 31 Jahre alte Verteidiger wechselt aus der österreichischen Erste Bank-Liga, genauer aus Dornbirn, zurück in die DEL. In der vergangenen Saison schoss Schmidt sieben Tore und bereitete 34 weitere Treffer vor. „Kevin gilt als sehr solider Verteidiger mit offensiven Qualitäten und einem hervorragenden Charakter. Das hat er zwischen 2011 und 2016 in Hamburg unter Beweis gestellt“, betont Manager Karsten Mende. Schmidt hat einen Jahresvertrag unterzeichnet.

Gültige Verträge am Seilersee besitzen Jason Jaspers (2018), Blaine Down (2018), Denis Shevyrin (2019), Noureddine Bettahar (2019), Christopher Fischer (2019), Marko Friedrich (2020) und Mathias Lange (2019). Weitere Gespräche führen die Roosters mit den Verteidigern Troy Milam und Ryan Button, sowie den Stürmern Dylan Wruck, Dave Dziurzynski, Chad Bassen und Marcel Kahle.

Club analysiert das Scheitern

Intensiv analysiert wurden in den vergangenen Wochen auch die Gründe, die zu der sportlichen Situation dieser Saison geführt haben. Daran hat Clubchef Wolfgang Brück alle Verantwortlichen aus dem sportlichen Bereich und Prokurist Bernd Schutzeigel beteiligt. „Es war mir wichtig zu verstehen, warum es so weit gekommen ist, um zu versuchen, das für die Zukunft auszuschließen. Wir selbst haben an mancher Stelle Fehler gemacht, andere Dinge, die zum Verpassen der Play-offs beigetragen haben, konnten wir nicht beeinflussen, lagen einfach nicht in unserer Macht“, betont Wolfgang Brück, der geschäftsführende Gesellschafter der Sauerländer. Dazu zählt er einerseits vor allem die großen Verletzungsprobleme. „Wir wussten, dass einige Spieler mit langwierigen Problemen im Sommer zu kämpfen hatten und gerade, weil wir die letzten Wochen gesehen haben, wissen wir, dass es richtig war, an ihnen festzuhalten. Dass sich mancher aber in der Vorbereitung noch einmal verletzten würde, davon konnte man einfach nicht ausgehen“, so Brück weiter.

Der Clubchef selbst war es, der in der vergangenen Saison eine Verjüngung des Kaders mit der Sportlichen Leitung vereinbart und angekündigt hatte. Brück: „Dies wäre uns auch gelungen, wenn wir nicht so viele Absagen hätten hinnehmen müssen. Ein Großteil der Spieler, denen wir zu Beginn  der Transferzeit ein Angebot unterbreitet haben, ist anschließend von anderen, finanzkräftigeren Clubs unter Vertrag genommen worden. Wir wissen, dass unsere Angebote gute Werbung für die angesprochenen Spieler waren. Ein Spieler war aber zum Beispiel auch darunter, der zum Zeitpunkt unseres Angebotes noch nicht nach Europa wechseln wollte, es später dann getan hat und ein Topspieler in unserer Liga war.“ Bei anderen Transfers haben die Roosters nach eigener Aussage selbst schlechte Entscheidungen getroffen.

„Matt Halischuk ist uns von einem anerkannten Experten empfohlen worden, wir haben ihm vertraut. Diesen Fehler muss ich mir selbst ankreiden, obwohl ich glaube, dass mehr in dem Spieler gesteckt hat, als er uns zeigen konnte. Auf der anderen Seite ist es uns in den Jahren immer wieder gelungen, schwierige Charaktere in unsere Mannschaften einzubauen, diesmal hat es nicht geklappt“, ergänzt Manager Karsten Mende. In diesem Zusammenhang gilt die volle Konzentration bei der Zusammenstellung des neuen Mannschaftskaders der Einstellung und dem Charakter jeden einzelnen Spielers. „Es ist meine Philosophie gewesen, in der Kabine stets einen sehr partnerschaftlichen Umgang mit den Spielern zu pflegen, nach ihrer Meinung zu fragen. Von einer kleinen Gruppe ist dies in dieser Saison auch missverstanden worden. Wir werden zukünftig verstärkt darauf achten, dass die Regeln unserer Gemeinschaft geachtet werden. Darauf muss auch ich ein noch größeres Augenmerk legen. Vielleicht habe auch ich nach drei Jahren, in denen es uns immer gelungen ist, sehr homogene Teams zusammenzustellen, das für zu selbstverständlich erachtet“, ergänzt Jari Pasanen. Deshalb hat man auch zu lange gehofft, dass sich die Stimmung in der Kabine von sich aus verändert – genau das aber hat nicht funktioniert.

Was Harmonie in der Kabine ausmachen kann, haben die Verantwortlichen und alle Fans vor allem in den letzten Wochen gesehen. Die besondere Geschlossenheit der kleinen Rumpfmannschaft war ihre große Stärke. Jeder hat alles für den anderen gegeben. „Wir brauchen eine komplette Vorbereitung mit allen Spielern, damit Hierarchien und Zusammenhalt besser wachsen können. Wenn es uns möglich ist, sollte die Mannschaft am 1. August komplett sein“, so Pasanen weiter.


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