KEV 81 feiert Jubiläum - und auch Ehrhoff war dabei

Oben (v.l.n.r.): Peter Kaczmarek, Daniel Pietta, Christian Ehrhoff, Marcel Noebels; unten (v.l.n.r.): Hubertus Hirsch, Petra Riefers, Achi Staudt, Otmar Schneiders. (Foto: KEV) Oben (v.l.n.r.): Peter Kaczmarek, Daniel Pietta, Christian Ehrhoff, Marcel Noebels; unten (v.l.n.r.): Hubertus Hirsch, Petra Riefers, Achi Staudt, Otmar Schneiders. (Foto: KEV)
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Der Club, der den Unterbau der Pinguine bildet und zu den besten Nachwuchsvereinen in Deutschland zählt, hatte daher eingeladen. Und auch Daniel Pietta, Marcel Noebels und NHL-Star Christian Ehrhoff waren dabei.

„Ich hatte mit sechs Jahren ein Eishockeyspiel im Fernsehen gesehen“, berichtet Ehrhoff, „und haben zu meinen Eltern gesagt: Das will ich machen.“ Weil es damals in Moers, der Heimatstadt der Ehrhoffs keine Bambini-Mannschaft gab, gingen seine Eltern mit Klein-Christian zum Krefelder EV. „Dort war Peter Kaczmarek mein Trainer, bei dem ich Schlittschuhlaufen gelernt habe und der mich bis zu den Schülern begleitet hat“, erinnert sich der Neuzugang der Buffalo Sabres.

Überhaupt steht kaum jemand anderes so sehr für den KEV 81 wie Kaczmarek. 1982, also nur ein Jahr, nachdem der Verein neu entstanden war, kam er zum KEV. „Und ich bin dann hier hängen geblieben“, berichtete der mit einem Augenzwinkern. So hat er etliche Spieler, die von der NHL über die DEL, 2. Bundesliga bis zur Oberliga verteilt sind, in der Krefeld Talentschmiede mitgeformt. So sagt auch Ehrhoff heute: „Dem Krefelder EV habe ich viel zu verdanken.“

„Ich kann nur Positives erzählen“, berichtet Marcel Noebels, der erst vor kurzem von den Phildadelphia Flyers gedraftet worden ist. „Ich kam mit meinen Eltern ganz ohne Hintergedanken in eine Laufzeit. Und plötzlich hat Peter Kaczmarek gefragt, ob ich nicht mal in die Laufschule kommen möchte.“ Gesagt, getan. Eine Frage, die dem KEV, dem deutschen Eishockey und speziell Marcel Noebels, der derzeit noch für Seattle Thunderbirds in der Western Hockey League spielt, genutzt hat. „Durch meine Zeit beim KEV habe ich viel erzählt, auch wenn ich im meinem zweiten Schülerjahr nach Berlin und zwei Jahre später nach Mannheim gegangen bin“, sagt der 19-Jährige, der in seinem letzten Juniorenjahr wieder nach Krefeld zurückkehrte.

„Das hat einfach immer einen Riesenspaß hier gemacht“, bestätigt der Krefelder DEL-Spieler Daniel Pietta, der ebenfalls das Schlittschuhlaufen von Kaczmarek gelernt hat. „Ohne den KEV und die Organisatoren hier, wäre ich nicht da, wo ich bin.“

„Diese Jungs und noch viele andere sind unsere Visitenkarte. Und es warten schon die nächsten, die den Sprung nach Nordamerika schaffen können“, sagt Kaczmarek. „Man muss sich eben immer um die Kinder bemühen.“

Die Buffalo Sabres werden ja bekanntlich im Oktober Spiele in Deutschland – unter anderem einen Test in Mannheim – bestreiten. „Die Organisatoren haben mich gefragt, bei welchem Verein ich angefangen habe. Sie werden dem KEV nun mit Ausrüstungsgegenständen helfen“, berichtet Ehrhoff.

Der KEV entstand ursprünglich 1936, ging aber 1978 in Konkurs und wurde als EHC Krefeld neu gegründet. Auf Initiative von Paul Hotstegs wurde der Name Krefelder EV aus der Konkursmasse gekauft. Am 7. August 1981 stellte Albert Stark den Vereinsmitgliedern die Frage, ob sie für die Umbenennung in Krefelder EV 81 stimmen – was unter lautem Jubel geschah. Seither hat sich der KEV vor allem im Nachwuchs mit einigen Meistertiteln hervorgetan. Der KEV war 1994 Gründungsmitglieder der DEL, 1995 übernahm die Pinguine GmbH die Lizenz. Auch bei der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) waren die Schwarz-Gelben von Anfang an dabei. Aktuell konnte mit Lanxess ein Sponsor gewonnen werden, der auch die soziale Komponente der KEV-Arbeit unterstreicht.


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